Intoleranz-Urtikaria Diät

Privatdozentin Dr. med. Petra Staubach, Leiterin der Urtikaria und Angioödem-Sprechstunde der Hautklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz

Intoleranz-Urtikaria: Helfen pseudoallergen- und histaminarme Diäten?

Die Symptome der Intoleranz-Urtikaria unterscheiden sich aber nicht von den Symptomen der chronisch spontanen Urtikaria?

Nein, die Symptome der Intoleranz-Urtikaria unterscheiden sich nicht von den anderen chronisch spontanen Formen der Urtikaria. Es kann zu den typischen Quaddeln kommen, d.h. roten, erhabenen Hautveränderungen, die sehr stark jucken. Die Quaddeln können auch ineinander übergehen und größere Areale bilden. Quaddeln können überall am Körper und in allen Größen auftreten, allerdings typischerweise nie länger als 24 Stunden an einer Stelle. Möglich ist jedoch, dass es danach an einer anderen Körperstelle erneut zu Quaddeln kommt und dies über einen längeren Zeitraum immer wieder an unterschiedlichen Stellen. Ab einer Dauer von mehr als sechs Wochen nennt man das eine chronisch spontane Urtikaria.

Wie sieht eine Urtikaria-Diät aus?

Es gibt zwei verschiedene Urtikaria-Diäten, die pseudoallergenarme Diät und die histaminarme Diät. In der Urtikaria-Leitlinie wird die pseudoallergenarme Diät empfohlen. Daneben wird diskutiert, inwieweit bei Patienten mit einer Intoleranz-Urtikaria auch eine Histaminintoleranz eine Rolle spielen könnte.

In einer Untersuchung, die wir hier in Mainz gerade durchgeführt haben, konnten wir zeigen, dass die Patienten mit chronisch spontaner Urtikaria von einer histaminarmen Kost genauso profitieren, wie von einer pseudoallergenarmen Kost. Die hat sich insbesondere bei Patienten gezeigt, die auch unter Symptomen wie Magengrummeln oder breiigen Stühlen leiden, also den typischen Symptomen einer Histaminintoleranz. Bei einer chronisch spontanen Urtikaria lohnt es sich auf jeden Fall, eine Urtikaria-Diät auszuprobieren. Es kann sein, dass die Patienten dadurch vollkommen beschwerdefrei werden, es ist aber auch möglich, dass weiterhin, eventuell reduziert, Antihistaminika benötigt werden.  

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Wie sieht eine pseudoallergenarme Diät aus?

Bei einer pseudoallergenarmen Diät muss der Patient auf Stoffe verzichten, die eine Pseudoallergie auslösen können. Pseudoallergien, d.h. Scheinallergien, sind Unverträglichkeitsreaktionen des Körpers, die durch Beschwerden gekennzeichnet sind, wie sie bei Allergikern vorkommen. Mögliche Pseudoallergene sind Lebensmittelzusatzstoffe wie Farb- und Konservierungsstoffe, Medikamente, aber auch natürlicherweise in Lebensmitteln vorhandene Substanzen wie Aromastoffe. Meist sind es mehrere dieser Stoffe,  auf die man reagieren kann und häufig kommen sie in Fertigprodukten vor.

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