Beikost Allergieprävention

Mandy Ziegert, Medizinische Ernährungsberaterin an den DRK Kliniken in Berlin zu Beikost und Allergieprävention!

Beikost und Allergieprävention: Wie sieht die richtige Mischung aus?

„Wie sollte die Beikost aussehen, damit mein Kind vor Allergien geschützt ist?“ - viele Eltern stellen sich diese Frage. Die Empfehlungen lauten heutzutage aber nicht mehr, dass man alle möglichen Allergene meiden sollte, um Allergien vorzubeugen. Vielmehr kommt es darauf an, die richtigen Nahrungsmittel in der richtigen Form zum richtigen Zeitpunkt einzuführen. Wie sieht die richtige Mischung bei der Beikost aus? Wann hilft sie bei der Allergieprävention? Diese Fragen beantwortete Mandy Ziegert, Medizinische Ernährungsberaterin an den DRK Kliniken in Berlin für MeinAllergiePortal.

Frau Ziegert, wie lautet die aktuelle Empfehlung zur Einführung der Beikost im Hinblick auf die Allergieprävention?

Die aktuellste Empfehlung zur Beikost-Einführung, die im Jahr 2014 veröffentlicht wurde, lautet, dass es keinerlei Einschränkungen gibt. Man macht bei der Beikost keinen Unterschied zwischen Kindern, mit Allergierisiko und Kindern, bei denen ein solches Risiko nicht besteht.

Übrigens: Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit gibt es in Bezug auf die Ernährung keine diätetischen Einschränkungen. Empfehlen kann man eine ausgewogene mediterrane Mischkost und den regelmäßigen Verzehr von Fisch.

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Was genau gehört denn zu Beikost und wann beginnt man damit?

Als „Beikost“ bezeichnet man alles, was zusätzlich zur Muttermilch, bzw. wenn nicht gestillt werden kann, zur Säuglingsnahrung, gefüttert wird. Der Start der Beikost erfolgt mit Beginn des 5. Lebensmonats mit der Gabe von Brei.

Bei Allergierisikokindern, bei denen Stillen nicht möglich ist, lautet die aktuelle Empfehlung, die Kinder bis zum vollendeten 4. Lebensmonat mit HA-Nahrung zu versorgen. Auch hier sollte ab dem 5. Lebensmonat mit der Beikost begonnen werden.

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Wie sieht eine ausgewogene Beikost aus?

Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung oder des Forschungsinstituts für Kinderernährung für einen ausgewogenen Beikostaufbau sind so gestaltet, dass der steigende Nährstoffbedarf des Säuglings abgedeckt wird. Dieser zunehmende Nähstoffbedarf bezieht sich auf eine Fülle von Stoffen, z.B. auch Eisen und Kalzium. Der Bedarf an Eisen wird z.B. von Fleisch gedeckt, weshalb als erster Brei ein Gemüse-Fleisch-Brei empfohlen wird. Spätestens mit dem zweiten Brei kommt dann der Getreide-Milch-Brei hinzu. Milch, Gemüse und später, Obst sind zur Deckung des Kalziumbedarfs sehr wichtig.

Welche Breie werden denn in welchem Monat eingeführt?

Im fünften Monat gibt man den ersten Brei, bestehend aus Gemüse, Fleisch und Kartoffeln als Mittagsmahlzeit. Im sechsten Monat kommt der zweite Brei hinzu, der aus Getreide und Milch besteht und eher als Abendmahlzeit gegeben wird. Der dritte Brei kommt im siebten Monat hinzu und ist ein Getreide-Obst-Brei, der am Vor- oder Nachmittag als Zwischenmahlzeit gegeben wird. Die Breimahlzeiten ersetzen dann jeweils eine Muttermilch- bzw. Säuglingsnahrungmahlzeit.

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