Gewitterasthma Gefahr

Gewitterasthma: Wer ist gefährdet?

Gewitterasthma: Wer ist gefährdet?

Dass „Gewitterasthma“ pollengeplagte Asthmatiker gefährden könnte, klingt für viele Allergiker erst einmal paradox. Denn eigentlich freuen sich Pollen-Allergiker, wenn ein kräftiger Regenschauer die Luft von den lästigen Pollen reinwäscht. Tatsächlich aber verstärken sich die  Beschwerden bei Asthmatikern durch Gewitter sogar häufig. Und auch Nicht-Allergiker spüren bei Gewitter manchmal plötzlich Asthma-Symptome. Doch was ist Gewitterasthma überhaupt und was lässt sich dagegen tun?

Gewitterasthma: Wie kommt es dazu?

Das größte Risiko für ein Gewitterasthma, auch Thunderstorm Asthma genannt, besteht im Frühjahr und Sommer. Durch Wärme und Trockenheit steigen die asthmaauslösenden Pollen nach oben. Bahnt sich ein Gewitter an, sorgen starke Fallwinde dafür, dass große Mengen dieser allergenen Pollen aus den oberen Luftregionen zusammengetragen und Richtung Boden transportiert werden. Wenn sich die Pollen bei heftigem Regen dann mit Wasser vollsaugen, platzen sie und setzen kleinste Allergene frei. Werden diese eingeatmet, gelangen sie bis in die untersten Lungenanteile und lösen bei Asthmatikern wie auch Gesunden Gewitterasthma mit einen Asthmaanfall aus.

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Gewitterasthma: Wie kann man sich zu Hause schützen?

Bei der Prävention von Gewitterasthma gilt, was stets bei einem Gewitter empfohlen wird: Am sichersten ist man drinnen. Türen und Fenster sollten frühzeitig verschlossen werden, um die asthmaauslösenden Pollen auszusperren. Denn 20 bis30 Minuten vor dem Gewitterbeginn ist die allergene Pollenlast in der Luft am größten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, informiert sich in der Pollensaison regelmäßig beim Wetterdienst, ob ein Gewitter und damit Gewitterasthma droht.

Gewitterasthma: Was hilft im Freien gegen die allergenen Pollen?

Auch im Freien sollte man sich gegen Gewitterasthma wappnen. Wer beispielsweise bei einem Spaziergang im Grünen von einem Gewitter überrascht wird, hält sich zum Schutz vor den allergenen Pollen am besten ein Tuch über die Nase. Beim Einatmen durch die Nase wirkt das Tuch wie ein Filter und hält die Pollen zurück. Ausgeatmet wird über den Mund. Asthmatiker, die besonders anfällig für Gewitterasthma sind, können prophylaktisch zu ihrem Asthmaspray greifen.

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Gewitterasthma: Welche Rolle spielt der Klimawandel?

Noch ist das Phänomen „Gewitterasthma“ in Deutschland nicht sehr bekannt. Experten sind sich aber sicher, dass sich das bald ändern wird. Denn der Klimawandel sorgt für immer mehr Wetterextreme wie Hitzeperioden und gewittrige Unwetter – Gewitterasthma ist also auf dem Vormarsch.

 

Unsere Expertin:

dr miriam hagemeyerDr. Miriam HagemeyerDr. med. Miriam Hagemeyer ist seit 12 Jahren medizinisch tätig. 2014 hat sie ihre Facharztausbildung im Fachgebiet Hals-Nasen-Ohrenheilkunde abgeschlossen. 2015 folgte die Anerkennung zum Führen der Zusatzbezeichnung Allergologie. Dr. Hagemeyer ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie sowie in der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin. Als Medizinredakteurin schreibt sie regelmäßig Artikel zu medizinischen Themen. Sie behandelte in ihrer Sprechstunde immer wieder Patienten mit Neurodermitis und betreut für ein großes Medizinlexikon u. a. dem Fachbereich Dermatologie.

 

 

Wichtiger Hinweis

Unsere Beiträge beinhalten lediglich allgemeine Informationen und Hinweise. Sie dienen nicht der Selbstdiagnose, Selbstbehandlung oder Selbstmedikation und ersetzen nicht den Arztbesuch. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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