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Neurodermitis Juckreiz Lebensqualität Biologika monoklonale Antikörper

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Thomas A. Luger, Direktor der Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Münster zu Neurodermitis, Juckreiz, Lebensqualität und neuen Therapieoptionen!

Neurodermitis, Juckreiz, Lebensqualität: Neue Therapieoptionen?

Was bedeutet das erhöhte Risiko für begleitende Erkrankungen für Neurodermitis-Patienten?

Die Konsequenz aus diesem erhöhten Komorbiditätsrisiko der Neurodermitis-Patienten ist, dass man mit einer effizienten Behandlung der atopischen Dermatitis so früh wie möglich beginnen sollte. Es gibt Hinweise darauf, dass eine effiziente Behandlung der Haut zu Beginn der Erkrankung die Entstehung von respiratorischen, d. h. die Atemwege betreffenden Erkrankungen, wie Asthma oder allergische Rhinitis, möglicherweise verhindern könnte. Vielleicht wäre es sogar möglich, Komorbiditäten wie das metabolische Syndrom, Stoffwechselerkrankungen und kardiovaskuläre Erkrankungen zu verhindern – dies muss noch untersucht werden.

Heißt das, je länger die atopische Dermatitis unbehandelt bleibt, desto größer das Risiko für weitere Erkrankungen und desto chronischer werden sie?

Eine unbehandelte oder schlecht behandelte atopische Dermatitis ist mit einem vermehrten Risiko von Komorbiditäten wie Asthma verbunden. Außerdem ist die Behandlung eines chronischen Ekzems deutlich schwieriger und langwieriger.

Eine frühe Therapie wäre bei Neurodermitis also sehr wichtig….

Eine frühe und vor allem effiziente Therapie ist bei Patienten mit atopischer Dermatitis von essentieller Bedeutung, um, wie schon gesagt, die Patienten vor späteren Komplikationen zu bewahren.

Welche Therapien stehen zur Behandlung von Neurodermitis zur Verfügung?

Neben der Aufklärung über Triggerfaktoren müssen alle Patienten eine Basistherapie mit Salben und Creme durchführen, um die defekte Barrierefunktion der Haut zu bessern. Bei leichten Formen reicht eine zusätzliche lokale Behandlung mit mittelstarken Kortikosteroiden oder Calcineurin-Inhibitoren. Bei mittelschweren Formen werden bei Bedarf stärker wirksame Kortikosteroide oder Calcineurin-Inhibitoren angewandt. Außerdem kann eine UV-Therapie durchgeführt werden. Bei schweren Formen kann eine systemische immunmodulierende Therapie durchgeführt werden. Als besonders wirksames Medikament, was sowohl das Ekzem als auch den Juckreiz betrifft, hat sich dabei Cyclosporin erwiesen. Cyclosporin ist aber wegen seiner insbesondere nierenschädigenden Nebenwirkung nicht für eine Langzeittherapie geeignet.

Patienten mit atopischer Dermatitis benötigen aber ein Langzeit-Management ihrer Erkrankung und demnach auch Medikamente, die für eine, in manchen Fällen lebenslange, Therapie geeignet sind.

Eine solche Option könnten die neuen Biologika bieten.

Wie „funktionieren“ die neuen Antikörper und welche Vorteile bieten sie bei Patienten mit Neurodermitis?

Man weiß heute, dass bestimmte Lymphozyten, die TH2-Lymphozyten, bei der atopischen Dermatitis eine entscheidende Rolle spielen. Diese TH2-Lymphozyten produzieren bestimmte Mediatoren, wie die Interleukine 4, 5, 13 und 31. Bei einer Therapie mit Antikörpern blockiert man bestimmte Rezeptoren und hemmt damit die Wirkung dieser Interleukine, welche bei der Pathogenese der atopischen Dermatitis eine entscheidende Rolle spielen.

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