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Advertorial
Neurodermitis topische Behandlung Cremes Salben

Prof. Natalija Novak zum Thema: Neurodermitis - was tun, wenn die topische Behandlung mittels Cremes und Salben nicht ausreichend hilft?

Neurodermitis: Was tun, wenn die topische Behandlung mittels Cremes und Salben nicht ausreichend hilft?

Das Cremen der Haut, sowohl im Rahmen der Basispflege als auch mit therapeutischen Cremes, ist bei der Therapie von Neurodermitis eine tragende Säule. Aber: Nicht immer erreicht man mit einer topischen, d.h. einer lokalen Neurodermitis-Therapie, Symptomfreiheit. Für die Patienten ist das frustrierend, denn die Neurodermitis-Läsionen befinden sich oft an sichtbaren und unangenehmen Stellen und der Juckreiz wird von den meisten als quälend empfunden. Dann stellt sich die Frage, welche weiteren Therapieoptionen zur Verfügung stehen. MeinAllergiePortal sprach mit Prof. Natalija Novak, Leitende Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Universität Bonn.

Frau Prof. Novak, wie häufig kommt es vor, dass das Cremen den Patienten mit Neurodermitis nicht hilft?

Gerade bei Patienten mit moderaten bis schweren Formen der Neurodermitis kommt es häufig vor, dass die Symptome der Neurodermitis allein durch die Lokaltherapie der Haut nicht ausreichend zu kontrollieren sind. Auch bei täglicher Lokaltherapie mit z.B. einem Glukokortikosteroid mittlerer Stärke kommt es bei Patienten mit moderater bis schwerer Form nur zu einer ca. 20-45% Verbesserung der Hautläsionen in klinischen Studien, in der täglichen Praxis ist der Prozentsatz der Verbesserung noch geringer. Vor allem auch die Verbesserung des Juckreizes ist oft nicht zufriedenstellend.

Ist das Nichtansprechen auf die Therapie der Haut bei Neurodermitis unabhängig vom Schweregrad der Erkrankung?

Bei den moderaten und schweren Formen der Neurodermitis kommt es sehr viel häufiger zu einem Nichtansprechen auf die lokale Therapie der Haut, als bei den leichten Formen.

Woran kann es liegen, dass das Cremen der Haut die Neurodermitis nicht ausreichend kontrolliert?

Oft stellt sich heraus, das die Patienten nicht genau wissen, wie viel Creme oder Salbe aufgetragen werden muss, damit eine Wirksamkeit erzielt werden kann. Zudem sind die betroffenen Körperregionen oft sehr ausgedehnt und eine so umfangreiche und zeitaufwändige Therapie ist nicht gut in den Alltag integrierbar.

Ebenfalls ist es wichtig, dass die zu der Beschaffenheit der Hautläsionen passende Salbengrundlage ausgewählt wurde, also beispielsweise lipophile Grundlagen für chronische, sehr trockene Läsionen und hydrophile, leichte Grundlagen für nässende, frische Läsionen.

In manchen Fällen wird dem Patienten auch ein Klinikaufenthalt empfohlen, bei dem die Haut sehr intensiv therapiert wird und der Patient im Rahmen einer Neurodermitis-Schulung nochmals strukturiert bei der Durchführung der Lokaltherapie angeleitet wird.

Ein praktisches einfaches Verfahren zur Verbesserung des Erfolges der Lokaltherapie stellt das „Wet-wrap“-Verfahren dar, insbesondere bei Kindern. 

Ein weiterer Grund für das Nichtansprechen eines Neurodermitis-Patienten auf die topische Therapie kann auch eine Kontaktallergie auf die verwendete Creme- oder Salbengrundlagen sein. Allerdings kommt dies nur sehr selten vor und wäre in solchen Fällen durch eine Epikutantestung zu überprüfen.

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Was können die Gründe dafür sein, dass bei Neurodermitis-Patienten die topische Therapie, das heißt die Therapie der Haut, nicht anschlägt?

Die Dauer der Erkrankung, die Ausdehnung und Lokalisation der Läsionen, sprich der Schweregrad sowie die Anzahl an exogenen und endogenen Triggerfaktoren können ursächlich dazu führen, dass eine gute Kontrolle der Neurodermitis durch alleinige Lokaltherapie nicht erzielt werden kann, so dass im „System“ fehlregulierte Mechanismen, die die anhaltenden Entzündungsprozesse in der Haut verursachen, gezielt moduliert oder abgeschwächt werden müssen.

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Man muss also in den empfohlenen Stufen z.B. der deutschen und europäischen Leitlinie zur Therapie der Neurodermitis weiter aufsteigen.

 

Stufentherapie des atopischen Ekzems

Stufe 4

Persistierende, schwer ausgeprägte Ekzeme

Erforderliche Maßnahmen der Stufen 1, 2, 3 PLUS systemische immunmodulierende Therapie (z.B. Dupilumab, Ciclosporin A). Evtl. UV-Therapie (nicht im Kindesalter).

Stufe 3

Moderate Ekzeme

Erforderliche Maßnahmen der Stufen 1 und 2 PLUS höher potente topische Glukokortikosteroide und/oder topische Calcineurininhibitoren. Evtl. UV-Therapie (nicht im Kindesalter).

Stufe 2

Leichte Ekzeme

Erforderliche Maßnahmen der Stufe 1 PLUS niedrig potente topische Glukokortikosteroide und/oder topische Calcineurininhibitoren. Evtl. UV-Therapie (nicht im Kindesalter). Evtl. zusätzliche Anwendung von antipruriginösen und antiseptischen Wirkstoffen.

Stufe 1

Trockene Haut

Topische Basistherapie. Vermeidung oder Reduktion von Triggerfaktoren (inkl. relevanter Allergene).
Quelle: Ludger Klimek, Christian Vogelberg, Thomas Werfel (Hrsg.): Weißbuch Allergie in Deutschland, 4., überarbeitet und erweiterte Auflage, Springer Medizin 2019, S. 161 (Die Abbildung ist angelehnt an die AWMF- und EDF-Leitlinien zur Neurodermitis und enthält aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht alle Verfahren, die in der Leitlinie diskutiert werden).

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