Beifuß-Allergie Symptome Diagnose Therapie

Prof. Hörmann zum Thema: Beifuß-Allergie: Symptome, Diagnose, Therapie!

Beifuß-Allergie: Symptome, Diagnose, Therapie

Nicht nur gegen die Pollen der Gräser, sondern auch gegen Kräuterpollen kann man eine Allergie entwickeln. Der Beifuß spielt dabei eine wichtige Rolle. MeinAllergiePortal sprach mit Prof. Dr. med. Karl Hörmann, Chief Medical Consultant International Patient Office CMC IPO, Consultant ENT, Plastic surgery, Allergology, Sleep medicine, Former Head & Chair Dept. of ORLHNS, University Medical Center Mannheim, über Symptome, Diagnose und Therapie der Beifuß-Allergie.

Herr Prof. Hörmann, wie häufig ist die Beifuß-Allergie und tritt sie in der Regel allein auf, oder zusammen mit anderen Allergien?

Die Beifußpollen sind von hoher allergener Bedeutung und stellen in Deutschland das häufigste Kräuterpollenallergen dar. Es besteht häufig eine Kreuzallergie zu Ambrosia, hier spricht man auch von einem Beifuß-Ambrosia-Komplex. D.h. dass Beifußallergiker sowohl auf Beifuß als auch auf Ambrosia reagieren. Es kommt somit sehr häufig zu einer Ko-Sensibilisierung. Seltener ist die Sensibilisierung auf nur ein Allergen, also nur Beifuß oder nur Ambrosia. Die Aeroallergene lassen sich anhand der klinischen Symptomatik nicht voneinander unterscheiden. Das orale Allergie-Syndrom existiert ebenfalls bei beiden Pollenarten, Beifuß und Ambrosia.


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In welchen Monaten kann es bei Beifuß-Allergikern zu Symptomen kommen?

Beifuß gehört zu den windbestäubenden Mittelblühern mit einer Blütezeit von Juli bis September, es kommt zu einem Spätsommerheuschnupfen. Die Blühperiode ist jedoch auch immer von den klimatischen Gegebenheiten abhängig, so dass der Beifuß auch schon im Mai Pollen abgeben kann, bis zum ersten Frost hin.

 

Wie zeigen sich die Symptome der Beifuß-Allergie?

Die Symptome entsprechen den gängigen Beschwerden einer Aeroallergen induzierten Pollinosis mit einer nasalen Komponente – d.h. laufende oder verstopfte Nase, Niesreiz, gereizte Augen begleitet von einem Brennen, Jucken und Tränen, was auch zu einer konjunktivalen Schwellung führen kann. Die oberen Atemwege können ebenfalls mitbetroffen sein, hierbei kommt es zu Husten, einer bronchialen Konstriktion, Atemnot, Brustschmerzen, nächtliche Beschwerden.

Nicht zu vergessen ist auch das durch Kreuzallergien bedingte orale Allergie-Syndrom, mit lokaler Reaktion der Mundschleimhäute nach Kontakt mit bestimmten Nahrungsmitteln. Hierbei kann es zu Kribbeln, Brennen, einer Schwellung von Lippen, Zunge, Mundschleimhaut aber auch des Rachens und der Luftröhre kommen, seltener zu Fernsymptomen wie Ausschlägen, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Blähungen oder Durchfall.

Diese typischen, allergischen Beschwerden führen zu einer starken Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens und somit der Lebensqualität. Hierbei zu nennen sind Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen mit einer einhergehenden Tagessymptomatik mit Müdigkeit oder einer erhöhten Einschlafneigung.

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