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Coronavirus Asthma Risiko Asthmatiker

Coronavirus und Asthma? Höheres Risiko für Asthmatiker? © fotoliaxrender_Fotolia.com

Coronavirus und Asthma? Höheres Risiko für Asthmatiker?

Verhaltensempfehlung bei Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion

Bei einem Verdacht, sich mit dem Corona-Virus (SRAS-CoV-2) angesteckt zu haben, gilt grundsätzliche das gleiche wie für alle anderen Menschen auch (siehe auch unten). „Erleiden Asthmatiker gleichzeitig zu den Anzeichen einer Corona-Infektion eine Verschlimmerung ihrer asthmatischen Beschwerden, sollten sie rasch die für den Notfall vereinbarten Kortisontabletten einnehmen - in der Regel täglich 2 x 20 mg Prednisolon für eine Dauer von 5 Tagen. Stellt sich trotzdem keine Besserung ein, ist Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu nehmen. Falls sich die Auswurfsymptomatik ändern sollte, wenn also beim Husten insbesondere ein gelblicher oder grünlicher Auswurf beobachtet werden sollte, ist es ratsam ein Antibiotikum einzunehmen - am besten Amoxicillin oder ein Makrolid oder Doxycyclin“, empfiehlt Dr. Voshaar.

Hintergrund – Was Asthmaanfälle auslöst!

Bei Asthmatikern herrscht krankheitsbedingt eine ständige Entzündungs- und Abwehrbereitschaft in den unteren Atemwegen. Das macht ihre Bronchien überempfindlich, so dass sie auf bestimmte Auslöser (auch harmlose Reize) überreagieren. Man spricht von einer Hyperreagibilität: Die Bronchien kontrahieren (ziehen sich zusammen), die Schleimhäute in den Bronchialwänden schwellen an, so dass es zu einer krampfartigen Verengung der Atemwege kommt. Das führt zu pfeifenden und brummenden Atemgeräuschen, zu trockenem Husten mit zähem glasigem Schleim, der sich nur schwer abhusten lässt, zu Engegefühl in der Brust und Atemnot – kurzum: zu einem sog. Asthmaanfall.

An Impfschutz gegen Grippe und Lungenentzündung denken!

Generell können Bakterien und Viren, die eine Entzündung der Bronchien oder der Lunge verursachen, aber auch ein gewöhnlicher Schnupfen asthmatische Beschwerden verstärken. „Ein Impfschutz gegen Pneumokokken und Grippe ist daher sinnvoll und angebracht - auch um zu verhindern, dass es zu einer gleichzeitigen Infektion mit mehreren, verschiedenen Erregern kommt, die den Organismus zusätzlich belasten und den Krankheitsverlauf verschlimmern würden.

Allgemeine Hygienemaßnahmen zum Schutz vor Ansteckung

Um sich nicht anzustecken, sollten Asthmatiker - wie alle Menschen - auf eine gute Hygiene achten, das heißt: Häufiges Händewaschen, sich nicht mit ungewaschenen Fingern im Gesicht berühren, von hustenden und offenbar erkälteten Menschen einen Sicherheitsabstand von etwa zwei Metern Halten, Menschenansammlungen meiden. Erkältete Menschen sollten zudem die sogenannte Nies- und Hustenetikette befolgen - das heißt niemals ungeschützt herumhusten oder niesen, sondern gezielt in ein sauberes Taschentuch. Wer keines zur Verfügung hat, sollte wegen der Übertragungsgefahr nicht in seine Hände sondern in seinen Ellbogen husten. Wer von einem anderen Menschen direkt angehustet oder angeniest wird, sollte bewusst nicht einatmen und sich abwenden. Zum Abschirmen ist nicht unbedingt ein Mundschutz erforderlich, auch ein Schal oder Tuch kann schon helfen. Ein Mundschutz sollte primär dem medizinischen Personal vorbehalten sein, das direkt mit Infizierten umgeht. Auch Infizierte sollten ihn bei Kontakt mit anderen Menschen tragen, um andere nicht anzustecken.

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