Prof. Hörmann zum Thema: Allergie auf Ambrosia Symptome Diagnose Therapie

Prof. Hörmann zum Thema: Allergie auf Ambrosia: Symptome, Diagnose Therapie!

Allergie auf Ambrosia: Symptome, Diagnose, Therapie

Ambrosia, oder auch beifußblättriges Traubenkraut gehört nicht zu den heimischen Pflanzenarten. Die aus den USA stammende Pflanze ist aber mittlerweile auch in vielen Teilen Europas verbreitet und kann zu einer Pollenallergie führen. Wie relevant ist das Allergen der Ambrosia? MeinAllergiePOrtal sprach mit Prof. Dr. med. Karl Hörmann, Chief Medical Consultant International Patient Office CMC IPO, Consultant ENT, Plastic surgery, Allergology, Sleep medicine, Former Head & Chair Dept. of ORLHNS, University Medical Centre Mannheim über Symptome, Diagnose und Therapie der Allergie auf Ambrosia.

Herr Prof. Hörmann, welche Rolle spielt Ambrosia bei den Pollenallergien?

Die am meisten verbreitete Art ist die Ambrosia artemisiifolia, sie birgt eine große allergologische Potenz. Ihre Pollen stellen das Nummer Eins Allergen in Amerika dar. Mittlerweile ist die Ambrosia jedoch weltweit verbreitet. In Europa sind Länder wie Frankreich, Italien, Österreich, Ungarn und Slowenien am stärksten von der Ausbreitung betroffen, doch auch in Deutschland ist die daraus resultierende Gefahr nicht zu unterschätzen und man verzeichnet steigende Zahlen.

Klimatische Gegebenheiten wie Südostwinde erhöhen enorm die Ambrosiapollenbelastung, indem Pollen aus Ländern wie Ungarn oder Slowenien dadurch nach Deutschland gelangen. Wie bei den meisten Pollenallergien sind auch bei der Ambrosia Kreuzreaktionen zu anderen Pflanzen oder auch Lebensmitteln nicht selten. Hervorzuheben ist vor allem der Beifuß–Ambrosia–Komplex.

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Wie zeigen sich die Symptome der Ambrosia-Allergie?

Das beifußblättrige Traubenkraut, wie es hierzulande auch genannt wird, blüht zwischen Mitte Juli und Oktober und verursacht eine Vielzahl von Symptomen.

Zum einen die klassische allergische Rhinokonjunktivitis - Heuschnupfen oder Pollinosis - einhergehend mit Nasenjucken, Nasenlaufen, verstopfte Nase, Augentränen, Augenjucken sowie Gaumenjucken. Die Symptome müssen nicht alle gleichermaßen ausgeprägt sein. Ferner bedarf es hierfür einer nur relativ geringen Anzahl an Pollen.

Weiterhin kann am häufigsten im Rahmen eines Etagenwechsels auch ein allergisches Asthma hinzutreten mit trockenem Husten, Engegefühl, verminderter körperliche Belastung, nächtlichem Erwachen.

Auch eine pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie, ebenfalls bekannt unter oralem Allergie– Syndrom (OAS), tritt häufig während des Verzehr von z.B. Pfeffer, Paprika, Petersilie, Anis, Karotten, Kern – oder Steinobst auf. Hierbei sind die Symptome mit einem Brennen, Kribbeln oder auch einer lokalen Schwellung im Mundraum, an Lippen oder Zunge mit oder ohne kleine Bläschen oder Pusteln vergesellschaftet. Selten treten im Zusammenhang mit dem oralen Allergiesyndrom Husten oder Atembeschwerden auf. In der Saison können die Symptome stärker sein.

Ferner kann auch bei direktem Kontakt zur Pflanze selbst eine Urtikaria oder ein Ekzem entstehen.

 

Welche Kreuzallergien sind bei Ambrosia-Allergikern möglich?

Sowohl der gemeine Beifuß als auch die Ambrosia gehören zur Familie der Korbblüter, d.h. zu den Sommerkräutern. Im Erscheinungsbild ähneln sich beide Pflanzen. Bei vielen Allergikern besteht hierbei auch eine Kreuzreaktivität, der sogenannte Beifuß–Ambrosia–Komplex. Bei einer Ambrosia – Allergie können bei einigen Nahrungsmitteln Kreuzreaktionen auftreten. Hierzu zählen Vertreter der Kürbisfamilie wie Melone, Wassermelone, Zucchini, Gurke, aber auch Äpfel, Nektarinen Pfirsiche und Bananen. Ferner bestehen Kreuzreaktionen zu einigen anderen Gräsern, Gänseblümchen, Arnika oder Kamille. Beifuß–Allergiker neigen zu Kreuzallergien gegenüber Gewürzen, Karotten, Mango, Sellerie und Sonnenblumenkernen.

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