freiknuspern.de

Fabienne Sophie Engel bloggt auf freiknuspern.de

Freiknuspern.de: Der Blog für anspruchsvolle Leckereien und mehr…

„Ich esse für mein Leben gerne, ja ich zelebriere es regelrecht und jetzt soll ich mich mit diesen Einschränkungen abfinden?“ – das dachte Fabienne Sophie Engel, als sie damit konfrontiert wurde, ihre Ernährung umzustellen. Einfach verzichten war also keine Option und so begann sie zu experimentieren und liebgewonnene Speisen „allergenfrei“ zu entwickeln. In ihrem Blog freiknuspern.de zeigt sie anderen, wie sie das macht, gibt Tipps, Erfahrungsberichte und mehr. Mit MeinAllergiePortal sprach sie darüber, was ihr wichtig ist.  

Frau Engel, „Freiknuspern“ ist ein relativ junger Blog, was war Ihre Motivation bei der Gründung?

Nun, die Motivation ist eigentlich aufgrund meiner eigenen Betroffenheit entstanden. Nachdem ich meine Ernährung grundlegend umstellen musste, stand ich vor völlig neuen Herausforderungen und konnte mit meinen altbewährten Rezepten nicht mehr viel anfangen. Also mussten neue, allergiefreie Rezepte her. Nach und nach sind viele Leckereien entstanden, die auch meinen allergiefreien Freunden und Familienmitgliedern zugesagt haben. Die Idee meine Rezepte auf meinem eigenen Blog mit anderen Betroffenen zu teilen, kam dann kurze Zeit später.

 

Zu welchen Themen bloggen Sie auf „Freiknuspern“ – gibt es etwas, worauf Sie ganz besonders Wert legen?

Neben den Rezepten möchte ich auch über meine eigenen Erfahrungen in diesem Bereich berichten und hilfreiche Tipps geben. Auf freiknuspern teile ich Rezepte, die mehrere Allergien ausschließen. Die Kategorien, in die ich meine Rezepte unterteile sind glutenfrei, laktosefrei, nussfrei, eifrei und zuckerfrei. Zusätzlich sind die Rezepte oftmals fructosearm, caseinfrei, sojafrei und histaminarm. Da ich unter anderem auch auf Feigen, Datteln und Sellerie allergisch bin, sind meine Kreationen natürlich auch frei von diesen Allergenen.

Die Rezepte sollen auch optisch ein Augenschmaus sein, dies ist, wie ich finde, besonders bei dem Thema Allergien sehr wichtig. Betroffene sind in den meisten Fällen ohnehin verunsichert oder „genervt“ von der Umstellung und dem eventuellen Verzicht. Daher lege ich sehr viel Wert auf eine schöne Servierweise und optisch ansprechende Fotos, um zu zeigen, dass „Allergikeressen“ wahnsinnig lecker, ausgewogen und kreativ sein kann. Schöne Fotos unterstreichen für mich den leckeren Geschmack, das Auge isst schließlich mit.


Wie würden Sie „Freiknuspern“ beschreiben?

Freiknuspern ist für mich ein Ort, an dem ich meinen kulinarischen Gelüsten freien Lauf lassen kann. Es bereitet mir wahnsinnig viel Freude, dass ich durch den Blog den Austausch mit anderen Betroffenen suchen kann und viel Freude und positives Feedback bezüglich meiner Rezepte erhalte.

Die entstehende Gemeinschaft ist hilfreich, motivierend und inspirierend für mich. Ich selbst lerne durch den Blog jeden Tag etwas dazu, auch über meine eigenen Unverträglichkeiten und Allergien. Gerade in diesem Bereich lernt man nie aus, wie ich finde. Freiknuspern vermittelt Spaß, Genuss und Gesundheit durch kreative und ausgefallene Rezepte und beschäftigt sich gleichzeitig mit der Ernsthaftigkeit und den Beschwerden, vor denen Betroffene oftmals stehen.

Mein Schwerpunkt liegt für mich auf der Kreation von süßen und herzhaften Rezepten. Dennoch sollen auch alltägliche Themen in Zukunft nicht zu kurz kommen. Mit hilfreichen Tipps, Erfahrungsberichten und Produktempfehlungen möchte ich eine Plattform gestalten, auf der ein Austausch von Gleichgesinnten über dieses relevante Thema stattfinden kann.

Was ist am schwierigsten beim allergenfreien Kochen und Backen und womit ersetzen Sie die jeweiligen allergenhaltigen Nahrungsmittel?

Für das allergenfreie Kochen und Backen braucht man so seine Tipps und Tricks, dann funktioniert das ganz wunderbar. Ich arbeite viel mit Flohsamenschalen, Xanthan, Chiasamen, Leinsamen und Erdmandeln. Besonders beim glutenfreien Backen kommen diese Produkte bei mir häufig zum Einsatz.

Um Weizen- oder andere glutenhaltige Lebensmittel zu ersetzen, bieten sich einige Alternativen an. Ich benutze besonders gerne Buchweizenmehl. Durch den leicht nussigen Geschmack verleiht es den Speisen einfach ein wunderbares Aroma. Buchweizenmehl alleine funktioniert allerdings in vielen Rezepten nicht. Zusätzlich braucht es meist ein Stärkemehl. Hierbei setze ich häufig auf Kartoffel, Tapioka oder Maisstärke.

Um Nüsse bzw. Schalenfrüchte zu ersetzen, verwende ich gerne Erdmandeln. Sie erinnern geschmacklich an Mandeln oder Haselnüsse und sind für Nussallergiker bestens geeignet, weil sie (anders als der Name es vermuten lässt) keine Nussallergene enthalten.

Um Eier zu ersetzen und gleichzeitig auch eine „glutenähnliche“ Klebewirkung zu erhalten, setze ich zum Beispiel auf Chiasamen oder Leinsamen. Das Thema ist sehr umfangreich und bietet wahnsinnig viele Möglichkeiten.

Ein gutes Grundwissen über diese Alternativen ist, wie ich finde, eine sehr gute Grundvoraussetzung für Erfolge in der „allergiefreien Küche“. Deshalb wird es innerhalb der nächsten Monate nach und nach ausführliche Informationen zu den einzelnen Allergien und Unverträglichkeiten sowie Alternativen, Ersatzprodukte und Tipps und Tricks auf meinem Blog geben.


Sie wagen sich auch an „Knuspereien“, die man normalerweise nicht selbst macht, z.B. Schokolade. Wie lange dauert es, bis man das hinbekommt?

pickup blog freiknuspernfreiknuspern's Rezepte für Allergiker: Pick-upDas geht oftmals schneller als man vielleicht denken würde. Je nach Umfang und Art der nachzumachenden „Knusperei“ stehen die Rezepte manchmal schon innerhalb eines Tages. Wenn ich nicht zufrieden mit dem Ergebnis bin, kann es auch schon mal einige Wochen dauern, in denen ich mich immer wieder daran versuche, die Rezeptur zu überarbeiten, eben solange, bis das Endergebnis dem Original nahekommt.

In meiner kleinen Reihe „Süßigkeiten nachgemacht – freiknuspern's Rezepte für Allergiker“ sind unter anderem bereits meine selbstgemachte Schokolade, Nippon, Pick-Up und Bounty entstanden. Nutella steht in den Startlöchern und eine lange Liste mit Wünschen und Anregungen meiner Leser sorgt dafür, dass diese Reihe auch in den nächsten Monaten immer wieder neue Rezepte hervorbringen wird.

Gerade für diejenigen, die ganz plötzlich von Allergien und Unverträglichkeiten übermannt werden und sich vielleicht letzte Woche noch genüsslich eine süße Leckerei aus dem Supermarkt gegönnt haben, finde ich diese Reihe sehr motivierend. Man bekommt nicht das Gefühl des Verzichtes und was wohl am Wichtigsten ist: Man kann die Zutaten selbst bestimmen und weiß genau was in dem Produkt enthalten ist.

Welches Rezept war besonders schwierig zu entwickeln?

Ich muss zugeben, dass ich mich nach wie vor am meisten mit glutenfreien Hefeteigen herumärgere. Ich bin einfach sehr anspruchsvoll, was einen guten Hefeteig und ein leckeres Brot angeht. Daher gibt es bisher nicht so viele hefehaltige Rezepte auf dem Blog, weil ich einfach vollends zufrieden mit einem Rezept sein möchte, bevor ich es veröffentliche. Aktuell werkle ich an einigen neuen hefehaltigen Rezepten, die im Laufe des Sommers nach und nach online gehen werden. Hierbei konzentriere ich mich im Moment auf Brote, Brötchen, Pizza, Flammkuchen, Hefezöpfe usw. Es wird also sehr lecker in nächster Zeit!

Frau Engel, herzlichen Dank für dieses Interview!

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