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Corona Handhygiene Handekzem

Prof. Peter Elsner über Corona-Handhygiene: Was tun beim Handekzem? Copyright: Universitätsklinikum Jena

Corona + Handhygiene = Handekzem? Was tun?

Durch Corona hat das Thema „Handhygiene“ massiv an Bedeutung gewonnen. Allerdings führt das viele Händewaschen und -desinfizieren vermehrt zu Handekzemen. Wie bringt man also den Corona-Infektionsschutz mit der Hautgesundheit unter einen Hut? Was man tun kann, besprach MeinAllergiePortal mit Prof. Peter Elsner, Direktor der Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Jena und Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG). Das Gespräch fand im Rahmen der 51. DDG Tagung statt.

Herr Prof. Elsner, warum kommt es durch die vermehrte Handhygiene unter Corona vermehrt zu Handekzemen?

Das häufige Händewaschen mit Seife und Detergenzien stört den natürlichen Feuchthaltefaktor der Haut, man nennt dies auch den „Natural Moisturizing Factor“. Beim Händewaschen werden Aminosäuren und wichtige Fette, sogenannte „Barriere-Lipide“ aus der Haut herausgelöst. Die Haut wird dann trocken, die Barrierefunktion der Haut wird beeinträchtigt, und dann kommt es leichter zu Handekzemen. Weniger schädlich als das Händewaschen ist das Desinfizieren der Hände.

Heißt das, zum Schutz vor Corona ist die Handhygiene mit Desinfektionsmittel empfehlenswerter als das Hände waschen?

Aus dermatologischer Sicht lautet unsere Empfehlung zum Schutz vor Corona:

Wenn keine sichtbare Verschmutzung der Hände besteht, sollte man zum Infektionsschutz nicht waschen, sondern desinfizieren!

Was will man erreichen? Man will doch eine Keimabtötung von Viren, Bakterien und Pilzen erreichen. Das heißt für den klinischen Bereich, also für die Mitarbeiter im Gesundheitswesen:

Die Hände sind zwar in der Regel nicht sichtbar verschmutzt, aber man geht von einem Patienten zum anderen. Dann weiß man nicht, ob man möglicherweise Keime zwischen den Patienten überträgt. Deswegen desinfizieren wir Ärzte und Pflegekräfte uns nach jedem Patienten, den wir behandeln, die Hände. Wir waschen möglichst nicht häufig die Hände, denn davon wird ausdrücklich abgeraten. Man weiß schon seit langem dass dieses häufige Händewaschen bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen zu Handekzemen führen kann.

Und die Handhygiene mit Desinfektionsmitteln bzw. dem Alkohol hat keine austrocknende Wirkung auf die Haut der Hände und führt nicht zu Handekzemen?

Der Alkohol in den Desinfektionsmitteln hat ebenfalls eine austrocknende Wirkung auf die Haut, aber eine wesentlich geringere hautreizende Wirkung als Seifen und Detergenzien. Es gibt eine Fülle von Untersuchungen, die „regelmäßiges Waschen und regelmäßiges Desinfizieren“ mit sehr differenzierten Methoden verglichen haben. Diese Studien haben festgestellt, dass die schädlichen Auswirkungen der alkoholischen Desinfektionsmittel auf die epidermale Barriere wesentlich geringer sind, als die der Seifen oder Detergenzien.

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