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Mikrobiom der Lunge: Der Einfluss bei Lungenerkrankungen

Weiß man, ob das veränderte Gleichgewicht des Mikrobioms der Lunge eine Folge oder eine Ursache der Erkrankung ist?

Es gibt hierzu unterschiedliche Theorien. Bei der zystischen Fibrose weiß man, dass eine genetische Disposition ursächlich für das Auftreten bestimmter Keime sein kann. Bei diesen Patienten konnte man auch feststellen, dass ein enger Zusammenhang zwischen der Erkrankung und dem Auftreten einer Pankreasinsuffizienz besteht. Bei Patienten, deren Pankreasdrüse nicht ausreichend Verdauungssaft produziert, kommt es fast immer zu einer Pseudomonas-Besiedlung oder Infektion, während dies bei anderen weniger häufig der Fall ist.

Welche Mechanismen stecken hinter diesem Phänomen?

Wahrscheinlich handelt es sich um eine genetisch bedingte Veranlagung, die dazu führt, dass die Patienten auf bestimmte Keime empfindlicher reagieren.

Gibt es, abgesehen von der zystischen Fibrose, andere Erkrankungen, bei denen es ebenfalls zu Veränderungen des Mikrobioms der Lunge kommt?

Bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) hat man gesehen, dass sich die Zusammensetzung der Keime im Mikrobiom der Lunge je nach Schweregrad der Erkrankung ändert. Das heißt, bei den stärker erkrankten Patienten treten bestimmte Keime häufiger und in größerer Zahl auf, als bei Erkrankten in einem frühen Krankheitsstadium. Was hier „Henne“ ist und was „Ei“ weiß man nicht genau. Möglicherweise bietet eine stärker angegriffene Lunge bessere Lebensbedingungen für bestimmte Keime, von denen wir vermuten, dass sie über krankmachendes Potenzial verfügen. Es könnte aber auch sein, dass sich diese Keime bei bestimmten Menschen ohnehin häufiger ansiedeln.

Auch zu Asthma gibt es Untersuchungen des Mikrobioms der Lunge. Hier ist das Bild jedoch heterogener, weil auch Asthma kein einheitliches Krankheitsbild darstellt. Vielmehr wurden unter „Asthma“ zahlreiche Erkrankungen zusammengefasst, die mit einer Enge der Atemwege einhergehen. Dementsprechend variabel ist die beim Asthma die jeweilige Keimlandschaft. Auch das Spektrum der Schwere der Erkrankung ist bei Asthma variabler, als bei zystischer Fibrose oder COPD – es gibt hier viele verschiedene Einflüsse.

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