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Allergische Kontaktekzeme Allergene

Prof. Dr. Regina Fölster-Holst zum Thema: Allergische Kontaktekzeme - wo verstecken sich die Allergene?

Allergische Kontaktekzeme: Wo verstecken sich die Allergene?

Bei Kontaktekzemen denken viel an den Klassiker „Nickel im Reißverschluss“ als Auslöser von Kontaktekzemen. Das ist nicht falsch, aber es gibt sehr viel mehr Allergene, die ein allergisches Kontaktekzem auslösen können. Bei der Fachveranstaltung „Allergologie im Kloster 2019“ sprach MeinAllergiePortal mit Prof. Dr. Regina Fölster-Holst, Dermatologie, Venerologie und Allergologie Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel über das Thema „Allergische Kontaktekzeme: Wo verstecken sich die Allergene?“.

Frau Prof. Fölster Holst, wie häufig sind allergische Kontaktekzeme?

Die Lebenszeitprävalenz beim Kontaktekzem liegt bei Erwachsenen bei 8 Prozent, bei Kindern und Jugendlichen bei 5,6 Prozent. Allerdings ist die Vielfalt der möglichen Auslöser groß und die Ursachensuche ist Detektivarbeit, weshalb der Anamnese eine ganz besonders große Bedeutung zukommt.

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Welches sind die häufigsten Auslöser für allergische Kontaktekzeme?

Die häufigsten Allergene sind Nickelsulfat und Kobaltchlorid, die zum Beispiel auch in Handygehäusen, Tastaturen, Umrandungen des Bildschirms, dem Firmenlogo und Kopfhörern zu finden sind. Auch Fidget Spinner, kleine Handkreisel, können Nickel und Kobalt enthalten. Problematisch ist hierbei, dass Fidget Spinner häufig für Kinder mit ADHS empfohlen werden.

Die Nintendo Play Station ist als Ursache für Fingerekzeme sicher zunächst nicht naheliegend. Die Geräte sind jedoch häufig mit einer Gummifolie überzogen, deren Inhaltsstoffe allergen sein können. Ähnliche Beschichtungen findet man bei Sportbrillen, Gehörschutz und Kopfhörern. Angesichts der Tatsache, dass der Mensch heutzutage quasi vom ersten Atemzug an mit Gummi exponiert ist, könnten Gummi-Sensibilisierungen in Zukunft zunehmen. Es gibt aber auch pflanzliche Allergenquellen für Kontaktekzeme.

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Welche pflanzlichen Allergene können Kontaktekzeme auslösen?

Der in den USA beliebte Gift Efeu (Poison Ivy) kann zu schweren Symptomen an der Haut führen, Allergene sind hier die Urushiole. Da der Mangobaum zur gleichen Pflanzenfamilie - der Familien der Anacardiaceae - gehört, kann es bei sensibilisierten Patienten auch zu Kreuzreaktionen auf Mango kommen. 

Auch pflanzenbasierte Henna-Tattoos können zu Kontaktekzemen führen, Henna selbst ist jedoch nicht das Allergen. Vielmehr reagieren die Patienten allergisch auf den schwarzen Farbstoff Paraphenylendiamin, der Henna zur Kontrastverstärkung beigemischt wird.

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