Urtikaria

An Urikaria leiden sehr viele Menschen im Laufe ihres Lebens. Sie kann plötlich auftreten und ebenso plötzlich wieder verschwinden. Was genau ist Urtikaria und was weiß man über die Ursachen? Wie zeigen sich die Symptome? Wie wird die Diagnose gestellt und welche Therapien gibt es?

 

 

Was ist Urtikaria?

Die Urtikaria, die auch als Nesselsucht oder Nesselfieber bezeichnet wird, ist eine Erkrankung der Haut.

„Bei der Hauterkrankung "Urtikaria" sagt der Name schon alles: "Urtica urens" lautet der lateinische Name für "Brennnessel" und lateinisch "urere" bedeutet "brennen". Ein Blick auf die deutsche Bezeichnung für die Erkrankung weist in die gleiche Richtung – Urtikaria wird auch oft "Nesselsucht" oder "Nesselfieber" genannt.“

Prof. Petra Staubach, Urtikaria und Angioödem: Symptome, Auslöser und Therapien

Die Urtikaria kann plötzlich auftreten, und genauso plötzlich, auch unbehandelt, wieder verschwinden. Es können bestimmte Hautareale oder auch die gesamte Haut des Körpers betroffen sein. Die Erkrankung ist so häufig, dass jeder Vierte im Laufe seines Lebens mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einmal davon betroffen wurde.

Was ist die Ursache von Urtikaria?

Im Gegensatz zur Neurodermitis besteht bei der Nesselsucht keine genetische Disposition. Das bedeutet, die Urtikaria ist keine Erbkrankheit.

Die Urtikaria kann im Zusammenhang mit einer Allergie, aber auch bei Infekten oder autoimmunen Mechanismen auftreten. Auch im Zusammenhang mit Unverträglichkeiten wie Histaminintoleranz oder ASS-Intoleranz kann eine Urtikaria auftreten.

Wiki Urtikaria oder Nesselsucht 

„Die Urtikaria kann ein Symptom einer Allergie z.B. Nahrungsmittelallergie sein, denn Schleimhaut und Haut reagieren gerne gemeinsam, da in beiden Organen Mastzellen vorhanden sind, die durch das Allergen gereizt werden. Es werden dann bestimmte Stoffe, wie z.B. Histamin, freigesetzt. Das Histamin führt dann zu Juckreiz und Quaddeln der Urtikaria oder auch zu Magen-Darm-Symptomen. Der Mechanismus ist immer der Gleiche. Wenn man eine Allergie hat wird man immer wieder diese Symptome bekommen, unabhängig von der Allergen-Dosis.

Allerdings ist die chronische Urtikaria ausgesprochen selten mit einer Allergie verbunden, denn wenn man ein Allergen als die Ursache der akuten Symptome erkannt hat, wird man es ja meiden. Die Patienten können hier auch oft sehr genau beschreiben, in welchem Zusammenhang die Symptome auftreten. Bei der chronischen Form der Urtikaria ist es so, dass oft auch Infekte, manchmal auch versteckte Infekte, bestehen. Auch Magenkeime wie der Helicobacter Pylori, Yersinien oder Autoimmunerkrankungen wie z.B. eine Schilddrüsenentzündung können die Ursachen einer Urtikaria sein. Der Helicobacter Pylori z.B. ist ein sehr häufiger Infekt, der oft selbst keine Beschwerden verursacht, aber wenn man ihn findet und behandelt, ist die Urtikaria nach drei bis vier Wochen verschwunden.

Eine weitere große Gruppe bei der chronischen Nesselsucht sind Patienten mit Intoleranzen oder auch Unverträglichkeiten. Patienten mit Nahrungsmittelintoleranzen reagieren mit den gleichen Symptomen wie bei einer Allergie, aber Intoleranzen sind keine Allergien, denn man kann keine Antikörper gegen relevante Allergene nachweisen. Diese Patienten reagieren häufig z.B. auf Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder zu viel Histamin in der Nahrung. Im Unterschied zur Allergie reagieren die Betroffenen bei Unverträglichkeiten nur dosisabhängig, d.h. nur wenn man zu viel isst oder zu viele Dinge isst, die zwar nicht einzeln, aber in der Summe zu viel des unverträglichen Stoffes ergeben, zeigen sich Symptome. Bei einer reinen Allergie reagiert der Patient immer auf das Allergen, ganz gleich, ob es sich um winzige oder große Mengen handelt.

Häufig reagieren die Betroffenen aber auch auf bestimmte Schmerzmittel-Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure oder ASS, Diclofenac und Iboprofen - wir nennen das Triggerfaktoren. Diese Wirkstoffe dürfen Patienten mit einer Urtikaria nicht einnehmen.“

Prof. Petra Staubach, Urtikaria und Angioödem: Symptome, Auslöser und Therapien

Welche Rolle spielt die Psyche bei Urtikaria?

Bei vielen chronischen Erkrankungen hat man Zusammenhänge zwischen dem Auftreten der Symptome und psychischen Faktoren beobachtet. Dies gilt auch für die Urtikaria.

„Bei den psychischen Triggerfaktoren der Urtikaria nimmt der Konflikt eine zentrale Rolle ein. Dabei gibt es unbewusste Konflikte, die oft aus der Kindheit herrühren. Kindheitstraumata aller Art werden häufig aktiv verdrängt und oft ist das auch gut so. Aber man kann nicht alles verdrängen und dann wäre es für den Betroffenen wichtig, dieses Kindheitstrauma aufzuarbeiten. […] Auch bewusste Konflikte können eine Urtikaria hervorrufen, zum Beispiel eine hohe Arbeitsbelastung. So kann durch die Verdichtung der Arbeit eine Stresssituation entstehen, die nicht mehr zu bewältigen ist. Genauso können bewusste Konflikte im Rahmen einer Beziehung auftreten, die dann auch zum Auslöser einer Urtikaria werden können und somit Triggerfaktoren darstellen.“

Dr. Christian Hentschel, Akute spontane/chronische spontane Urtikaria: Die Rolle der Psyche 

Wie zeigen sich die Symptome der Urtikaria?

Die Urtikaria bzw. Nesselsucht zeigt sich durch die folgenden Symptome:

  • Rote, leicht erhabene, entzündliche Quaddeln
  • Starker Juckreiz und ggf. auch Brennen, Schmerzen

Die Quaddeln können bei der Urtikaria eingegrenzt auf bestimme Hautzonen oder auch am gesamten Körper auftreten. Die Größe der Quaddeln reicht von Stecknadelkopfgröße bis zur Größe eines Handtellers und Hautveränderungen können auch zu größeren Flächen zusammenlaufen. Typischerweise ist ein Hautareal nie länger als 24 Stunden von Symptomen betroffen.

Bei der Nesselsucht treten die Quaddeln oft plötzlich auf und verschwinden nach einigen Stunden ebenso plötzlich wieder. Parallel zu den beschriebenen oberflächlichen Rötungen können auch tiefer gelegene ausgedehntere und immer wiederkehrende Schwellungen auftreten, man spricht dann von einem Angioödem.

Wiki Urtikaria oder Nesselsucht

Viele Patienten mit Urtikaria-ähnlichen Hautsymptomen haben eine lange Ärzte-Odyssee hinter sich. In manchen Fällen werden die Hautsymptome nicht als chronische spontane Urtikaria (CSU) erkannt. Manchmal werden aber auch Symptome als Urtikaria eingestuft, obwohl andere Erkrankungen die Ursache sind.

„Bei der Diagnose der chronischen spontanen Urtikaria sind zunächst drei Dinge wichtig, um eine optimale Versorgung des Patienten sicher zu stellen:

  1. Man muss ausschließen, dass es sich um eine andere Erkrankung handelt.
  2. Man muss untersuchen, ob schwere Entzündungen vorliegen.
  3. Man muss die Krankheitsaktivität messen.“

Prof. Marcus Maurer, Chronische spontane Urtikaria: Was ist wichtig bei Diagnose und Therapie? 

Welche Formen der Urtikaria gibt es?

Man unterscheidet zwischen der akuten und der chronischen Urtikaria. Bei der chronischen Urtikaria unterscheidet man wiederum zwischen der spontanen und der induzierbaren chronischen Urtikaria. Die Kriterien erläutert Prof. Marcus Maurer, Leiter des Allergie-Centrums-Charité Berlin.

Formen der chronischen induzierbaren Urtikaria:

Bei der chronischen induzierbaren Urtikaria werden die Quaddeln durch einen äußeren Reiz ausgelöst. Dies kann zum Beispiel ein Wärmereiz, ein Kältereiz oder ein Reiz durch Licht sein.

Wärmeurtikaria

Bei einer Wärmeurtikaria kommt es beim Kontakt der Haut mit Wärme zu Quaddeln und eventuell auch zu Angioödemen, das heißt Schwellungen.

Kälteurtikaria

Bei der Kälteurtikaria tritt beim Kontakt der Haut mit Kälte die gleiche Symptomatik auf.

„Das Gefährliche daran ist: Wenn die Symptomatik an großen Hautarealen auftritt, im Falle der Kälteurtikaria zum Beispiel beim Schwimmen in kaltem Wasser, oder bei der Wärmeurtikaria im heißen Whirlpool, kann es auch zu weiteren generellen Beschwerden kommen, bis hin zu einer lebensbedrohlichen Anaphylaxie, einem Schock.“

Prof. Marcus Maurer, Risiko: Kälteurtikaria – Wärmeurtikaria: Was sollte man wissen?

Lichturtikaria

Bei der selten vorkommenden Lichturtikaria, auch als solare Urtikaria bezeichnet, kann es innerhalb von wenigen Minuten nach dem Lichtkontakt zum Auftreten von juckenden flüchtigen Quaddeln, d.h. erhabenen Rötungen, kommen.

„Die Hautveränderungen bei der solaren Urtikaria kommen im belichteten Areal vor und sind durch UV-Licht und/oder sichtbares Licht bedingt. Bei starker Einstrahlung kann das Licht auch durch die Kleidung dringen und Beschwerden in eigentlich bedeckten Arealen auslösen.

Die einzelnen Quaddeln bestehen meist nur sehr kurz, etwa 15 Minuten bis drei Stunden und hinterlassen unauffällige Haut, treten aber bei weiterem Lichtkontakt an anderer Stelle erneut auf.

Betroffen sind meist Frauen im dritten bis vierten Lebensjahrzehnt. Viele haben ganzjährige Beschwerden, andere nur von Frühling bis Herbst. Durchschnittlich hält eine Lichturtikaria mehrere Jahre an und kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen.“

Prof. Bettina Wedi, Solare Urtikaria – Lichturtikaria: Symptome, Ursachen, Diagnose, Therapie

Weitere Formen der chronischen induzierbaren Urtikaria sind unter anderem die Urtikaria facticia, die Druckurtikaria und die Kontakturtikaria.

Urtikaria und Schwellungen bzw. Angioödeme

„In bestimmten Regionen des Körpers kann die Urtikaria auch eher das Aussehen von Schwellungen annehmen – man nennt dies dann Angioödem. Als Angioödem bezeichnet man tiefer gelegene Hautschwellungen, die vornehmlich im Gesicht oder am Handrücken oder Fußrücken auftreten, sowohl in Verbindung mit Quaddeln als auch ohne Quaddeln. Im Gesicht sind häufig Augen, Lippen oder aber auch Schleimhautbereiche betroffen, es kann z.B. Zungenschwellung oder zu einem Kloßgefühl im Hals bis hin zur Luftnot kommen. Diese Angioödeme können 1-2 Tage andauern.

Es gibt auch Angiödeme, die länger andauern, sie sind nicht-histaminvermittelt. Das klinische Bild ist meist nicht zu unterscheiden. Hier reagieren die Patienten nicht auf Histamin sondern auf Bradykinin. Dies ist ein Botenstoff, der erhöht vorkommt, den Organismus flutet und so zu den Schwellungen führt. Diese Menschen haben dann aber keine Urtikaria, sondern ausschließlich Angioödeme. Hier ist wichtig, zu wissen, dass die ansonsten übliche Behandlung mit Antihistaminika ohne Wirkung bleibt, da Histamin bei der Bradykinin-vermittelten Form der Urtikaria keine Rolle spielt. Als 3. Gruppe sind sogenannte idiopathische Angioödeme zu nennen, bei denen man bislang keine Ursachen oder die relevanten Botenstoffe kennt.“

Prof. Petra Staubach, Urtikaria und Angioödem: Symptome, Auslöser und Therapien 

Wie zeigt sich die Urtikaria beim Kind?

Bei Kindern können sich Nahrungsmittelallergien in Form von Hautsymptomen zeigen.

„Oft treten bei den Kindern Symptome an der Haut auf, zum Beispiel Quaddeln, die man auch als Urtikaria bezeichnet. Es kann auch zu Schwellungen kommen, zum Beispiel im Gesicht, die auch als Angioödeme bezeichnet werden. Typische Magen-Darm-Beschwerden bei der Kuhmilchallergie sind auch Bauchschmerzen, Durchfälle, Übelkeit und Erbrechen.“

Prof. Eckard Hamelmann, Kuhmilchallergie beim Kind: Bei unspezifischen Symptomen oft unerkannt!

Die Diagnose bei Urtikaria

Bei der Diagnose der chronischen spontanen Urtikaria sind zunächst drei Dinge wichtig, um eine optimale Versorgung des Patienten sicher zu stellen:

  1. Man muss ausschließen, dass es sich um eine andere Erkrankung handelt.
  2. Man muss untersuchen, ob schwere Entzündungen vorliegen.
  3. Man muss die Krankheitsaktivität messen.

Die einzigen Blutwerte, die in der Diagnostik bei chronischer spontaner Urtikaria relevant sind, sind die Entzündungsparameter BSG oder CRP und DiffBB. Damit wird ausgeschlossen, dass eine schwere entzündliche Grunderkrankung oder ein entzündliches Geschehen vorliegt, das ebenfalls Ursache von Urtikaria-ähnlichen Symptomen sein könnte.“

Dr. Marcus Maurer, Chronische spontane Urtikaria: Was ist wichtig bei Diagnose und Therapie?

Zur Diagnose einer Kälteurtikaria oder Wärmeurtikaria steht ein sogenannter Hautexpositionstest zur Verfügung.

Kälteurtikaria – Wärmeurtikaria: Neues Gerät zur Diagnostik entwickelt!

Wie unterscheidet sich Urtikaria von ähnlichen Erkrankungen?

Ähnliche Symptome wie bei der Urtikaria können auch bei anderen Erkrankungen auftreten. Die Unterschiede und welche Parameter dabei wichtig sind erläutert Prof. Marcus Maurer.

„Ähnliche Hautsymptome wie bei der chronischen spontanen Urtikaria können bei angeborenen oder erworbenen Autoinflammatorischen Syndromen auftreten. Typische Begleiterscheinungen sind hier Fieber, Gelenkschmerzen, Knochenschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl.

Auch bei der Urtikaria vaskulitis – einer völlig anderen Erkrankung - können Symptome auftreten, die der chronischen spontanen Urtikaria sehr ähnlich sind. Hier ist die Frage nach der Dauer des Auftretens der einzelnen Quaddeln essentiell. Halten die Quaddeln länger als 24 Stunden an, kann dies ein Hinweis auf eine Urtikaria vaskulitis sein, was durch eine Biopsie diagnostiziert werden kann. Wichtig ist: Bei all diesen Erkrankungen hilft die klassische Urtikaria Therapie nicht!

Angioödeme, wie sie bei vielen Patienten mit chronischer spontaner Urtikaria vorkommen, treten auch beim hereditären Angioödem, bei einem erworbenen C1 Inhibitormangel oder als Reaktion auf Arzneimittel wie z.B. auf ACE-Hemmer auf - ACE-Hemmer werden zur Blutdrucksenkung oder bei Herzinsuffizienz eingesetzt. Da die Symptome bei diesen Erkrankungen nicht histamin- sondern bradykinin-vermittelt sind, sind hier die klassischen Urtikaria Medikationen ebenfalls wirkungslos.

Außerdem kann man eine chronische induzierbare Urtikaria mit einer chronischen spontanen Urtikaria verwechseln. Bei der chronischen induzierbaren Urtikaria treten die Beschwerden ausschließlich und immer dann auf, wenn ein bestimmter Reiz vorhanden ist, also z.B. Kälte bei Kälteurtikaria.“

Prof. Marcus Maurer, Chronische spontane Urtikaria: Was ist wichtig bei Diagnose und Therapie? 

Wie sieht die Urtikariatherapie aus?

Eine Urtikara ist keine lebenslange Erkrankung, sie verschwindet von selbst. Allerdings ist nicht vorhersehbar, wann dies der Fall sein wird, die Erkrankung kann mehrere Jahre andauern. Bis dahin ist es das Ziel der Therapie einer Urtikaria, die Beschwerdefreiheit des Patienten zu erreichen.

Urtikariatherapie mit Antihistaminika

Die Symptome der akuten und chronischen Formen der Urtikaria behandelt man mit Antihistaminika der 2. Generation, auch als Antiallergika bezeichnet. Diese wirken zügig und werden in Form von Tabletten, Säften oder Spritzen verabreicht. Allerdings kann es bei der Urtikaria nötig sein, höhere Dosen als bei anderen Anwendungsbereichen einzusetzen. So benötigt man bei der Nesselsucht häufig 2 oder sogar 4 Tabletten über den Tag verteilt, um die Symptome zu unterdrücken.

Ist die Ursache bei der akuten Form der Urtikaria ein Infekt, sollte man diesen behandeln. Ist eine Intoleranz oder Allergie die Ursache, gilt es den unverträglichen Stoff bzw. das Allergen zu meiden. Sind die Ursachen der Urtikaria beseitigt, verschwindet auch die Urtikaria.

Grundsätzlich ist eine Behandlung mit Antihistaminika der 2. Generation der Goldstandard bei der Therapie der Urtikaria. Hier ist es wichtig, dass man ausschließlich Medikamente der zweiten Generation einsetzt, die im Gegensatz zu den älteren Präparaten nicht mehr bzw. weniger zu Müdigkeit führen.

Wiki Urtikaria oder Nesselsucht

Urtikariatherapie mit Leukotrienantagonisten

Eine weitere Therapiemöglichkeit ist der Einsatz von Leukotrienantagonisten, die man in Kombination mit den Antihistaminika einsetzen kann.

Bei Menschen, die schwerer betroffen sind und auf Antihistaminika nicht reagieren, kann man immunmodulierende Mittel wie z.B. Kortison einsetzen. Allerdings sollte man bezüglich Nebenwirkungen gut informiert sein und die Therapieoptionen nur kurzzeitig (unter 2 Wochen) einsetzen.

Wiki Urtikaria oder Nesselsucht

Urtikariatherapie mit Homöopathie

Zur Therapie von chronischer Urtikaria gibt es eine Reihe von Medikamenten, die schulmedizinisch anerkannt sind und auch vielen Patienten helfen. Es gibt aber auch immer wieder chronische Urtikaria-Patienten, die nicht auf diese Medikamente ansprechen. Dass auch die Homöopathie eine Behandlungsmöglichkeit für die chronische Urtikaria bereithält, wissen die Wenigsten. Mit Hilfe von Urtica, der Brennnessel, können manchen Patienten beschwerdefrei werden. Allerdings beruht diese Therapie nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern auf Beobachtungen und in den Urtikaria-Leitlinien ist sie deshalb nicht aufgeführt.

Dr. med. Christian Hentschel, Chronische Urtikaria homöopathisch behandeln: Wie kann die Brennnessel helfen?

Urtikariatherapie mit Biologike bzw. Anti-IgE

Biologika bzw. Anti-IgE werden mittlerweile bei vielen allergischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Asthma oder Neurodermitis, erfolgreich eingesetzt. Erste Studien haben gezeigt, dass der Einsatz von Anti-IgE auch bei Urtikaria erfolgreich sein könnte, allerdings sind Biologika zur Urtikariatherapie bislang noch nicht zugelassen.

Was Urtikaria-Patienten über die Therapie der chronisch induzierbaren Urtikaria wissen sollten erklärt PD Dr. Frank Siebenhaar:


 

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