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Neurodermitis Schminken Make-up

Bei Neurodermitis muss auf Make-up nicht verzichtet werden! Bildquelle: Pixabay kaboompics

Schminken & Make-up bei Neurodermitis: Passt das zusammen?

Kann man sich bei Neurodermitis schminken? Und wenn ja, welches Make-up ist das beste für Neurodermitiker? Wie wichtig diese Fragen für viele vom atopischen Ekzem Betroffene sind, wird von Ärzten oft unterschätzt. Dabei ist es durchaus möglich, mit der richtigen Kosmetik etwas Farbe ins Gesicht zu bringen. Hier kommen die besten Make-up Tipps bei Neurodermitis.

Autor: Dr. med. Susanne Meinrenken

Kann man sich trotz Neurodermitis schminken?

Bei der chronisch entzündlichen Hauterkrankung Neurodermitis ist oft das Gesicht betroffen. Dabei ist insbesondere die Haut der Augenpartie und im Bereich um den Mund herum sehr trocken und empfindlich, was das Schminken erheblich erschwert. Hinzu kommt, dass handelsübliche Produkte bei Neurodermitis nicht immer vertragen werden. Generell ist es aber auch für Menschen mit Neurodermitis bzw. atopischer Dermatitis möglich, sich zu schminken.

Man sollte allerdings drei Dinge beachten:

1. Die erste Frage lautet: Wie ist der aktuelle Hautzustand? Hat man ein gerade ein akutes Ekzem, das gerötet ist, nässt und stark juckt, sollte man sich grundsätzlich nicht schminken. Ist die Haut hingegen gerade in einer ruhigen Phase, also nicht gereizt, kann man sich durchaus schminken. Wichtig ist dabei aber, die Haut mit Kosmetika nicht zusätzlich zu irritieren.

2. Die zweite wichtige Frage ist: Welche Produkte nimmt man? Hier gibt es gut verträgliche und weniger gut verträgliche Produkte.

3. Und die dritte Frage bezieht sich darauf, an welchen Stellen im Gesicht sich das Hautekzem befindet: Die Wangen sind hier zum Beispiel grundsätzlich nicht so empfindlich wie die Augenpartie. Allerdings ist bei Neurodermitis gerade die Haut im Bereich der Augen oft betroffen. Hinzu kommt, dass Augenlider und auch die Haut um die Augen herum bei allen Menschen recht sensibel ist, weil die Haut hier sehr dünn ist. In den Schminkprodukten für die Augenpartie, wie zum Beispiel Lidschatten und Mascara, sind darüber hinaus auch oft allergieauslösende Substanzen, also Allergene, enthalten.

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Neurodermitis und Schminken: Vorsicht bei stark gereizter Haut

Trotzdem kann man bei Neurodermitis Kosmetika für die Augen, die Lippen, das gesamte Gesicht einschließlich Make-up benutzen. Allerdings muss man das richtige Produkt wählen und einige Empfehlungen beachten. Besonders wichtig ist: Schminken sollte man sich am besten nur an Stellen, an denen die Haut gerade nicht gereizt ist. Ist sie sehr gerötet, trocken und rissig oder nässt, dann besteht ein akuter Schub eines Neurodermitis-Ekzems. An erster Stelle steht dann eine wirksame Basispflege. Kosmetika zum Schminken stören dann meist.

Wie kann man Neurodermitis-Ekzeme im Gesicht behandeln?

Typisch für eine Neurodermitis bzw. ein atopisches Ekzem ist es, dass die Hautsymptome nicht immer gleich stark ausgeprägt sind. Es gibt Phasen, in denen die Haut kaum gerötet ist oder juckt. Aber immer wieder kommt es zu aufflammenden Entzündungen: die Haut rötet sich, wird rau, nässt oft sogar und juckt häufig. Zu einer wirksamen Neurodermitis-Therapie gehört es, solche entzündeten Hautbereiche mit entzündungshemmenden Wirkstoffen zu behandeln. Am Körper ist dies mit Kortisoncremes möglich, an der Gesichtshaut sollte man Kortison nicht länger als wenige Tage am Stück anwenden. Insbesondere im Bereich der Augen sollte man zudem ganz andere entzündungshemmende Präparate nutzen. Hier ist die Haut besonders dünn und Kortison kann diese Hautpartien eher schädigen.

Hautekzem - Neurodermitis im Gesicht: Kann man vorbeugen?

Sobald nach einer wirksamen Therapie die akute Entzündung der Haut abgeklungen ist, ist es hilfreich, nicht abrupt mit der Kortisontherapie aufzuhören. Besser ist es, die betroffenen Hautpartien noch einige Zeit lang weiter einzucremen, aber weniger häufig als zuvor. Sinnvoll ist es, dann etwa zweimal pro Woche mit Kortison zu cremen. Auf diese Weise ist es möglich, Schübe von vornherein zu verhindern. Dann ist auch wieder tägliches Schminken möglich. Die spezielle Basispflege für die trockene Haut bei Neurodermitis sollte man am besten kontinuierlich täglich nutzen.

Welche Alternativen zu Kortison gibt es bei Neurodermitis im Gesicht?

Wie gesagt wendet man Kortison im Gesicht weniger gerne an, insbesondere nicht im Augenbereich. Kortison macht die Haut mit der Zeit dünn und führt nach längerem Einsatz oft dazu, dass die Haut nach Absetzen der Creme sofort wieder gereizt ist; die Haut ist dann sozusagen abhängig von Kortison.

Es gibt aber andere entzündungshemmende Medikamente: Gute Alternativen zu Kortison sind sogenannte topische Calcineurininhibitoren, wie die Wirkstoffe Pimecrolimus und Tacrolimus. Diese Neurodermitis-Cremes eignen sich insbesondere für die Augenlider sehr gut. Dabei handelt es sich um verschreibungspflichtige Präparate, die Teil einer Therapie sind, die je nach Schweregrad der Neurodermitis direkt auf die Haut aufgetragen wird.

Was kann man bei nässender Neurodermitis tun, darf man sich dann gar nicht schminken?

Wenn die Haut bei Neurodermitis nässt, bedeutet das, dass eine sehr starke Entzündung vorliegt. Darum sollte die betroffene Haut von allen unnötigen Reizstoffen verschont bleiben, also auch von Kosmetika. Es geht dann darum, mit passenden Therapeutika diesen Entzündungsschub möglichst schnell zu beenden und die Haut ansonsten in Ruhe zu lassen.

Wie kann man sich bei Neurodermitis schminken, wenn keine Ekzeme da sind und die Haut eine ruhige Phase hat?

Generell ist eine gute regelmäßige Basispflege besonders für die Neurodermitiker sehr wichtig, die sich schminken möchten. Dazu gehört in erster Linie eine Feuchtigkeitscreme als Grundlage für das Make-up. Auch für die Lippen sollte zuerst eine feuchtigkeitsspendende Lippenpflege als Unterlage für den Lippenstift aufgetragen werden. Bei manchen Neurodermitis-Patienten sind vor allem die Augen betroffen; auch für den Augenbereich gibt es sehr pflegende Produkte für empfindliche Haut.

Diese Basispflege sollte man am besten immer leicht auftupfen. Ist die Haut nicht entzündet, kann man Kosmetika anschließend gut verwenden.

Wie muss die Basispflege bei Neurodermitis aussehen, wenn man Make-up benutzen will?

Die Basispflege bei Neurodermitis sollte sehr viel Feuchtigkeit spenden und die Hautbarriere stärken, damit die Kosmetikprodukte die Haut nicht austrocknen können.

Die Basispflege für Neurodermitiker sollte:

  • feuchtigkeitsspendend sein
  • Feuchthaltestoffe wie zum Beispiel Glyzerin enthalten, oder
  • Ceramide, das heißt körpereigene Bausteine der Hautbarriere, enthalten.

Urea-haltige Produkte, denen also Harnstoff zugesetzt ist, werden von sehr empfindlichen Menschen im Gesichtsbereich unter Umständen nicht vertragen. Grundsätzlich bindet Harnstoff jedoch Feuchtigkeit in der Haut und ist daher für viele Menschen mit Neurodermitis vor allem am Körper hilfreich.

Öle sind zur Basispflege bei Neurodermitis eher nicht geeignet.

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Neurodermitis: Vorsicht vor Allergenen in Kosmetika

Zu beachten ist: Bei Neurodermitis liegt eine Barrierestörung der Haut vor. Diese Barrierestörung ist immer vorhanden, auch wenn die Haut gerade nicht entzündet ist. Das bedeutet, dass die bei Gesunden sehr dichten Hautschichten bei Neurodermitis etwas durchlässiger sind. So verliert die Haut zum einen mehr Flüssigkeit nach außen. Zum anderen können Substanzen von außen leichter in die Haut und den Körper eindringen. Auch alle allergieauslösenden Stoffe aus Kosmetika dringen deshalb leichter in die Haut ein. Deshalb führen diese potenziellen Allergene eher als bei anderen Menschen dazu, dass der Körper irgendwann allergisch darauf reagiert. In Studien konnte man nachweisen, dass Allergene in Kosmetika, wie beispielsweise Duftstoffe, bei Neurodermitikern häufiger Allergien auslösen als bei anderen Menschen. Deshalb ist es ausgesprochen wichtig, die richtigen Produkte zu benutzen. Es besteht sonst die Gefahr, sich durch die Kosmetika zusätzlich zu der Neurodermitis noch eine Kontaktallergie auf Kosmetika-Inhaltsstoffe zuzuziehen.

Welche Kosmetika sollte man bei Neurodermitis eher gar nicht verwenden?

Wenn man täglich einen austrocknenden Puder nutzt oder einen lang haftenden und sehr stark austrocknenden 24-Stunden-Lippenstift, kann dies die Neurodermitis-Symptome verstärken. Denn dadurch wird der sowieso schon trockenen Haut noch mehr Feuchtigkeit entzogen. Aufpassen sollte man auch bei Produkten auf pflanzlicher Basis, denn diese können aufgrund der Hautbarrierestörung leicht auch Allergien auslösen. Das gilt zum Beispiel auch für Cremes oder Lippenpflege, die Extrakte aus Korbblütlern wie beispielsweise Arnika oder Ringelblume enthalten. Ist bereits eine Allergie auf bestimmte Zusatzstoffe in Kosmetika bekannt, sollte man natürlich bei jedem Produkt prüfen, ob es diese Substanz enthält, bevor man es nutzt.

Welches Make-up ist das beste für Neurodermitiker? Worauf sollte man achten?

Welches Make-up bei Neurodermitis das richtige ist, lässt sich nicht so einfach sagen. Generell ist jedoch ein feuchtigkeitsspendendes Creme-Make-up sicher besser verträglich als ein Puder, der eher austrocknet.

Welche Schmink-Tipps gibt es bei Neurodermitis für das Augen Make-up, wie Lidschatten, Eyeliner oder Mascara?

Die Auswahl der richtigen Produkte ist beim Augen Make-up, Lidschatten, Eyeliner oder Mascara bzw. Wimperntusche entscheidend: Neurodermitiker sollten Kosmetikprodukte bevorzugen, die frei von Duftstoffen, pflanzlichen Inhaltsstoffen und Konservierungsstoffen sind. Oft sind eher Produkte aus der Apotheke frei von Duft- oder Konservierungsstoffen also solche aus Drogerien. Genauere Informationen wird man aber vom behandelnden Allergologen erhalten können.

Gibt es Erfahrungen mit Inhaltsstoffen von Kosmetikprodukten für Menschen mit Neurodermitis?

Bei der dekorativen Kosmetik ist zum Beispiel ein Lidschatten auf Mineralbasis besser verträglich als andere Produkte. Wenn man das richtige Produkt nutzt und das Augenlid gerade entzündungsfrei ist, ist auch ein Kajalstift für Neurodermitiker verwendbar. Ist das Augenlid gerade entzündet, sollte man solche Produkte natürlich auf keinen Fall verwenden.

Manche Mascaras enthalten beispielsweise Kolophonium, ein Baumharz, das als Kontaktallergen bekannt ist. Man kann sich also durch die Nutzung des falschen Produkts auf Kolophonium sensibilisieren, sodass die Gefahr einer späteren Allergie steigt. Neurodermitiker sollten deshalb Produkte nicht verwenden, die Substanzen beinhalten, die allgemein als potenziell allergieauslösend gelten (Allergene).

Welche Haarpflegeprodukte wie Shampoos, Pflegespülung, Haarfärbemittel, Haarfestiger, Haargels Haarspray etc. sind bei Neurodermitis geeignet?

Zwar werden die Haare nicht "geschminkt", aber auch hier gibt es ja diverse Hilfsmittel, die der Verschönerung dienen. Für Shampoos und andere Haarpflegeprodukte gilt daher das Gleiche wie für die Hautprodukte. Auch hier sollten keine Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Duftstoffe enthalten sein und man sollte die Inhaltsstoffe mit dem persönlichen Allergiepass abgleichen, also prüfen, ob man gegen einen der Inhaltsstoffe bereits eine Allergie hat. Die entsprechenden Produkte sind dann natürlich zu meiden.

Kann man bei Neurodermitis seine Haare färben?

Färbemittel und Blondierungen reizen die Haut und enthalten oft Kontaktallergene. Das bedeutet: Man sollte möglichst darauf verzichten.

Wenn es nicht anders geht, sollte man zumindest statt oxidativer Haarfarben weniger allergieauslösende Produkte verwenden. Das wären sogenannte direktziehende Haarfarben; diese färben nicht permanent, sondern legen sich nur an die Haaroberfläche an. Grundsätzlich ist beim Thema „Haare färben bei Neurodermitis“ ausschlaggebend, ob auch die Kopfhaut von der Neurodermitis betroffen ist oder nicht und ob gerade akute Ekzeme im Gesicht vorliegen.

Übrigens ist auch Henna allergologisch nicht unproblematisch. Das liegt nicht am Henna selbst, sondern an den Zusatzstoffen. Die in Henna enthaltenen Zusatzstoffe sind oft die gleichen wie bei den oxidativen Haarfarben, also potente Kontaktallergene.

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Kann man als Neurodermitiker testen, ob ein Make-up oder Kosmetikprodukt verträglich ist?

Wenn man den Verdacht hat, dass ein konkretes Kosmetikprodukt, wie etwa ein Lidschatten, nicht vertragen wird, kann man auch einen sogenannten Gebrauchstest machen. Dafür versucht man, die Situation bei der täglichen Anwendung der Kosmetika zu simulieren. Für den Test wählt man ein Hautareal an der Beugeseite des Unterarms und trägt das verdächtigte Kosmetikum über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen 2-mal täglich auf eine Fläche von ca. 3 mal 3 cm auf. Mit Haarfarben sollte man dies nicht machen, da diese starke Allergene enthalten können und bei wiederholtem Auftragen auf die Haut Allergien auch erst ausgelöst werden könnten. Grundsätzlich sollte bei Verdacht auf eine Kontaktallergie auf Kosmetika oder Haarfarben ein Arzt aufgesucht werden, der einen Allergietest durchführt. Dazu gehört auch der Gebrauchstest.

Es gibt Kosmetikprodukte speziell für Neurodermitiker? Sind diese Produkte zuverlässig?

Die erste Maßnahme zur Überprüfung der Verträglichkeit von Kosmetikprodukten wäre der Abgleich der Inhaltsstoffe mit dem persönlichen Allergiepass.

Dann gibt es auch eine Reihe von Spezialprodukten für Neurodermitiker. Aber nicht alle Produkte, die mit der Angabe "dermatologisch getestet" versehen sind, sind auch unbedingt für Neurodermitiker gut geeignet. Im Grunde ist die Angabe "dermatologisch getestet" irreführend, denn sie besagt nicht, dass das Produkt keine möglichen Kontaktallergene enthält.

Tendenziell kann man sagen, dass Apothekenprodukte, wenn sie Duft- und Konservierungsstoff-frei sind, eher für Neurodermitiker geeignet sind als herkömmliche Produkte. Hier sollte man seinen Allergologen um Rat fragen.

Abschminken bei Neurodermitis: Wie entferne ich Make-up oder Mascara am besten?

Ist die Haut ungeschminkt, wird sie am besten mit Wasser vorsichtig abgewaschen. Da gerade die Gesichtshaut beim atopischen Ekzem sehr empfindlich ist, ist auf Seife besser zu verzichten. Die feuchte Haut wird dann mit einem weichen Tuch trocken getupft, denn Reibung verstärkt meist die Hautreizung. Sinnvoll ist es, die Haut anschließend gleich mit einer Basispflege einzucremen.

Ist Make-up im Gesicht zu entfernen, eignet sich eine sehr milde Reinigungsmilch oder eine Lotion zum Abschminken. Auch von Creme-Foundation lässt sich das Gesicht auf diese Weise reinigen. Die Lotion als Make-up Entferner im Gesicht sollte möglichst keine Duftstoffe oder Konservierungsmittel enthalten; das gilt natürlich auch für Inhaltsstoffe, gegen die man allergisch ist. Auch dabei ist es wichtig, die Haut nicht heftig abzureiben, sondern nur sanft zu behandeln.

Mit einer Reinigungslotion lässt sich auch wasserlöslicher Mascara meist leicht entfernen. Soll die Haut nach Augen-Make-up gereinigt werden, so sind auch hier besonders sanfte Reinigungslotionen wichtig, da die Haut im Bereich der Augen sehr empfindlich ist.

Permanent Make-up an Augenbrauen und Lidstrich, geht das bei Neurodermitis?

Permanent Make-up im Gesicht ist im Grunde nichts anderes als eine Tätowierung: Es werden Farbpigmente so tief in die Haut eingebracht, dass sie für einige Jahre dort verbleiben. Patienten mit einer Neurodermitis sollten hier eher zurückhaltend sein, denn die verwendeten Farben enthalten meist bestimmte Metalle, z.B. Kobalt, die ein Allergierisiko darstellen. Oft reagiert die Haut sofort oder auch erst nach einigen Monaten mit allergischen Symptomen auf diese Inhaltsstoffe. Selbst wenn der permanente Lidstrich nur schwarz sein soll, ist bei Neurodermitis Vorsicht geboten. Wenn man sich dennoch für ein permanentes Make-up entscheiden möchte, ist eine genaue Beratung beim Allergologen zu empfehlen. Dieser kann auch testen, ob zusätzlich zur Neurodermitis auch Allergien gegen bestimmte Substanzen vorliegen.

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Wimpern-Extensions: Geht „Wimpern verlängern“ bei Neurodermitis?

Wimpern verlängern beziehungsweise Wimpern-Extensions anbringen zu lassen, kann die Augenlider auch bei Menschen mit gesunder Haut reizen. Die Lider müssen zum Beispiel mit Pads oder Pflastern vorbereitet werden, die künstlichen Wimpern werden angeklebt. All dies erfordert verschiedene chemische Substanzen, auf die die besonders dünne Haut am Augenlid gereizt reagieren kann. Bei Neurodermitis kommt hinzu, dass die Haut noch empfindlicher auf reizende Stoffe reagiert. Auch ist das Allergierisiko gegen Inhaltsstoffe des Klebers oder anderer Substanzen erhöht. Es kommt noch ein mechanisches Problem hinzu: Sind die Wimpern zu lang oder wachsen etwas heraus, können sie die Haut im Augenbereich ständig leicht kratzen oder reiben. Auch das irritiert empfindliche Haut oft stark.

Möchte man dennoch nicht auf künstliche Wimpern verzichten, ist es gerade für Neurodermitiker also wichtig, zu einem Experten für Wimpern-Extensions zu gehen. Diesem sollte man von der Erkrankung sowie über eventuell bestehende Allergien berichten. Wer zusätzlich zum atopischen Hautekzem an Heuschnupfen leidet, sollte während der Pollensaison lieber auf eine Wimpernverlängerung verzichten, denn dann sind die Augen bereits wegen der Allergie gereizt.

 

Quellen:

https://cfb-cosmetics.de/blog/allergien-reizungen-wimpernverlaengerung

www.neurodermitis-hautwissen.de

https://www.neurodermitis-hautwissen.de/neurodermitis_und_t%C3%A4towierungen.html

Wichtiger Hinweis

Unsere Beiträge beinhalten lediglich allgemeine Informationen und Hinweise. Sie dienen nicht der Selbstdiagnose, Selbstbehandlung oder Selbstmedikation und ersetzen nicht den Arztbesuch. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.