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Allergie auf Ulmen: Symptome, Diagnostik und Therapie!

Allergie auf Ulmen: Symptome, Diagnostik, Therapie

Wenn sich der Frühling ankündigt, beginnt schon bald die Ulmenblüte. Allergien auf Ulmen kommen hierzulande jedoch eher selten vor. Durch welche Symptome äußert sich eine Allergie auf Ulme? Welche Diagnostik ist nötig und welche Therapien gibt es? Darüber sollten sich Betroffene informieren.

Allergie auf Ulmen: Seltener Baum mit geringem Allergiepotential

Von den weltweit etwa 30 Ulmenarten gibt es in Mitteleuropa nur drei: Die Flatterulme (Ulmus laevis), die Bergulme (Ulmus glabra) und die Feldulme (Ulmus minor). Ulmen gehören zur Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae). Sie wachsen bevorzugt in lichten Wäldern und in Parks und werden bis zu 35 Meter hoch. Ihre Blütezeit kann schon Ende Februar beginnen und erreicht zwischen Mitte März und Mitte April ihren Höhepunkt. Die kugelig gehäuften Blüten werden vom Wind bestäubt und produzieren daher eine Menge Pollen. Allergien treten hierzulande trotzdem eher selten auf. Ein Grund dafür könnte sein, dass das Allergiepotential der Pollen nicht sehr ausgeprägt ist. Hinzu kommt, dass der Bestand an Ulmen im deutschsprachigen Raum recht klein ist. Seit etwa hundert Jahren sind die Ulmen von einer Pilzerkrankung bedroht, der viele Bäume zum Opfer fallen. Man spricht deshalb sogar vom Ulmensterben.
Häufiger scheinen Allergien auf Ulmen dagegen in anderen Regionen der Welt vorzukommen: In China zum Beispiel zählen die Ulmenpollen zu den wichtigen Allergieauslösern. Auch Studien aus Spanien, dem Iran und Florida berichten von einer größeren Anzahl sensibilisierter Menschen.

Allergie auf Ulmen: Welche Symptome treten auf?

Eine Allergie auf Ulmen äußert sich mit den typischen Symptomen einer Pollenallergie: Gerötete Augen, Fließschnupfen, Niesattacken, Jucken im Hals und in den Ohren können auftreten. Seltener sind Atembeschwerden oder allergisches Asthma.

Allergie auf Ulmen: Gibt es Kreuzreaktionen?

Über Kreuzreaktionen bei einer Allergie auf Ulmen ist nicht viel bekannt. Anzunehmen ist, dass eine Allergie auf eine Ulmenart sich auch auf andere Arten erstreckt. Auch Kreuzreaktionen auf andere Pflanzen aus der Familie der Ulmengewächse sind möglich. Nahrungsmittelallergien durch eine Kreuzreaktion auf Ulmenpollen sind nicht beschrieben.

Allergie auf Ulmen: Wie wird die Diagnose gestellt?

Zunächst ist es wichtig zu beobachten, welche Pollen im Zeitraum der Beschwerden unterwegs sind. Pollenwarndienste berichten täglich über den aktuellen Pollenflug. Zudem gibt es Pollen-Apps und Pollentagebücher im Internet, die dabei helfen können die Beschwerden den auslösenden Pollen zuzuordnen.

Vom Arzt wird in der Regel ein Pricktest durchgeführt. Da Ulmenpollen gleichzeitig mit diversen anderen häufigen Pollen wie Erle und Hasel unterwegs sein können, ist es wichtig, alle in Frage kommenden Allergene zu testen. Auch die allergen-spezifischen Antikörper im Blut können bestimmt werden. Um die Diagnose einer Allergie auf Ulmen zu bestätigen, kann man einen nasalen Provokationstest durchführen.

Die Therapie einer Allergie auf Ulmen

Die beste Therapie einer Allergie auf Ulmen ist die Vermeidung des Allergens. Bei einer isolierten Allergie auf Ulmenpollen ist der Beschwerdezeitraum in der Regel überschaubar. Belastende Beschwerden lassen sich mit antiallergischen Medikamenten wie Antihistaminika oder Kortisonpräparaten normalerweise gut behandeln.

 

Quellen:

Steinman H. Tree Pollens. Phadia; 2008

Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst www.pollenstiftung.de

Wikipedia: Suchwort „Ulmen“ www.wikipedia.de (06.05.2021)

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