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Allergie Hühnerei Eiallergie

Allergie auf Hühnerei - Eiallergie: Was ist das? Symptome, Diagnose & Therapie! (Bildquelle: Pixabay congerdesign)

Allergie auf Hühnerei – Eiallergie: Was ist das?

Die Allergie auf Hühnerei ist unter den Nahrungsmittelallergien eine häufige Allergie. Dabei sind eher Kinder betroffen. Für die Eltern ist dies eine Herausforderung. Was sollten Betroffene wissen? Grundlegende und für Patienten wichtige Informationen zu Ursachen, Symptomen, Diagnose und neuen Therapien. 

 

Autor: Luzie Rache, Ökotrophologin 

 

Allergie auf Hühnerei: Was ist das?

luzie rache eiallergie 350 mein allergie portalLuzie Rache über Allergie auf Hühnerei: Ursachen, Symptome, Diagnostik und Therapie!Die Allergie gegen Hühnerei, auch als Hühnereiweiß Allergie bezeichnet, gehört in Deutschland zu den häufigsten Nahrungsmittelallergien bei Kindern. Bei der Hühnereiallergie handelt es sich allerdings nicht um eine generelle Eiweißallergie, wie viele fälschlicherweise vermuten. Es geht um spezielle Eiweiße des Hühnereis, auf die die Patienten allergisch reagieren. Es muss auf der Zutatenliste kontrolliert werden, ob Hühnerei zugefügt ist.

Es geht nicht um das generell enthaltene Eiweiß in den Nährwertangaben. Allergisch auf Hühnerei sind meist Kinder. Zu circa 70 Prozent verwächst sich die Allergie bis zur Einschulung und hat somit eine deutlich bessere Prognose als beispielsweise die Nussallergie. Erwachsene sind eher selten auf Eier allergisch.

Allergie auf Hühnerei: Was ist die Ursache?

Die Hühnereiallergie ist eine Reaktion auf bestimmte Bestandteile in Eiern.

Man konnte bislang fünf Allergene des Hühnereis identifizieren:

  • Gal d 1 - Ovomucoid
  • Gal d 2 - Ovalbumin
  • Gal d 3 – Conalbumin/Ovotransferrin
  • Gal d 4 – Lysozym
  • Gal d 5 – Livetin/Serumalbumin

Für eine mögliche allergische Reaktion ist entscheidend, gegen welches Allergen des Hühnereis eine Allergie besteht. Außerdem kann das Allergen Ovomucoid Hinweise darauf geben, ob gebackene Produkte mit Hühnerei vertragen werden könnten. Dies muss aber dann mit einer stationären oralen Provokation überprüft werden und sollte nicht häuslich eingeführt werden.

Wichtig zu wissen ist: Die Allergene befinden sich sowohl im Eigelb als auch im Eiklar. Und: Eine Allergie auf Hühnerei bedeutet nicht dass die Eier von anderem Geflügel verträglich sind. Wachtel- sowie Straußeneier sollten wegen ihrer Ähnlichkeit in den Proteinen besser auch gemieden werden.

Hühnerei Allergie: Was passiert im Körper?

Wie bei jeder allergischen Reaktion antwortet das Immunsystem bei Hühnerei Allergikern auf das fälschlicherweise als gefährlich wahrgenommene Protein im Ei mit einer Abwehrreaktion. Diese geht mit der Ausschüttung von Histamin einher und kann zu unterschiedlichen Symptomen im Körper führen.

Allergie auf Hühnereiweiß: Ist man dann allergisch auf alle Eiweiße und Proteine?

Häufig denken Patienten bei einer Hühnereiallergie, dass sie nun generell gegen alle Eiweiß bzw. Proteine allergisch sind. Das ist ein Missverständnis, denn die meisten Betroffenen vertragen nur das Hühnereiweiß nicht. Eiweiß aus anderen Proteinquellen wie Fleisch, Fisch, Milch, Nüssen oder Hülsenfrüchten ist hingegen verträglich. Hier kommt es bei Ei-Allergikern nicht zu allergischen Reaktionen. Oft wird auch fälschlicherweise angenommen, dass Hühnereiallergiker kein Geflügelfleisch von Huhn, Ente und Gans vertragen. Dies sollte bei der Ernährungsberatung immer mit kommuniziert werden.

 

Hühnerei Allergie: Wie äußern sich die Symptome?

Bei einer Allergie auf Hühnerei kann es nach dem Konsum zu unterschiedlichen allergischen Reaktionen auf Ei kommen.

Mögliche Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Ei sind zum Beispiel:

  • Reaktionen an der Haut, wie Ausschlag, Urtikaria, Angioödemen oder eine deutliche Zunahme an Neurodermitis-Ekzemen (dies wird mit einem SCORAD-Test berechnet)
  • Reaktion über den Magen-Darm-Trakt, wie Bauchschmerzen, Erbrechen oder auch Durchfall
  • Systemische Reaktionen mit Atemnot, Kreislaufproblemen, bis hin zur anaphylaktischen Reaktion

Wie schnell kommt es zu einer allergischen Reaktion auf Ei?

Bei einer Hühnereiallergie handelt es sich meist um eine sogenannte Soforttypreaktion.

Die Symptome einer Allergie gegen Hühnereiweiß äußern sich also direkt nach dem Verzehr von Hühnerei, innerhalb der ersten halben Stunde bis maximal zwei Stunden später.

Aber: In manchen Fällen kommt es bei Ei-Allergikern auch zu einer Spätreaktion. Dann kommt es erst mehrere Stunden nachdem das Ei gegessen wurde zu Unverträglichkeits-Symptomen. Hochgradige allergische Reaktionen treten fast immer in den ersten beiden Stunden nach Allergenaufnahme auf. Spätreaktionen sind also nicht mehr lebensbedrohlich, können das Kind aber natürlich trotzdem stark beeinträchtigen.

 

Symptome einer Allergie auf Hühnerei bei Stillkindern: Ist das möglich?

Man sollte meinen, dass bei Säuglingen, die ausschließlich gestillt werden, eine Allergie auf Hühnerei nicht möglich ist. Wenn aber die Mutter Hühnerei oder hühnereihaltige Produkte verzehrt, kann es dadurch beim Baby durch die Muttermilch durchaus vermehrt zu Symptomen, zum Beispiel Neurodermitis kommen, wenn das Kind allergisch auf Hühnerei ist. Wenn die stillende Mutter dann auf Hühnerei verzichtet, bessern sich die Symptome beim Kind.

Hühnerei Allergie beim Baby – es beginnt mit der Beikost

Nicht immer kommt es bereits durch das Stillen zu allergischen Symptomen, wenn Babys Hühnereiweiß nicht vertragen. Die Allergie auf Hühnerei kann sich auch erstmals zeigen, wenn das Baby die Beikost erhält. Es gibt einige Kinder, die das gebackene Hühnerei in der Beikost, zum Beispiel als Keks, gut vertragen und dann das erste Mal mit 12 Monaten auf Rührei reagieren.

 

Was ist das Vogelfeder-Ei-Syndrom?

Bei dem Vogelfeder-Ei-Syndrom reagieren die Allergiker auf verschiedene Proteine, die sowohl im Hühnerei als auch im Hühnerfleisch vorkommen. Das verantwortliche Allergen ist das Serumalbumin Gal d5. Es kommt außerdem in Vogelfedern vor. Es gibt verschiedene Wege sich zu sensibilisieren. Entweder es bestand schon eine Hühnereiallergie im Vorfeld oder die Sensibilisierung erfolgt zuerst auf die Hühnerfedern.

Wie sehen die Symptome beim Vogelfeder-Ei-Syndrom aus?

Das Hauptallergen für das Vogelfeder-Ei-Syndrom Gal d5 wird auch durch die Magensäure weitestgehend zerstört und ist hitzelabil, daher reagieren die Allergiker oft nur bei Kontakt mit rohem Geflügelfleisch.

Es sind aber auch Symptome wie Kribbeln, Missempfindung und Reizung im Mund auf durchgebratenes Geflügelfleisch bekannt.

Systemische Reaktionen treten häufiger bei Rohei-Verzehr auf (z.B. in Mayonnaise oder Eiscreme).

Diagnose und Therapie beim Vogelfeder-Ei-Syndrom

Sollte der Verdacht bestehen, dass eine allergische Reaktion auf Geflügelfleisch oder Hühnerei aufgetreten ist, sollten die behandelnden Ärzte und Ärtinnen bzw. Therapeuten und Therapeutinnen durch eine gründliche Anamnese, zum Beispiel mithilfe eines Symtomtagebuchs,  herausfinden, nach welchen Lebensmitteln es üblicherweise zu Symptomen kam. Dann erfolgt durch den Bluttest eine bessere Einordnung der Allergie. In nicht ganz sicher diagnostizierbaren Fällen sollte eine stationäre orale Provokation erwogen werden. Außerdem ist eine Ernährungsberatung nach Diagnosestellung sinnvoll, um potentielle Auslöser zu kennen und weitere Reaktionen zu vermeiden.

Wie häufig ist die Hühnerei Allergie bei Erwachsenen? Gibt es Risikofaktoren für die Entstehung der Eiallergie im Erwachsenenalter?

Bei Erwachsenen kommt eine Hühnereiallergie eher selten vor. Das Vogelfeder-Ei-Syndrom trifft häufig Halter von Ziervögeln, die sich über die Federn erstmalig sensibilisieren.

 

Diagnose einer Hühnereierallergie: Anamnese, Prick-Test, Bluttest

Wie bei jeder Diagnose ist der erste wichtige Baustein die Anamnese. Handelt es sich um ein Kind, wird der Arzt die Eltern nach den bereits gegessenen Produkten und möglichen Symptomen fragen. Wichtig ist hier auch zu klären, ob gebackene Produkte mit Hühnerei regelmäßig gegeben und vertragen werden. Kommt dann der Verdacht auf, dass eine Eiallergie die Ursache der Beschwerden sein könnte, muss diese Vermutung durch einen Allergietest an der Haut- und einen Bluttest bestätigt werden.

Diagnose einer Hühnereierallergie: Orale Provokation

In bestimmten Fällen kann es ratsam sein, die Diagnose Hühnereiallergie durch einen oralen Provokationstest abzusichern. Die orale Provokation wird stationär in einer Klinik durchgeführt. Dann bekommt der Patient das Allergen in geringen, mit der Zeit ansteigenden Dosen. So wird ermittelt ob es zu einer Symptomatik auf Ei kommt. Sinnvoll ist es immer mit gebackenem Hühnerei anzufangen, da viele Patienten gebackenes Hühnerei deutlich früher vertragen als die rohen Bestandteile. Nach einer gewissen Zeit der Meidung des Hühnereis erfolgt die stationäre orale Provokation, um die mögliche eingetretene Toleranz zu überprüfen.

Diagnose einer Hühnereierallergie: Molekulare Allergiediagnostik

Im Rahmen der Diagnose ist es wichtig abzuklären, wie hoch das Anaphylaxierisiko nach versehentlichem Eiverzehr ist. Dafür steht die molekulare Allergiediagnostik zur Verfügung. Man geht davon aus, dass ein hohes spezifisches IgE gegen Gal d 1 auf ein erhöhtes Risiko für schwerere allergische Reaktionen hinweist. Hundertprozent sichere Aussagen können aber weder der Blut- noch der Hauttest geben, sondern nur die stationäre orale Provokation. Auch bei niedrigen IgE-Werten kann eine Anaphylaxie auftreten.

 

Hühnereiallergie-Therapie: Wie wird behandelt?

Die effektivste Behandlung einer Hühnereiallergie ist das Meiden des Allergens. Die Betroffenen, bzw. die Eltern des betroffenen Kindes, müssen dann die Ernährung umstellen. Dann muss auf Eier und auf alles, was Eier enthält, verzichtet werden. Das gilt allerdings nicht nur für Hühnereier, sondern auch für Wachteleier, Gänseeier, Enteneier etc.

Allergie auf Hühnerei: Was darf man bei einer Hühnereiallergie essen, was nicht?

Eier werden von der Lebensmittelindustrie aufgrund ihrer vielseitigen küchentechnischen Verwendungszwecke gern eingesetzt. Sie wirken als Emulgatoren, Bindemittel, Lockerungsmittel, Stabilisatoren und Farbstoffe.

Die folgenden Speisen können zum Beispiel oft Eier enthalten, so dass Ei-Allergiker sie immer erst auf ihre Zutaten kontrollieren müssen bevor sie sie verzehren:

  • Pfannkuchen
  • Kartoffelpuffer
  • Kuchen
  • Gebäck
  • Frikadellen
  • Pudding
  • Cremesaucen
  • Fleischpasteten
  • Panierte Speisen

Durch den veganen Trend gibt es mittlerweile fast in jedem gut aufgestellten Supermarkt, Reformhaus und Bioladen Ei-Ersatzprodukte. Ob es das eifreie Rührei aus Sojabohnen ist, die eifreie Mayonnaise oder das Ei-Ersatzpulver fürs Backen von Kuchen, Keksen etc..

Viele große Hersteller haben bereits Produkte wie Fischstäbchen oder Chicken Nuggets mit eifreier Panade im Sortiment. In der Ernährungsberatung sollte der Patient lernen, wie die Zutatenliste und Allergenliste gelesen und auf welche Wörter geachtet werden sollte.

Allergie auf Hühnerei: In welchen Fertigprodukten ist Ei enthalten?

Hühnerei gehört zu den 14 Hauptallergenen, die in der Zutatenliste und bei den Spurenhinweisen von Fertigprodukten gekennzeichnet und von den anderen Zutaten hervorgehoben werden müssen. Das heißt, die Begriffe werden fett gedruckt, kursiv oder unterstrichen und sind für den Verbraucher viel einfacher zu erkennen.

Man sollte meinen, dass die Vermeidung des Ei-Allergens damit einfach ist. Aber: So leicht ist es nicht, Hühnereiweiß in all seinen Facetten zu erkennen. Vor allem bei Fertigprodukten sollte man aufpassen, da sie häufig Ei-Bestandteile enthalten.

Folgende Produkte, bei denen man nicht zwangsläufig an Hühnerei denkt, enthalten oftmals Ei-Bestandteile:

  • Nudeln (beispielsweise Spätzle)
  • Wurstwaren, wie zum Beispiel Bratwurst oder Sülze
  • Panierte Produkte
  • Eiscreme
  • Schaumzucker
  • Schokoküsse
  • Cremespeisen

Bei jeglichen Fertigprodukten muss die Zutatenliste deshalb genau studiert werden, damit es nicht zu einem versehentlichen Eikonsum kommt. Auch im Alltag bei losen Waren, wie beispielsweise in der Bäckerei, Fleischerei, Eisdiele oder im Restaurant, gibt es seit 2014 mehr Sicherheit durch die Lebensmittelinformationsverordnung. Die Allergenliste muss für jedes Produkt im Geschäft vorhanden sein und dem Allergiker gezeigt werden können. Somit kann direkt kontrolliert werden, ob Hühnerei im Produkt als Zutat verarbeitet ist.

Hühnerei meiden: Hinter welchen Begriffenverstecken sich die Ei-Allergene?

Beim Einkauf von Lebensmitteln ist es für Ei-Allergiker wichtig zu wissen, dass sich Hühnerei auch hinter den folgenden Begriffen verbergen kann:

  • Eiweißpulver
  • Volleipulver
  • Eiklar
  • Lysozym
  • Simplesse

Lysozym ist ein Enzym, das zum Teil aus Eiklar hergestellt wird. Es wird bei der Herstellung von Wein, Käse und Bier eingesetzt. Als Konservierungsstoff verlängert es die Haltbarkeit bestimmter Lebensmittel. Oft wird dies aber von Hühnereiallergikern vertragen. Simplesse ist ein Eiweißpräparat, das entweder aus Hühnerei oder Milchprotein hergestellt wird. Es wird als Fettersatzstoff eingesetzt. Durch die Lebensmittelinformationsverordnung von 2014 müssen die 14 Hauptallergene von den anderen Wörtern abgegrenzt werden, also fett, kursiv oder unterstrichen gedruckt. Somit hat der Allergiker mehr Sicherheit, ob eine Zutat wirklich ein Allergen darstellt oder nicht.

Allergie auf Hühnerei: Für wen ist verbackenes Ei verträglich?

Wie bereits erwähnt vertragen viele Hühnereiallergiker das Ei sobald es verbacken ist. Ausschlaggebend dafür ist, gegen welches Allergen genau der Hühnerei Allergiker allergisch ist. Besteht nur ein geringes spezifisches IgE gegen das Allergen Gal d 1, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass verbackenes Ei vertragen wird. Findet man beim Patienten jedoch ein hohes spezifisches IgE gegen Gal d 1 (Ovomucoid), kann dies wiederum ein hohes Risiko für systemische Reaktionen bedeuten, sowohl auf rohes als auch auf verbackenes Hühnerei.

Wann ist ein Ei verbacken?

Um die hitzelabilen Allergene des Hühnereis zu zerstören, reicht bloßes Erhitzen nicht aus. Als „verbacken“ gelten Produkte, die Ei enthalten, wie zum Beispiel Kuchen oder Muffins, erst dann, wenn sie die folgenden Kriterien erfüllen:

 

  • 1.        Muffins sollten 20 Minuten bei 180 Grad im Backofen gut durchgebacken werden.
  • 2.       Kuchen gilt- je nach Größe- als verbacken sobald er eine Stunde bei 180 Grad im Ofen gebacken wurde.

Einfach pauschalisieren kann man diese Aussagen aber nicht. Es sollte mit einer versierten Ernährungstherapeutin genau geklärt werden, welche Lebensmittel bei Hühnereiallergie gegessen oder ausprobiert werden dürfen.

Allergie auf Hühnerei: Kann sie von selbst verschwinden oder bleibt sie lebenslang?

Patienten sollten ihre Blutwerte regelmäßig kontrollieren lassen. Besonders bei Kindern besteht eine hohe Chance der Abheilung der Hühnereiallergie mit dem Alter und ein sinkender IgE Titer kann diese Vermutung bestätigen.

Gibt es eine medikamentöse Therapie bei einer Allergie auf Hühnerei?

Ein Medikament zur Behandlung der Allergie auf Hühnerei gibt es nicht, es sei denn es kommt zu einem allergischen Schock. Patienten, die zu schweren allergischen Reaktionen nach dem Verzehr von Hühnereiweiß neigen, sollten deshalb über ein Notfallset zur schnellen Behandlung verfügen. Dieses sollten sie stets bei sich tragen. Das Notfallset enthält einen Adrenalin-Autoinjektor, Kortison und ein Antihistaminikum. Zur sicheren Anwendung der Notfallmedikamente ist eine Anaphylaxie-Schulung nötig.

Hühnereiallergie: Ist eine Impfung möglich, auch gegen Corona?

Hierzu bezieht die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) in Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften Stellung. Für Patienten mit folgenden Erkrankungen aus dem allergischen Formenkreis gibt es keine Hinweise für ein erhöhtes Risiko - im Vergleich zur Normalbevölkerung - im Zusammenhang mit einer COVID-19-Impfung mit den zugelassenen Impfstoffen. Dies gilt unter anderem auch für die Nahrungsmittelallergie. Iinsbesondere für Hühnereiweißallergiker bestehen keine Probleme, da kein Hühnereiweiß im Biontech- oder Moderna-Impfstoff enthalten ist.

Quellen:

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Lisis Karine Vilar, Pedro Rocha Rolins Neto, Mariana Amorim Abdo, Marina Fernandes Almeida Cheik, Christiane Pereira E Silva Afonso, Gesmar Rodrigues Silva Segundo

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Baked egg tolerance: is it possible to predict? Lisis Karine Vilar et al. Published Sep. 2019

The Role of Baked Egg and Milk in the Diets of Allergic Children. Robinson et al. Published Nov. 2017

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