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Neurodermitis Kinder Jugendliche

Dr. med. Doris Staab erklärt, was bei schwere Neurodermitis bei Kindern und Jugendlichen zu tun ist!

Schwere Neurodermitis bei Kindern und Jugendlichen: Was tun?

Neurodermitis wird oft als temporäre Kinderkrankheit gesehen, aber nicht immer ist das so. Zum einen gibt es auch Kinder, die unter einer schweren Neurodermitis leiden, zum anderen behalten manche Kinder die Erkrankung auch im Jugendalter. Wann spricht man von einer schweren Neurodermitis? Welche Rolle spielen Superinfektionen? Welche Therapien sind möglich? MeinAllergiePortal sprach mit Privatdozentin Dr. med. Doris Staab Leitende Oberärztin, Leiterin der Sektion Cystische Fibrose (Kinder), Zusatzbezeichnung Pneumologie und Allergologie an der Charité Universitätsmedizin Berlin.

Frau Privatdozentin Staab, wie häufig ist eine schwere Neurodermitis bei Kindern?

Grundsätzlich ist Neurodermitis bei Kindern eine häufige Erkrankung – bis zu 30 Prozent sind zu irgendeinem Zeitpunkt im Leben betroffen. Die schwere Neurodermitis ist sehr selten.

Wann spricht man bei Kindern von einer schweren Neurodermitis?

Von einer schweren Neurodermitis spricht man, wenn die Symptome mit den üblichen topischen Maßnahmen, das heißt mit der Behandlung der Haut durch eine wirkstofffreie Basispflege und topischem Kortison nicht ausreichend zu kontrollieren sind.

Außerdem gilt es als schwere Form der Neurodermitis, wenn schwere Läsionen auftreten, dann kommt es zu offenen, nässenden Wunden. Auch häufige Superinfektionen durch das Bakterium Staphylococcus aureus sind ein Zeichen für eine schwere Neurodermitis.

Zur Definition der Schweregrade bei Neurodermitis nutzt man den sogenannten SCORAD-Index (Scoring Atopic Dermatitis Index). Ein SCORAD-Index-Wert über 50 gilt als schwere Neurodermitis.

Das heißt die Superinfektion verstärkt die Läsionen?

Bei Kindern kommt es häufiger als bei Erwachsenen vor, dass es durch eine Superinfektion mit Staphylococcus aureus zu extrem starken Exazerbationen kommt. Behandelt man diese erfolgreich, gehen die Exazerbationen aber auch wieder zurück bzw. sie werden deutlich besser. Schwere chronische Ekzeme, so wie sie bei Erwachsenen auftreten, sieht man Kindern deutlich weniger.

Gibt es Risiken für eine schwere Neurodermitis beim Kind?

Man geht davon aus, dass diejenigen Kinder eine schwere Neurodermitis entwickeln, die einen besonders schweren Barrieredefekt haben. Auch eine starke atopische Belastung in der Familie könnte sich begünstigend auf die Entstehung einer schweren atopischen Dermatitis auswirken.

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Gibt es typische Komorbiditäten?

Eine schwere atopische Dermatitis begünstigt den allergischen Marsch. Das bedeutet, aufgrund der Barrierestörung der Haut kommt es eher zu einer Sensibilisierung gegenüber Umweltallergenen. Wir gehen davon aus, dass sich weitere Allergien über die Haut entwickeln. Dazu gehören zum Beispiel Hausstaubmilbenallergienallergien, Tierhaarallergien oder auch Nahrungsmittelallergienallergien. Man kann das als Folge der Barrierestörung der Haut bezeichnen.

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