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DAIT 2026: Neues aus Forschung und Praxis bei den Düsseldorfer Allergie- und Immunologietagen!

Der neueste Stand zu Diagnostik, Therapie und neuen Studien in der Allergologie und klinischen Immunologie wurde den Teilnehmern der 19. Düsseldorfer Allergie- und Immunologietage am 20. und 21. März 2026 präsentiert. Der Fokus der interdisziplinären Fachkonferenz mit Fachausstellung lag auf praxisrelevanten Diagnostik- und Therapieempfehlungen und neuen Erkenntnissen aus der Forschung. MeinAllergiePortal war als Medienpartner vor Ort und berichtet über die neusten Erkenntnisse aus Allergologie und Immunologie.

Update Allergologie
DAIT 2026: Neues aus Forschung und Praxis bei den Düsseldorfer Allergie- und Immunologietagen!Bildquelle: DAIT

Autor: Sabine Jossé M.A.

Referenten: PD Dr. med. Petra ZieglmayerProf. Dr. med. Martin WagenmannDr. med. Nina DominasPD. Dr. med. Athanasios TsianakasDr. med. Daniela NeumayerDr. med. Mathias SulkProf. Dr. med. Eva M. J. PetersProf. Dr. med. Alex StraumannProf. Dr. med. Margitta Worm

Neurodermitis-Therapie wird immer individueller

Bei Neurodermitis war lange Zeit Kortison als Creme oder Tablette das Mittel der Wahl. Das hat sich geändert. Zwar wird Kortison in Form von Creme weiterhin zur topischen Behandlung der Läsionen genutzt, die orale Gabe von Kortison hat jedoch an Stellenwert verloren. Heute gibt es zahlreiche Therapien und Behandlungsstrategien, die auf das individuelle Krankheitsbild zugeschnitten sind. Wie PD. Dr. med. Athanasios Tsianakas, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Fachbereich Dermatologie, Fachklinik Bad Bentheim, erklärt, erzielt man mit monoklonalen Antikörpern, die sich gegen die Schlüsselzytokine IL-4 und IL-13 richten, erhebliche Behandlungserfolge. „Wirksame Substanzen, die z.B. alle zwei bis 4 Wochen per Spritze verabreicht werden, sind Dupilumab, Tralokinumab, Lebrikizumab und das gegen IL-31 gerichtete Nemolizumab“, so PD Tsianakas. Diese Subtanzen werden derzeit weiterentwickelt, so dass dann die Injektionen ggf. nur noch alle sechs Monate gegeben werden müssen. Eine zweite Therapiefamilie sind die Januskinase-Inhibitoren, kurz JAK-Inhibitoren. Die Substanzen Abrocitinib, Upadacitinib und Baricitinib sind hocheffektiv und stehen bereits in Tablettenform zur Verfügung. Geforscht wird ferner an der sogenannten OX40-Blockade, die die T-Zell-Aktivierung und damit Entzündungssignale unterdrücken und so die überschießende Immunantwort dämpfen. Mehrere Wirkstoffe befinden sich in fortgeschrittenen klinischen Phasen. 

Neurodermitis-Therapie im Wandel: Die Behandlung wird immer indvidueller!

Bei #Neurodermitis war lange Zeit #Kortison das Mittel der Wahl. Mittlerweile gibt es aber zahlreiche #Therapieoptionen, die die Behandlung individueller machen. Beim DAIT 2026 berichtet PD. Dr. med. ...

Psoriasis-Therapie mit Biologika – ein Gamechanger!

Psoriasis ist nicht nur eine Erkrankung der Haut, sondern eine Systemerkrankung. „Bei schwerer Psoriasis kommt es häufig auch zu einer Beteiligung der Gelenke und auch das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle ist erhöht“, berichtet Dr. med. Daniela Neumayer, Oberärztin an der Klinik für Dermatologie der Uniklinik Köln. Mittlerweile stehen zur Behandlung der Psoriasis Biologika zur Verfügung, die in der Lage sind, die Entzündung zu unterbinden, die der Psoriasis zugrunde liegt. Dies ist möglich, indem die für die Entzündung verantwortlichen Hauptmoleküle Interleukin-17 und Interleukin-23 blockiert werden. Zu den IL-17 Blockern gehören die Substanzen Secukinumab, Ixekizumab, Brodalumab und Bimekizumab. Gegen IL-23 richten sich Guselkumab, Risankizumab und Tildrakizumab. Die Psoriasis-Plaques werden durch diese Therapien deutlich reduziert oder verschwinden ganz, und gleichzeitig werden auch die Risiken für die Begleiterkrankungen gesenkt. 

Psoriasis gezielt behandeln: So helfen die neuen Biologika

Bei #Psoriasis hat sich viel getan. Es gibt eine große Zahl unterschiedlicher und sehr wirksamer #Therapien, die die Lebensqualität der Betroffenen deutlich erhöhen können. Dazu berichtet Dr. med. Dan...

Orale HAE-Therapien: Prophylaxe und Akuttherapie nur mit Tabletten!

Für Menschen, die an HAE erkrankt sind, eröffnen sich neue Therapiemöglichkeiten. Wie Dr. med. Nina Dominas, Oberärztin an der Hals-Nasen-Ohren-Klinik am Helios Klinikum Krefeld, erklärt, stehen nun sowohl für die Prophylaxe von HAE-Attacken als auch für die Akuttherapie Medikamente in Tablettenform zur Verfügung. Mit der Substanz Berotralstat, die täglich möglichst zur gleichen Zeit mit einer Mahlzeit eingenommen werden sollte, lassen sich HAE-Attacken verhindern. Im Akutfall hingegen, kann mit Sebetralstat, ebenfalls in Tablettenform, behandelt werden. „Früher musste man sich eine Spritze ins Fettgewebe oder intravenös in die Vene verabreichen“, erklärt Dr. Dominas, „für alle, die Angst vor Spritzen haben oder die Injektionen als unangenehm empfinden, gibt es jetzt eine gute Alternative.“ Wichtig zu wissen ist: Die Wirksamkeit der neuen oralen Therapien entspricht in etwa der Wirksamkeit der Therapien, die injiziert werden. „Deshalb ist es jetzt möglich, das HAE allein mit Tabletten zu therapieren“, so Dr. Dominas.

Orale HAE-Therapien: Prophylaxe und Akuttherapie nur mit Tabletten

Zur Therapie von #HAE stehen jetzt orale Therapien zur Verfügung. Dies gilt für die #Prophylaxe genauso wie für die #.Akuttherapie. Mehr dazu berichtet Dr. med. Nina Dominas, Oberärztin an der Hals-N...

HAE beim Kind: Klassische und neue Therapien

Wenn Kinder von HAE betroffen sind, zeigen sich die ersten Symptome meist innerhalb der ersten 10 Jahre. „Eine Besonderheit bei Kindern: Neben Schwellungen können auch Übelkeit, Bauchschmerzen oder Erbrechen auftreten“, berichtet Dr. med. Mathias Sulk, Facharzt für Dermatologie/Allergologie, Bereichsleitung Allergologie und Berufsdermatologie, Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Münster. Beim Hereditären Angioödem gibt es zur Behandlung von Kindern drei Therapiesäulen. Es gibt zum einen die Akuttherapie, die mittels Spritze subkutan oder intravenös gegeben wird. Kinder ab dem 12. Lebensjahr können auch mit einer Tablettentherapie behandelt werden. Zur Kurzzeitprophylaxe, die man zum Beispiel vor medizinischen Eingriffen einsetzen würde, um Schwellungen zu verhindern, würde man eine intravenöse Therapie durchführen. Und genauso sieht aktuell auch die Behandlung zur HAE-Langzeitprophylaxe bei Kindern aus. „Allerdings wird auch bei Kindern an oralen Therapeutika geforscht, so dass wir hier bald mit Alternativen rechnen dürfen“, so Dr. Sulk. 

HAE beim Kind: Klassische und neue Therpien

Welche Therapien stehen für #Kinder mit #HAE jetzt schon zur #Prophylaxe und #Akuttherapie zur Verfügung und woran wird geforscht? Darüber berichtet Dr. med. Mathias Sulk, Facharzt für Dermatologie/Al...

Urtikaria Es gibt neue Therapiekonzepte

Eine chronisch spontane Urtikaria wird in erster Linie mit Antihistaminika behandelt, bei Bedarf auch in höherer Dosierung. Lassen sich die Symptome so nicht ausreichend kontrollieren, stehen mit Omalizumab und Dupilumab Biologika zur Verfügung, die in regelmäßigen Abständen mit einer Spritze verabreicht werden. „Erwartet wird in den nächsten Monaten die Zulassung einer neuen Tablettentherapie, einem BTK-Inhibitor“, berichtet Dr. Sulk, „der Wirkstoff Remibrutinib wäre damit die erste orale Therapie, mit der man eine Urtikaria gut behandeln kann, insbesondere den Juckreiz“. 

Urtikaria: Es gibt neue Therapiekonzepte!

Welche Therapien stehen für #FürKinder mit #HAE jetzt schon zur #Prophylaxe und #Akuttherapie zur Verfügung und woran wird geforscht? Darüber berichtet Dr. med. Mathias Sulk, Facharzt für Dermatologie...

Wie stressig ist Stress für die Haut?

Bei chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis, Urtikaria, Vitiligo etc. findet man in Studien häufig einen Zusammenhang mit Stress. Das betont Prof. Dr. med. Eva M. J. Peters, Fachärztin für Dermatologie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Leitung Psychoneuroimmunologie Labor an der Psychosomatik der Justus-Liebig Universität Giessen (JLU). Dabei sorgt einerseits die Hauterkrankung selbst bei den Betroffenen für Stress. Andererseits wirkt sich Stress aber auch auf die Haut aus und kann die Therapie beeinträchtigen – die Symptome lassen sich dann nicht so gut kontrollieren. „Um eine ganzheitliche Behandlung zu gewährleisten, muss der Faktor Stress von Anfang an in die Diagnostik und Therapie mit einbezogen werden,“ betont Prof. Peters. Aber auch die Betroffenen selbst sollten ihre Stress-Risiken kennen. Dazu kann die Behandlung der Haut gehören, aber auch die Anforderungen, die ein gesunder Lebensstil an die Eigeninitiative stellt. Wichtig ist es, die ersten Anzeichen von Stress zu erkennen, noch bevor es zu negativen Auswirkungen kommt und wirksame Anti-Stress-Strategien zur Hand zu haben. „Das ist ein bisschen wie Fahrradfahren“, so Prof. Peters, „Fahrradfahren lernt man irgendwann im Leben und dann kann man das - Entspannung sollte man auch irgendwann im Leben einmal gelernt haben, egal ob das Atemübungen, Entspannungstechniken oder ein Hobby sind“. Geht es um komplizierter Konflikte, sollte man nicht zögern, professionelle Hilfe in Form einer Psychotherapie in Anspruch zu nehmen.

Neurodermitis, Psoriasis, Urtikaria, Vitiligo....? Wie triggert dann Stress die Haut?

Dass sich #Stress auch auf die Haut auswirkt, leuchtet ein. Viel zu wenig beachtet wird dies aber, wenn zudem noch #Hauterkrankungen bestehen. Wie Stress die Haut bei #Neurodermitis, #Psoriasis, #Urti...

 

Eosinophile Ösophagitis: Ursachen, Symptome, Diagnose, Therapie

Welche #Ursachen hat die #EoE und wie sehen die #Symptome aus? Wie die #Diagnose gestellt wird und was das #Ziel der #Therapie ist erklärt Prof. Dr. med. Alex Straumann, Facharzt für Gastroenterologie...

Eosinophile Oesophagitis: Kortison, Diät oder Urmilch?

Die Eosinophile Ösophagitis, kurz EoE, ist eine doppelt definierte Krankheit. Sie definiert sich zum einen durch die Symptome, die Beschwerden beim Schlucken geformter Speisen. Zum anderen ist die EoE auf pathologisch histologischer Ebene definiert durch das Infiltrat eosinophiler Granulozyten in die Schleimhaut der Speiseröhre. „Das Ziel einer EoE-Therapie muss deshalb sein, sowohl die Schluckbeschwerden deutlich zu minimieren als auch die Anzahl der Eosinophilen in der Ösophagusschleimhaut“, betont Prof. Dr. med. Alex Straumann, Facharzt für Gastroenterologie FMH, Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsspital Zürich. Möglich ist die dauerhafte Therapie der chronischen Entzündung der Speiseröhre mit lokalen Kortisonpräparaten. Diese werden nicht resorbiert, sondern wirken nur an der Schleimhaut der Speiseröhre. Zu den systemisch bedingten Kortison-Nebenwirkungen kommt es deshalb nicht. Es kann sich jedoch eine Pilzinfektion entwickeln, die entsprechend therapiert werden muss.

Auch eine therapeutische Diät ist möglich, wenn das auslösende Allergen feststeht. Die häufigsten Allergene bei der EoE sind die Proteine von Milch und Weizen. Es gibt aber auch andere Allergene bei der EoE und auch Reaktionen auf mehrere Allergene parallel sind möglich. Ermittelt wird das auslösende Allergen nicht durch die übliche Allergiediagnostik, sondern durch eine diagnostische Auslassdiät. Diese wird zur therapeutischen Diät, sobald der Allergietrigger ermittelt ist.

EoE-Therapie: Diät oder Medikamente? Was ist der Unterschied?

Man kann die #EoE mit einer speziellen #Diät oder mit #Medikamenten behandeln, aber was ist der Unterschied? Über Vorteile und Nachteile berichtet Prof. Dr. med. Alex Straumann, Facharzt für Gastroen...

Solange die Betroffenen ihre Speisen selbst zubereiten, ist ein Verzicht auf das relevante Allergen eine gute Lösung, die die Symptome auf allen Ebenen verschwinden lässt. Isst man auswärts, kann die Kortisontherapie zur Anwendung kommen. „Die beiden Therapieformen der EoE sind austauschbar“, so Prof. Straumann, „allerdings müssen beide dauerhaft durchgeführt werden, sonst kommen die Beschwerden wieder“.

Für manche der reinen Milchallergiker unter den EoE-Betroffenen gibt es eine weitere Alternative, die Urmilch oder A2-Milch. „Bei unseren Kühen hat irgendwann eine Punktmutation stattgefunden, bei der in einem relevanten Kasein der Kuhmilch Prolin durch Histidin ersetzt wurde“, erklärt Prof. Straumann. Die modernen Kühe geben also alle eine Histidin-haltige sogenannte A1-Milch. Um wieder eine Prolin-haltige Milch zu gewinnen, hat man die Tiere so lange zurückgekreuzt, bis sie wieder Prolin-haltige Milch gaben. „In einer Studie an EoE-Betroffenen mit nachgewiesener Milchprotein-Allergie konnten wir sehen, dass 2/3 der Untersuchten die Urmilch bzw. A2-Milch problemlos konsumieren konnten, ohne EoE-Symptome zu entwickeln. „Die Urmilch ist also für bestimmte EoE-Betroffene eine gute Lösung“, folgert Prof. Straumann.

Urmilch bei EoE: Warum Ist A2-Milch bei Eoe verträglich?

Für viele von #EoE Betroffene gibt es eine Milch, die sie trotz nachgewiesener Allergie auf Milchproteine vertragen können, die sogenannte #Urmilch oder #A2-Milch. Warum die A2-Milch besser vertragen ...

Probleme durch Antibiotika und Schmerzmittel: Nicht immer ist es eine Allergie!

Unverträglichkeitsreaktionen im Zusammenhang mit Arzneimitteln sind nicht selten. Oft ist das nach der Einnahme von Antibiotika der Fall, vor allen bei Penicillin. Wie PD Dr. med. Petra Zieglmayer, Fachärztin für Hals-Nasen-Ohren Heilkunde, Allergologin und Arbeitsmedizinerin in Wien und Dozentin an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften in Krems, berichtet, gilt es hier aber zwischen erwartbaren, pharmakologisch bedingten Reaktionen auf den Wirkstoff und einer allergischen Reaktion zu unterscheiden. So sind zum Beispiel Hautausschläge und Durchfälle im Zuge einer Antibiotikatherapie nichts Ungewöhnliches. Besteht dennoch der Verdacht einer Allergie, sollte eine gründliche Allergiediagnostik erfolgen, um die unverträgliche Substanz eindeutig zu identifizieren. „Da bei einer tatsächlichen Allergie auf den betreffenden Wirkstoff verzichtet werden muss, schränkt dies das ärztliche Handeln bei einer bestehenden Infektion sehr stark ein“ so PD Zieglmayer, „deshalb ist eine exakte Diagnose so wichtig“. 

Allergie auf Antibiotika: Wann hat man sie, wann nicht?

Wann hat man wirklich eine #Allergie auf #Antibiotika, wie wird die #Diagnose gestellt und warum ist es ein Risiko, voreilig auf bestimmte Präparate zu verzichten? Mehr dazu berichtet PD Dr. med. Petr...

Ähnlich ist es bei Schmerzmitteln. Auch hier kann es zu Beschwerden an der Haut wie Quaddeln oder Schwellungen, zu Kopfschmerzen und anderen Unverträglichkeitsreaktionen kommen. Auch diese gehören allerdings zum bekannten Nebenwirkungsspektrum. Kommt es in seltenen Fällen tatsächlich zu einer allergischen oder immunmediierten Reaktion, ist auch hier die diagnostische Abklärung die wichtigste Maßnahme. Dabei helfen möglichst präzise Angaben zu Art und Menge des Schmerzmittels und zu Art und zeitlicher Latenz der Reaktionen. „Ein Hinweis auf eine Allergie wäre zum Beispiel, wenn die Reaktionen reproduzierbar sind“, erklärt PD Zieglmayer.

Allergie auf Schmerzmittel: Wie häufig ist das und wie erfolgt die Diagnose?

Wann hat man wirklich eine #Allergie auf #Schmerzmittel und wie wird die #Diagnose gestellt? Mehr dazu berichtet PD Dr. med. Petra Zieglmayer, Fachärztin für Hals-Nasen-Ohren Heilkunde, Allergologin u...

Allergie auf Narkosemittel und Lokalanästhetika

Kommt es im Zuge einer Vollnarkose und den Tagen nach einem operativen Eingriff zu Unverträglichkeitsreaktionen, ist es oft nicht so einfach, die auslösende Substanz zu identifizieren. Der Grund: Im Zuge einer Operation und Narkose kommen oftmals viele verschiedene Medikamente zum Einsatz. „Man weiß also nicht genau, ob das Narkosemittel, das Schmerzmittel oder die Antibiotika Auslöser der Reaktionen waren“, berichtet PD Zieglmayer. Gerade deshalb ist eine möglichst schnelle Diagnose geboten. Zur diagnostischen Abklärung werden ebenfalls möglichst exakte Informationen zu den verabreichten Substanzen und der Symptomatik benötigt. Steht das auslösende Allergen fest, wird es in einem Allergiepass vermerkt, so dass es bei zukünftigen Behandlungen ersetzt werden kann. 

Allergie auf Narkosemittel: Wie sieht ein gründliche Diagnose aus?

Was tun, wenn man eine #allergische #Reaktion auf ein #Narkosemittel hatte? Wie wird der Auslöser ermittelt und wie sieht eine gründliche #Diagnose aus? Mehr dazu berichtet PD Dr. med. Petra Zieglmaye...

Neben OPs sind auch Zahnarzt-Behandlungen eine mögliche Quelle für problematische Reaktionen, meist auf die Lokalanästhesie. Typische Symptome sind Kreislaufreaktionen mit Blutdruckabfall, aber auch anderen Beschwerden. Oft liegen diese Kreislaufreaktionen daran, dass das Lokalanästhetikum in ein kleines Gefäß geraten ist. Nur nach einer nicht erklärbaren Reaktion sollte eine allergologische Abklärung erfolgen, damit für die nächsten Behandlungen beim Zahnarzt ein anderes Lokalanästhetikum gewählt werden kann, wenn tatsächlich eine Allergie vorliegt.

 

Allergische Reaktion beim Zahnarzt: Wann hat man eine Allergie auf Lokalanästhetika?

Was tun, wenn man eine #allergische #Reaktion beim #Zahnarzt hatte? Wann hat man eine #Allergie auf #Lokalanästhetika? Mehr dazu berichtet PD Dr. med. Petra Zieglmayer, Fachärztin für Hals-Nasen-Ohren...

 

Schwere allergische Rhinitis: Was hilft am besten?

Zur Behandlung der allergischen Rhinitis gibt es neue Erkenntnisse. „Untersuchungen haben gezeigt, dass bei den antiallergischen Nasensprays eine Fixkombination aus Azelastin und Fluticason die Symptome am wirksamsten kontrolliert“, berichtet Prof. Dr. med. Martin Wagenmann, Geschäftsführender Oberarzt, Leiter des Schwerpunkts Rhinologie, Allergologie und Endoskopische Schädelbasischirurgie und Leiter des Forschungslabors am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD), „systemische Steroide sollten zur Behandlung einer allergischen Rhinitis aber auf keinen Fall eingesetzt werden“. Für Patienten, bei denen auch eine allergiespezifische Immuntherapie (AIT) die Symptomlage nicht verbessern kann, könnte sich eine Biologika-Therapie anbieten. In Ländern wie Japan und Russland ist das auch bereits im klinischen Alltag angekommen, dort setzt man den bekannten IgE-Antikörper Omalizumab zur Therapie der schweren allergischen Rhinitis ein. Neu zugelassen zur Behandlung der allergischen Rhinitis ist das Biologikum Stapokibart, allerdings nur in China. Dabei handelt es sich um einen humanisierten monoklonalen Antikörper, der sich gegen IL4-Ra richtet. In einer doppelblinden randomisierten Phase-III-Studie an Erwachsenen mit moderater bis schwerer saisonaler allergischer Rhinitis zeigte sich bei Stapokibart, das zusätzlich zu intranasalem Mometason und Loratidin eingesetzt wurde, eine signifikant reduzierte Symptomatik. Die unterschiedliche Wirksamkeit der unterschiedlichen AR-Therapien wurde mit einer vergleichende Netzwerk-Metaanalyse untersucht. „In Bezug auf die nasalen Symptome hat sich gezeigt, dass die Biologikatherapien Anti-IgE und Anti-IL4-Ra die stärkste Wirksamkeit haben, gefolgt von AIT und der Fixkombination aus Azelastin und Fluticason“, so Prof. Wagenmann. Bei der Augensymptomatik war das Kombipräparat am wirksamsten. „Diese Studienergebnisse weisen darauf hin, dass der Einsatz von Biologika zur Behandlung der allergischen Rhinitis auch hierzulande sinnvoll sein könnte, zumindest für schwer Betroffene“, betont Prof. Wagenmann.     

Therapie bei Nasenpolypen: Welches Biologikum hilft am besten?

Die Basistherapie bei der chronischen Rhinosinusitis mit Nasenpolypen besteht in der Gabe von Kortison-haltigen Nasentropfensprays und Nasenspülungen. Dabei sollte diese Therapie mindestens drei Monate lang konsequent durchgeführt werden, bevor der nächste Therapieschritt erfolgt, und auch dann begleitend aufrechterhalten werden. Bleibt die Symptomatik dauerhaft bestehen, kann eine Operation erwogen werden. Allerdings kommt es im Anschluß häufig zu erneuter Polypenbildung. Nach erfolgloser OP ist eine Biologika-Therapie möglich, in bestimmten Fällen auch sofort. Dafür stehen mit Dupilumab, Omalizumab, Mepolizumab, Tezepelumab und Depemokimab fünf Substanzen zur Verfügung. „In vergleichenden Studien zeigten Dupilumab und Tezepelumab eine besonders hohe Wirksamkeit“, berichtet Prof. Wagenmann.       

Anaphylaxie auf Nahrungsmittel: Es gibt neue Allergene

Bei den Anaphylaxien auf Nahrungsmittel überwiegen bei den Kindern die Reaktionen auf auf Erdnuss. Neu ist, dass es bei Kindern mittlerweile auch durch Cashew und Mandeln vermehrt zu Anaphylaxien kommt. „Wenn Erwachsene auf Nahrungsmittel mit Anaphylaxien reagieren, ist häufiger der Weizen die Ursache, aber zunehmend auch Krustentiere und Schalentiere“, erklärt Prof. Dr. med. Margitta Worm, Leitung Abteilung Allergologie und Immunologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, „hier spielen aktuelle Ernährungstrends eine wichtige Rolle“. Zudem gibt es Faktoren, die die anaphylaktische Reaktion begünstigen können. So kommt es zum Beispiel bei den Erwachsenen nicht selten nur durch Aufnahme größerer Allergenmengen in Kombination mit Kofaktoren zum Beispiel Alkoholgenuss oder körperlicher Anstrengung zu anaphylaktischen Reaktionen. Schwere allergische Reaktionen gekennzeichnet durch Atemwegs- oder Herzkreislaufsymptomen neben Hautausschlag oder ein anaphylaktischer Schock sollen unverzüglich durch Anwendung eines Adrenalin-Autoinjektors (AAI) als erste Maßnahme, noch vor den anderen im Notfallset enthaltenen Medikamenten, behandelt werden. „Wichtig ist, dass die Eigen-Anwendung des AAI regelmäßig geübt wird“, betont Prof. Worm. Deshalb sollte immer das gleiche AAI-Modell verwendet werden. Ein Produktwechsel birgt das Risiko, dass die Handhabung im Notfall nicht optimal gelingt. Seit neustem gibt es, alternativ zum Adrenalin-Autoinjektor, ein Adrenalin-Nasenspray. „Allerdings ist der systemische Anstieg des Adrenalins im Blut im Vergleich zur intramuskulären Gabe etwas zeitverzögert“, so Prof. Worm, „daher ist diese Form der Adrenalingabe vor allem bei Nahrungsmittelallergien interessant, da das Zeitfenster zwischen Allergenkontakt und Reaktion zumeist größer ist“.

Anaphylaxie durch Cashew und Mandeln: Die Zahlen steigen

#Cashew #Mandeln gehören zu den neuen #Allergenen, die eine #Anaphylaxie auslösen können. Was das mit dem Lebensstil zu tun hat erklärt Prof. Dr. med. Margitta Worm, Leitung Abteilung Allergologie und...

Anaphylaxie durch Krustentiere und Schalentiere: Häufigkeit, Risiken, Kofaktoren

Die #Anaphylaxien, die durch #Krustentiere oder #Schalentiere ausgelöst werden, nehmen zu. Warum das so ist und welche #Kofaktoren begünstigend wirken erklärt Prof. Dr. med. Margitta Worm, Leitung Abt...

Biphasische Reakion bei Anaphylaxie: Was ist das?

Nach einer #anaphylaktischen Reaktion ist es manchmal noch nicht vorbei. Es kann zu einer zweiten #Anaphylaxie kommen. Mehr zur #biphasischen Reaktion erklärt Prof. Dr. med. Margitta Worm, Leitung Ab...

Wichtiger Hinweis

Unsere Beiträge beinhalten lediglich allgemeine Informationen und Hinweise. Sie dienen nicht der Selbstdiagnose, Selbstbehandlung oder Selbstmedikation und ersetzen nicht den Arztbesuch. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

16. April 2026
Autor: S.Jossé

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