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Schnupfen Heuschnupfen

Facharzt Norbert Mülleneisen über das Thema: Nase läuft, Augen tränen! Ist es Schnupfen oder Heuschnupfen?

Nase läuft, Augen tränen! Schnupfen oder Heuschnupfen?

Verstärken sich die Pollenallergie Symptome mit dem zunehmenden Pollenflug?

Es gibt hier einen groben Zusammenhang. Allerdings wissen wir auch, dass manchmal zwar viele Pollen in der Luft sind, die Allergiepatienten aber trotzdem wenig Beschwerden haben.

Wie kommt es, daß Allergiepatienten keine Symptome haben obwohl der Pollenflug stark ist?

Das liegt daran, dass die Pollen nicht immer Allergene enthalten, wenn sie losfliegen. Man muss sich die Pollen vorstellen wie die Weintrauben an einer Rebe, so wie die Weintrauben von der Rebe fallen, fliegen auch die Pollen los. Kurz vorher gelangt das Allergen durch die Anthere, das ist der Staubbeutel, der Pollen produziert, in die Polle. Sind die Witterungsbedingungen feucht und windig und die Pollen quellen auf, kann es sein, dass sie früher losfliegen, bevor das Allergen hinein gelangt. Dementsprechend gibt es Bäume, die zwar große Mengen an Pollen produzieren, in den Pollen ist aber kein Allergen enthalten.

Kann man erkennen ob die Pollen Allergene enthalten oder nicht?

In den Pollenfallen sieht man lediglich die Pollen und zählt sie. So erhält man eine Aussage über die Pollenkonzentration, ob sie Allergene enthalten sieht man aber nicht.

Dies erklärt das folgende Phänomen: Häufig haben Patienten zu Beginn der Saison nur geringe Heuschnupfen-Beschwerden, obwohl die Pollen bereits verstärkt fliegen. Zum Ende der Saison, wenn die Pollenkonzentration bereits stark reduziert ist, klagen Patienten aber häufig über starke Beschwerden, obwohl in den Pollenfallen dann nur noch wenige Pollen zu finden sind. Das liegt daran, dass die Pollen zu Beginn der Saison oft nur wenig Allergen enthalten, während sie zum Ende der Saison sehr viel Allergene haben. Hinzu kommt, dass gegen Ende der Saison auch häufig Pollenbruchstücke in der Luft sind, die auch allergische Reaktionen hervorrufen können. In den Pollenfallen findet man dann aber bereits keine intakten Pollen mehr und Pollenbruchstücke lassen sich keiner verursachenden Quelle zuordnen, weil sie als Hasel- oder Erlenpollen nicht mehr erkennbar sind.

Das heißt also: Zu Beginn der Pollensaison hat man zwar höhere Pollenkonzentrationen, aber die Patienten haben geringere Beschwerden. Gegen Ende der Pollensaison haben die Patienten dann jedoch stärkere Beschwerden, obwohl der Pollenflug stark zurückgegangen ist.

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