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Insekten Nahrungsmittel Risiko Allergien

Dr. med. Susanne Meinrenken berichtet über Insekten als Nahrungsmittel: Ein Risiko für Allergien?

Insekten als Nahrungsmittel: Ein Risiko für Allergien? - Allergie auf Insekten als Nahrungsmittel und Kreuzreaktionen: Häufige Reaktionen auf Krustentiere oder Hausstaubmilben!

Allergie auf Insekten als Nahrungsmittel und Kreuzreaktionen: Häufige Reaktionen auf Krustentiere oder Hausstaubmilben!

Durch zahlreiche Untersuchungen sind inzwischen viele einzelne Eiweißstoffe identifiziert, die allergische Reaktionen auslösen können, wenn ein entsprechend empfindlicher Betroffener bestimmte Insekten verspeist. Viele dieser Eiweißstoffe sind zum einen in mehreren Insekten vorhanden, zum anderen gibt es Ähnlichkeiten mit Substanzen in Krustentieren, z.B. Schrimps, oder auch Hausstaubmilben. Das bedeutet: Viele Menschen, die gegen solche Meerestiere oder auch Hausstaubmilben allergisch sind, werden wahrscheinlich auch nach dem Verzehr von Insekten allergische Beschwerden zeigen. Solche sogenannten Kreuzreaktionen sind beispielsweise oft im Falle von Mehlwürmern, Heuschrecken, Grashüpfern, manchen Raupen und Schaben beschrieben worden.

Allergie durch Insekten als Nahrungsmittel: Lassen sich die Allergene durch die Zubereitung zerstören?

Wer einer Allergie beispielsweise gegen Hühnereiweiß hat, der weiß: Manche Allergiker vertragen gebackenes Hühnerei trotzdem gut, denn Hitze kann die allergenen Eiweiße zerstören. Dies gilt für die Eiweißstoffe in Insekten jedoch offenbar nicht: Egal ob frittiert, gebraten, gebacken oder geröstet – die auslösenden Eiweiße bleiben gefährlich. Auch unsere Magensäure hat hier bei der Verdauung der Tierchen keinen Einfluss. Daher fordern Experten genauer zu erforschen, ob es doch bestimmte Zubereitungsformen von Insekten gibt, die das Risiko einer Allergie vermindern. Für die Zukunft stellen manche Experten sich außerdem beispielsweise vor, Insekten zu züchten, die gar keine Allergene enthalten, also als Nahrungsmittel sicher sind.

Wer den Verdacht hat, nach dem Verzehr von Grashüpfern und Co. allergisch zu reagieren, kann sich beim Facharzt untersuchen lassen. Es gibt inzwischen mehrere Testkits für die Diagnostik einer Insektenallergie – auch wenn diese nicht, wie bisher meist üblich – auf einem Insektenstich beruht.

Quellen:

de Gier S, Verhoeckx K. Insect (food) allergy and allergens. Mol Immunology 2018; 100: 82−106

Yeong KY, Park JW. Insect Allergens on the Dining Table. Curr Protein Pept Sci 2020; 21(2): 159-169