Laktoseintoleranz Laktose

Laktoseintoleranz: In welchen Lebensmitteln versteckt sich Laktose?

Laktoseintoleranz: Wo versteckt sich Laktose?

Wo versteckt sich Laktose? Diese Frage stellen sich Patienten oft, nachdem eine Laktoseintoleranz, die auch als Milchzuckerunverträglichkeit bezeichnet wird, festgestellt wurde. Schließlich ist die Milch ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Ernährung. Das Problem: Beim wöchentlichen Einkauf kann die Kennzeichnung von laktosefreien Produkten die Verbraucher manchmal mehr verwirren als aufklären. Worauf also sollte man achten?

Laktose: Wo kommt sie natürlicherweise vor?

Die Laktose bzw. der Milchzucker kommt in Kuhmilch, Schafsmilch, Ziegenmilch, Stutenmilch, Büffelmilch, Eselsmilch und Muttermilch vor. Sie ist somit ein natürlicher Bestandteil der Milch und vieler daraus hergestellten Produkte. Im Umkehrschluss ergibt sich daraus: Die meisten Nahrungsmittel sind von Natur aus laktosefrei.

Den ersten Kontakt haben wir Menschen in der Regel mit der Muttermilch. Sie versorgt das Neugeborene neben Fett und Eiweiß auch mit Laktose. Laktose wird im Körper in die zwei Einfachzucker Galaktose und Glucose gespalten und ist eine wichtige Energiequelle. Danach beginnt beim Kleinkind mit der Beikosteinführung der Konsum von Kuhmilch und den daraus gefertigten Produkten.

Laktoseintoleranz: Wo versteckt sich Laktose in Fertigprodukten?

In industriell hergestellten Lebensmitteln – und das gilt nicht nur für Milchprodukte - kann Laktose jedoch in erheblichen Mengen versteckt sein. Oft versteckt sich Laktose in Produkten, in denen man sie überhaupt nicht vermutet, zum Beispiel in Brot- und Backwaren. Aus Fertigprodukten ist Laktose heutzutage teilweise nicht weg zu denken. Dadurch kann es bei sensiblen Bäuchen zu einem physiologischen Laktoseüberhang kommen.

Laktoseintoleranz: Wozu braucht man Laktose in Fertigprodukten?

Laktose ist in der Lebensmittelindustrie universell einsetzbar und hat viele technologische Vorteile:

In der Lebensmittelherstellung dient Laktose als:

  • Hilfsstoff, zum Beispiel in der Wurstherstellung
  • Bindemittel, zum Beispiel bei Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln

  • Trägerstoff von Aromen und Geschmacksverstärkern

  • Ummantelung zum Beispiel bei Gewürzmittelmischungen, dann sorgt Laktose dafür, dass Gewürze ihr Aroma behalten und leichter dosierbar sind


Gerade die Vielseitigkeit des Einsatzes von Laktose macht es für Menschen mit Laktoseintoleranz sehr schwierig zu beurteilen, was sie meiden müssen und was nicht.

Laktoseintoleranz: Wie viel Laktose verträgt der Mensch?

Wurde eine Laktoseintoleranz nachgewiesen, kann der Betroffene nur eine geringe Menge Laktose, sowohl pro Mahlzeit, als auch über den Tag verteilt, tolerieren. Ursächlich ist dafür, dass das Enzym Laktase, das zum Abbau der Laktose dient, nicht mehr ausreichend gebildet wird, bzw. dass keine ausreichende Enzymaktivität stattfindet. Dennoch ist Laktase in einem geringen  Maß vorhanden. Dies ist jedoch individuell sehr unterschiedlich und dementsprechend bei der Zusammensetzung der Ernährung zu beachten. Manche Betroffene reagieren bereits auf eine geringe Laktosemenge von nur 3,0 Gramm mit Beschwerden. Dies entspricht einer Menge von 100 Gramm Joghurt mit 3,5 Prozent Fett.

Die individuelle Laktose-Toleranzschwelle ist abhängig von den folgenden Einflussfaktoren:                               

  • Lebensmittelauswahl
  • Verarbeitungsgrad des Lebensmittels
  • Zubereitungstechnik (zum Beispiel Backen)
  • Zusammensetzung der Mahlzeit
  • Verzehrmenge         

Meist vertragen laktoseintolerante Personen bis zu 12 Gramm Laktose pro Tag, ohne ausgeprägte Symptome zu entwickeln. Ein Vergleich: Ein gesunder Erwachsener verträgt am Tag circa 20 bis 30 Gramm Laktose. Wichtig ist bei einer bestehenden Laktoseintoleranz, dass die Betroffenen weiterhin kleine Mengen Laktose in den täglichen Speiseplan integrieren. Nur so stellt man sicher, dass die Enzymaktivität der vorhandenen Laktase erhalten bleibt.

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