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COVID-19 Häufigkeit Symptome Diagnose

Prof. Dr. med. Berthold Jany zum Thema: COVID-19: Häufigkeit, Symptome, Diagnose!

COVID-19: Häufigkeit, Symptome, Diagnose

COVID-19 macht Angst, verbindet man mit der neuen Lungenerkrankung doch schreckliche Bilder von Menschen, die an Beatmungsgeräten um ihr Leben kämpfen. Zudem ist auch von Langzeitschäden durch COVID-19 die Rede. Was aber weiß man zurzeit tatsächlich über COVID-19? MeinAllergiePortal sprach mit dem Experten Prof. Dr. med. Berthold Jany, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Herr Prof. Jany, wie häufig kommt es bei SARS-Vov-2 infizierten Patienten zu Symptomen?

Diese Frage kann man nicht beantworten, weil die Zahl der infizierten Menschen - nicht der Kranken - unbekannt ist. Oder anders formuliert: nur durch Testung der Bevölkerung, und nicht nur der Menschen mit Symptomen, bekommt man Antwort auf diese Frage, weil man dann erkennt, wie viele Menschen ohne Symptome das Virus tragen.

Wie häufig kommt es bei den symptomatischen Patienten zu COVID-19?

Bei etwa 80 Prozent der symptomatisch Erkrankten verläuft die Krankheit mild oder moderat, d.h. diese Patienten haben höchstens eine leichte Pneumonie ohne Atemnot oder Störung des Gasaustauschs der Lunge. 14 Prozent der Kranken bekommen Atemnot und haben eine Lungenentzündung bei der mehr als 50 Prozent der Lungen betroffen ist, 6 Prozent werden kritisch und auch lebensbedrohlich krank. 

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Wie sehen die Symptome bei COVID-19 aus? Gibt es Unterschiede zu einer „normalen“ Lungenentzündung?

Die meisten Patienten haben trockenen Husten. Fieber tritt auf, aber nicht bei jedem - selbst bei intensivpflichtigen Patienten nur in 50 Prozent der Fälle wie eine aktuelle Studie aus Seattle zeigt - Atemnot bei den schwerer Kranken. Die Unterschiede zur „normalen“ Lungenentzündung sind klinisch schwer zu fassen, deshalb die Testung nach Verdacht.

Wie wird die Erkrankung COVID-19 diagnostiziert?

COVID-19 wird nach dem folgenden Schema diagnostiziert:

  1. Diagnose einer Lungenentzündung
  2. Symptome einer akuten Atemwegsinfektion
  3. Nachweis von SARS-CoV-2-RNA (= Nukleinsäure)

Wie sind die zurzeit diskutierten Studien einzuordnen, aus denen hervorgeht, dass COVID-19 Langzeitschäden an der Lunge verursachen könnte? Welcher Art wären diese Langzeitschäden?

Diese Studien gibt es nicht, weil die Krankheit COVID-19 neu ist und naturgemäß Langzeitfolgen nicht untersucht werden können. Die Warnungen vor „Langzeitschäden“ bringen nichts, alle schwerkranken Patienten müssen optimal therapiert werden.

Wann wären belegbare Aussagen zu dieser Frage möglich?

Belegbare Aussagen hierzu wären erst nach Abklingen der Pandemie möglich. Jetzt also einen Zeitpunkt zu nennen wäre sehr spekulativ!

Herr Prof. Jany, herzlichen Dank für dieses Interview!

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