Restaurant Malcomess‘ in Wetzlar

Manuela Malcomess

Kochen ohne Geschmacksverstärker: Das Malcomess‘ in Wetzlar kocht für Allergiker und Intolerante

Das Malcomess' in Wetzlar ist eines der wenigen Restaurants, bei dem der Besucher der Website gleich auf der Startseite darauf hingewiesen wird, dass man hier auch auf Menschen mit Allergien und Unverträglichkeiten Rücksicht nimmt. Über die Beweggründe und die "Philosophie ihrer Küche" sprach MeinAllergiePortal mit den Gastgebern Manuela und Kai Malcomess.

Frau Malcomess, Herr Malcomess, gleich auf der ersten Seite Ihrer Website betonen Sie, dass Sie "auf Glutamat und andere Geschmacksverstärker verzichten, sowie auf Allergien und andere Lebensmittelunverträglichkeiten Rücksicht nehmen". Was hat Sie dazu bewogen?

Manuela Malcomess: Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit auf Allergien und Intoleranzen Rücksicht zu nehmen. Eben auch weil wir in der eigenen Familie Betroffene haben. Es war eine Entwicklung, die bei uns innerhalb der ersten Zeit nach der Eröffnung stattgefunden hat. Einige Gäste kamen auf uns zu und haben gefragt ob es möglich ist, dies oder jenes wegzulassen oder entsprechend zu ersetzen. Durch unsere frische und individuelle Zubereitung war das kein Problem.

Nun ist die Nachfrage im Laufe der Zeit so groß geworden, dass wir auf unserer Speisekarte die jeweiligen Möglichkeiten direkt ausweisen, bzw. die entsprechenden Zutaten (nahezu) immer vorrätig haben. Es ist sicherlich so, dass Betroffene zu uns ein gewisses Vertrauen entwickelt haben und wissen, dass man sich bei uns mit Lebensmittelallergien "fallen" lassen kann. Das spricht sich herum.

Welche Nahrungsmittelallergien oder Unverträglichkeiten werden im Malcomess‘ am häufigsten nachgefragt?

Manuela Malcomess: Am häufigsten sind die Laktoseintoleranz und die Glutenunverträglichkeit. Allerdings auch Fructoseintoleranz. Hinzu kommen andere Lebensmittelallergien wie z.B. auf Nüsse, Pfeffer, Knoblauch, Zwiebelgewächse, Wurzelgemüse, Histamin, alle Obstsorten oder Kombinationen davon - die Liste ist eigentlich endlos. Schwierig wird es bei Multiallergien oder Kreuzallergien. Weil da die Möglichkeiten mal schnell zusammenschrumpfen können. Aber bisher haben wir noch jeden ohne Zwischenfälle satt bekommen.

Gibt es Nachfragen, die für die Küche schwierig bzw. mit Voranmeldung umzusetzen sind?  

Manuela Malcomess: Meist reicht es aus, wenn man sich einmal ausführlich mit der jeweiligen Allergie auseinander gesetzt hat und mit den Betroffenen gesprochen hat - sie wissen in der Regel am besten was sie essen können. Wenn das nicht hilft steht das Internet als Ratgeber zur Verfügung – es ist also nicht sonderlich schwer für Allergiker und Intolerante zu kochen, wenn man den Willen dazu hat. Schwierig wird es bei Allergien gegen "normale" Sachen wie Pfeffer – die Macht der Gewohnheit sorgt dafür, dass das am schwierigsten ist. 

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