Düsseldorfer Allergie- und Immunologietage Informationen Patienten

Düsseldorfer Allergie- und Immunologietage 2018: Viele Informationen für Patienten!

Düsseldorfer Allergie- und Immunologietage: Der Patiententag

Allergien: Diagnose und Therapie

Zur Diagnose einer Allergie gibt es eine klassische Vorgehensweise. Beginnend mit der Anamnese, bei der der Arzt im Gespräch mit dem Patienten ermittelt, wann und unter welchen Begleitumständen welche Symptome auftreten, stehen Hauttest, Bluttest und Provokationsstest zur Verfügung.

 

 

Kann tatsächlich eine Allergie nachgewiesen werden, besteht die Akuttherapie zunächst darin, eine Linderung der Symptome zu erreichen. Als einzig ursächlich wirkende Langzeittherapie steht die spezifische Immuntherapie (SIT) oder „Hyposensibilisierung“ zur Verfügung. Die Therapie erfolgt über drei bis fünf Jahre und wird entweder in Form einer Spritze oder durch einzunehmende Tropfen oder Tabletten durchgeführt. Empfohlen wird die SIT bei Allergien gegen frühblühende Bäume (Birke, Erle, Hasel), Gräser- und Roggenpollen, Hausstaubmilben- und Insektengiftallergien.

 

 

Allergische Atemwegserkrankungen: Der Einfluss von psychischem Stress

Dass Stress negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat, wird niemand bestreiten. Allerdings dürfte Vielen nicht bekannt sein, dass traumatische Erlebnisse, wie z.B. der Verlust eines Elternteils, das Risiko eines Kindes, allergische Erkrankungen zu entwickeln, erhöhen können.

Dies ist jedoch nicht die einzige Wechselwirkung zwischen allergischen Erkrankungen und Stress. Wie Dr. Pascal Werminghaus, Facharzt für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde und Allergologe, Oberarzt an der HNO-Klinik am St. Anna Krankenhaus in Wuppertal erklärte, können Entzündungsmediatoren, wie sie bei Allergien ausgeschüttet werden, die Blut-Hirn-Schranke überschreiten und im Gehirn zu Gemütsveränderungen führen, die denen einer Depression ähnlich sind. Gleichzeitig kann Stress bei allergischen Erkrankungen dazu führen, dass es auf der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse, oder „Stressachse“, zur Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter und Hormone kommt, die allergische Entzündungsreaktionen verstärken können. Allerdings kann Stress, wie Dr. Werminghaus betonte, eine allergische Erkrankung nicht hervorrufen. Vielmehr kann Stress dazu führen kann, dass eine bestehende allergische Erkrankung verstärkt wird, oder dass eine Allergenimmuntherapie nicht den gewünschten Erfolg zeigt.

 

 

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen gemäß DSGVO.