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Düsseldorfer Allergie- und Immunologietage Informationen Patienten

Düsseldorfer Allergie- und Immunologietage 2018: Viele Informationen für Patienten!

Düsseldorfer Allergie- und Immunologietage: Der Patiententag

Nicht nur den Ärzten boten die Düsseldorfer Allergie- und Immunologietage 2018 eine interessante Informationsplattform. Am 14. April 2018 konnten sich auch die Patienten im Rahmen des Patiententages umfassend über Allergien, Allergieprävention, Diagnose, Therapiemöglichkeiten und die Wechselwirkungen zwischen Allergien und psychischem Stress informieren. Außerdem standen der Vorsitzende PD Dr. Stephan Meller, Dermatologe, Allergologe und leitender Oberarzt an der Hautklinik am Universitätsklinikum Düsseldorf UKD, sowie die Referenten für Fragen zur Verfügung.

Allergien sind nicht harmlos!

Eine Allergie ist eine ernsthafte Erkrankung und nicht nur eine Unpässlichkeit - das machte Dr. Meller bereits bei der Begrüßung deutlich. Die Symptome sind unangenehm und bisweilen schwer erträglich, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität sind massiv eingeschränkt und häufig kommt es bei den Betroffenen zu einem Fortschreiten oder einer Ausweitung der Erkrankung.

Allergien vorbeugen: Es beginnt in der Schwangerschaft!

Was kann man also tun, um das Entstehen von Allergien, insbesondere bei Kindern, von vornherein zu verhindern? „Im Gegensatz zu früher lautet die Empfehlung, potenzielle Allergen auf gar keinen Fall zu meiden“ machte Dr. Meller deutlich, „denn zur Toleranzentwicklung steht bei Säuglingen nur ein sehr enges Zeitfenster zur Verfügung!“ Das bedeutet, potenzielle Allergene, die im familiären Umfeld sowieso vorhanden sind, sollten dem kindlichen Immunsystem möglichst früh präsentiert werden. Schon in der Schwangerschaft ist den werdenden Müttern deshalb anzuraten, nicht auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten und auch Fisch regelmäßig zu verzehren, es sei denn, sie selbst leiden unter Nahrungsmittelallergien. Ebenfalls empfehlenswert ist eine gesunde, vielseitige und ballaststoffreiche Kost. Es gibt Überlegungen dahingehend, dass eine Ernährung, die reich an Präbiotika ist und den Darmbakterien eine gute Nahrungsgrundlage bietet, zur Allergieprävention beitragen kann. Aber auch der Geburtsmodus hat einen Einfluss auf das Entstehen von Allergien. Sofern kein medizinischer Grund besteht, sollte die Geburt deshalb auf natürlichem Wege erfolgen, und nicht per Kaiserschnitt, da das Kind nur so mit den Bakterien der Mutter in Kontakt kommt.

Allergien beim Säugling verhindern: Stillen und Beikost!

Im ersten Lebensjahr wird das Stillen für die ersten vier Monate empfohlen, wobei sich der Zeitpunkt des Abstillens nach den Bedürfnissen von Mutter und Kind richtet. Ist das Stillen nicht möglich und besteht ein genetisches Allergierisiko, weil die Eltern Allergiker sind, werden hydrolisierte Nahrungen empfohlen.

Die Beikosteinführung sollte ab dem fünften Lebensmonat entsprechend des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: https://www.gesund-ins-leben.de empfohlenen Schemas beginnen. Auch hierbei sollte nicht aus Angst vor Allergien auf bestimmte Nahrungsmittel, wie Weizen, Ei oder Milch verzichtet werden, solange diese nicht nachgewiesen wurden.

 

 


Sensibilisierung oder Allergie: Was ist zu tun?

Wenn ein Kind bereits Sensibilisierungen hat oder gar allergische Reaktionen zeigt, ist es nötig das Allergen zu meiden. Das gilt für Nahrungsmittel, aber auch für Hausstaubmilben, wenn eine Sensibilisierung oder eine Allergie auf Hausstaubmilben besteht und ebenso für Tierepithelien. Auch für diese potenziellen Allergene wird zu einer Meidung allerdings nicht geraten, wenn die Kinder weder allergisch noch sensibilisiert sind.

Anders sieht es bei Schimmelpilzen aus. Hier weiß man, dass eine Schimmelpilzexposition mit einem erhöhten Risiko für Neurodermitis, Heuschnupfen und Asthma einhergeht. „Schimmelpilzschäden im Wohnbereich sollten deshalb umgehend saniert werden,“ betonte Dr. Meller, „auch wenn allergische Reaktionen nicht aufgetreten sind und keine Sensibilisierungen auf Schimmelpilzallergene bestehen.“

Allergische Symptome – wo können Sie auftreten?

Viele denken zuerst an eine laufende Nase, Nießanfälle und rote, tränende und juckende Augen, wenn von einer Allergie die Rede ist. Tatsächlich sind diese Symptome typisch für Heuschnupfen, d.h. für Pollenallergien. Aber auch die unteren Atemwege können von Allergien betroffen sein, wie Frau Dr. Akmer Suna-Köksal, Universitätsklinikum Düsseldorf UKD, ausführte. Hier kann es zu Entzündungsreaktionen und so zu einer mit Verengung der Bronchien kommen, was sich durch Symptome wie Husten und Atemnot äußern kann.

Bei Nahrungsmittelallergien kann ein Allergiker bereits an der Mundschleimhaut mit Kribbeln, Schwellung und Juckreiz reagieren. Auch zu Magenbeschwerden, Völlegefühl, Blähungen, Erbrechen und Durchfall kann es kommen, wenn eine Allergie auf Nahrungsmittel besteht.

 

 

Ist die Haut von Allergien betroffen, kann es entweder durch direkten Kontakt mit Allergenen oder durch Allergene aus der Nahrung, zu typischen Beschwerden wie Juckreiz, Rötung, Ausschlägen oder Quaddeln (Urtikaria) kommen.


Allergien: Diagnose und Therapie

Zur Diagnose einer Allergie gibt es eine klassische Vorgehensweise. Beginnend mit der Anamnese, bei der der Arzt im Gespräch mit dem Patienten ermittelt, wann und unter welchen Begleitumständen welche Symptome auftreten, stehen Hauttest, Bluttest und Provokationsstest zur Verfügung.

 

 

Kann tatsächlich eine Allergie nachgewiesen werden, besteht die Akuttherapie zunächst darin, eine Linderung der Symptome zu erreichen. Als einzig ursächlich wirkende Langzeittherapie steht die spezifische Immuntherapie (SIT) oder „Hyposensibilisierung“ zur Verfügung. Die Therapie erfolgt über drei bis fünf Jahre und wird entweder in Form einer Spritze oder durch einzunehmende Tropfen oder Tabletten durchgeführt. Empfohlen wird die SIT bei Allergien gegen frühblühende Bäume (Birke, Erle, Hasel), Gräser- und Roggenpollen, Hausstaubmilben- und Insektengiftallergien.

 

 

Allergische Atemwegserkrankungen: Der Einfluss von psychischem Stress

Dass Stress negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat, wird niemand bestreiten. Allerdings dürfte Vielen nicht bekannt sein, dass traumatische Erlebnisse, wie z.B. der Verlust eines Elternteils, das Risiko eines Kindes, allergische Erkrankungen zu entwickeln, erhöhen können.

Dies ist jedoch nicht die einzige Wechselwirkung zwischen allergischen Erkrankungen und Stress. Wie Dr. Pascal Werminghaus, Facharzt für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde und Allergologe, Oberarzt an der HNO-Klinik am St. Anna Krankenhaus in Wuppertal erklärte, können Entzündungsmediatoren, wie sie bei Allergien ausgeschüttet werden, die Blut-Hirn-Schranke überschreiten und im Gehirn zu Gemütsveränderungen führen, die denen einer Depression ähnlich sind. Gleichzeitig kann Stress bei allergischen Erkrankungen dazu führen, dass es auf der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse, oder „Stressachse“, zur Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter und Hormone kommt, die allergische Entzündungsreaktionen verstärken können. Allerdings kann Stress, wie Dr. Werminghaus betonte, eine allergische Erkrankung nicht hervorrufen. Vielmehr kann Stress dazu führen kann, dass eine bestehende allergische Erkrankung verstärkt wird, oder dass eine Allergenimmuntherapie nicht den gewünschten Erfolg zeigt.

 

 

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