SHG March Neurodermitis Psoriasiskranke

Marina Jörger, Gründerin der SHG in March für Neurodermitis – und Psoriasiskranke!

SHG in March für Neurodermitis – und Psoriasiskranke

Als Marina Jörger im Jahr 2007 die Selbsthilfegruppe in March für Neurodermitis – und Psoriasiskranke gründete, hatte sie einen langen Leidensweg hinter sich. Ihre Lebensqualität wurde jedoch nicht nur von den Symptomen der Neurodermitis beeinträchtigt, sondern auch durch das Gefühl, mit der Erkrankung allein zu sein. Ein zentrales Anliegen der SHG in March für Neurodermitis – und Psoriasiskranke ist es deshalb, den Mitgliedern beizustehen. MeinAllergiePortal sprach mit Marina Jörger darüber, wie das konkret aussieht.

Frau Jörger, Sie haben die Selbsthilfegruppe in March für Neurodermitis – und – Psoriasiskranke gegründet, um andere Betroffene zu unterstützen. Warum ist Unterstützung so wichtig?

Viele Angehörige von Betroffenen können nicht verstehen, dass Menschen mit Neurodermitis oder Psoriasis unter einem extremen Juckreiz leiden und sich permanent kratzen müssen, bzw. nicht alles essen können!
Darum reagieren die Angehörigen oder Freunden oft mit Aussagen wie:

“Hör‘ auf Dich zu kratzen!“

„Wie siehst Du denn wieder aus!“

„Das ist ein Schneicker!“ (d.h. „sehr wählerisch beim Essen“)

„Das sieht nicht gut aus!“

„Geh mal zum Arzt!“

Viele Angehörige verstehen nicht, dass die Neurodermitis viele Gesichter hat und der Betroffene eher Halt und Zuneigung braucht, als „gute Ratschläge“ und Vorwürfe.

Für den Betroffenen wäre es in dieser Situation besser einen Tipp zu bekommen, wie er den Juckreiz stillen kann. Auch Verständnis und Trost wären willkommen, so dass der Betroffene das Gefühl hat, sein Problem wird ernst genommen.

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Die Selbsthilfegruppe in March für Neurodermitis – und Psoriasiskranke gibt also Tipps und Unterstützung…

Ich konnte aus den SHG-Treffen und aus meiner eigenen Behandlung viele Tipps mitnehmen und somit auch viel besser mit meiner Situation umgehen. In dieser Zeit habe ich gelernt, meine Krankheit besser zu verstehen und konnte dadurch auch Gewohnheiten umstellen. Erst als ich meinem Umfeld meine Krankheit besser erklären konnte und man gesehen hat, dass sich meine Krankheit zum Positiven veränderte, kam es nicht mehr zu den erwähnten Aussagen, und heute werde ich mit ganz anderen Augen gesehen.

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Das gegenseitige Mutmachen spielt eine große Rolle bei Ihren Gruppentreffen, wie sieht das konkret aus?

Wenn man weiß, man steht mit dem Hautproblem nicht alleine da, gibt einem dies Kraft, nach dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark!“

Aus den Geschichten, die die Betroffenen in den Treffen erzählen, bekommt man den einen oder anderen wertvollen Tipp. Erfolgsgeschichten von Betroffenen machen Mut, weiterzugehen und sich seinem Problem zu stellen.
Unsere Referenten wiederum zeigen neue Möglichkeiten zur Behandlung der Symptome auf. Alles Neue ermutigt die Menschen, wieder nach vorne zu schauen.

Ich versuche den Teilnehmern in den Treffen zu vermitteln, dass man Geduld und Ausdauer braucht. Nicht immer führt gleich die erste Veränderung zum Erfolg. Es braucht Mut, neue Schritte zu tun und Veränderungen zuzulassen!

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