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Mikrobiom der Lunge: Der Einfluss bei Lungenerkrankungen

Gibt es neben bestimmten Lungenerkrankungen andere Faktoren, die das Mikrobiom der Lunge beeinflussen?

Auch systemisch wirkende Medikamente, z.B. eine Kortisontherapie, können das Mikrobiom der Lunge beeinflussen. Ebenso hat eine Therapie mit Antibiotika einen Einfluss auf die Keimbesiedlung bzw. die Keimzusammensetzung der Lunge.

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Sie hatten den Einfluss der Mikrobiome des Mund-Rachen-Raumes und der Nase auf das Mikrobiom der Lunge erwähnt…

Zwischen dem Mikrobiom des Mund-Rachen-Raumes und der Lunge gibt es einige Übereinstimmungen. Beim Mikrobiom der Nase ist dies weniger der Fall. Aber: Ein Abstrich aus dem Mund-Rachen-Raum oder der Nase lässt keine Rückschlüsse die Keimbesiedlung der Lunge zu. Auch ist es nicht möglich, daraus zu schließen, welcher Keim für Beschwerden in den Bronchien oder der Lunge verantwortlich sein könnte.

Welche Therapieoptionen ergeben sich aus diesen aktuellen Erkenntnissen zum Mikrobiom der Lunge?

Schon lange vermutet man, dass Bakterien den Krankheitsverlauf beeinflussen können. Die Überlegung ist also, diesen Krankheitsverlauf durch das Zuführen „guter“ Bakterien positiv zu beeinflussen, z.B. durch Prä- oder Probiotika. Diese Prä- und Probiotika verabreicht man oral, um sekundär auch die Atemwege zu beeinflussen.

Man geht davon aus, dass sich Bakterien über Schleimhaut- und Zellgrenzen hinweg austauschen. Über einen sogenannten „Cross Talk“ soll es dann zu einer Beeinflussung der Besiedlung verschiedener „Lebensräume“ kommen. Bei Neugeborenen-Studien konnte man gut sehen, dass die Besiedlung des Darmes in den ersten Lebenswochen auch einen großen Einfluss auf die Keimbesiedlung der Atemwege dieser Neugeborenen hat. Im Hinblick auf Allergien gibt es erste Hinweise, dass Prä- und Probiotika einen schützenden Effekt haben könnten. Auch bei Erwachsenen mit chronischen Darmerkrankungen ist gezeigt worden, dass hier ein Austausch bzw. eine Beeinflussung stattfindet, wie genau, weiß man noch nicht.

Was bei der Darmflora ja zum Teil bereits gelingt, versucht man auch für die Atemwegsflora zu erreichen. Allerdings sind die Ergebnisse bislang noch nicht ausreichend erfolgreich.

Frau Dr. Brinkmann, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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