Keine Allergie-News verpassen!

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Sie wollen stets zu Allergien und Intoleranzen informiert werden? Abonnieren Sie kostenlos unseren MeinAllergiePortal-Newsletter!

 

x

Advertorial
Neurodermitis atopische Dermatitis Schubtherapie Langzeittherapie Biologika

Prof. Knut Schäkel: Neurodermitis: Schubtherapie? Langzeittherapie? Was ist besser?

Neurodermitis: Schubtherapie? Langzeittherapie? Was ist besser?

Welche neuen Therapieoptionen zur Behandlung von Neurodermitis gibt es und wie sind sie zu bewerten?

Für die Behandlung der schweren atopischen Dermatitis beginnt mit den neuen Biologika bzw. den neuen monoklonalen Antikörpern, eine neue Ära. Ein bereits zugelassener Wirkstoff richtet sich gezielt gegen einen Rezeptor zweier Botenstoffe des Immunsystems (Interleukin 4 und Interleukin 13). Das bedeutet, dieser monoklonale Antikörper blockiert die Immunanreaktion und damit die Entzündung. Damit greift das Biologikum in die Pathogenese, das heißt das T-Zell-vermittelte immunologische Geschehen ein, so dass die Läsionen und der Juckreiz zurückgehen.

Zur Behandlung der atopischen Dermatitis werden aktuell jedoch auch noch andere Biologika in Studien erforscht.

Welche weiteren Biologika zur Behandlung der Neurodermitis sind in der Entwicklung?

In der Entwicklung befindet sich zum Beispiel das Nemolizumab, das sich gegen den Interleukin 31-Rezeptor richtet. Aus den Studien scheint hervorzugehen, dass dieser Antikörper den Juckreiz reduziert. Allein durch die Reduktion des Juckreizes kann es auf Dauer zu einer Verbesserung des Hautbildes kommen. Die Hautsymptome der Neurodermitis verbessern sich allerdings nicht in gleichem Maße. Unser erster Eindruck ist aber, dass es auf Dauer dann auch zu einer Ekzemreduktion kommt.

Geforscht wird bei der Therapie von Neurodermitis aber auch an JAK-Inhibitoren.

Advertorial

Welche Rolle spielen JAK-Inhibitoren für die Neurodermitistherapie?

In unserer aktuellen Studie zeigen die sogenannten JAK-Inhibitoren eine gute und breite Wirkung bei der Therapie von Neurodermitis. JAK-Inhibitoren blockieren die pro-entzündliche Signalübermittlung in den Zellen. Sie wirken einerseits spezifisch, indem sie die Januskinasen, das sind gewisse Enzyme, blockieren, andererseits aber auch sehr breit, da die Januskinasen an ganz vielen Stoffwechselprozessen beteiligt sind.

Die Frage ist hierbei, inwieweit es sich um eine Immunsuppression handelt und ob dies auch mit einer Symptomverbesserung einhergeht. Im Gegensatz zu den zielgerichteten Antikörpern muss man bei den JAK aber bedenken, dass sie sich nicht so gezielt auf die zugrundeliegende Immunreaktion auswirken, sondern auch in anderen Bereichen wie z.B. der Blutbildung oder Infektabwehr eine Rollen spielen. Die bisher verfügbaren Studienergebnisse sehen sehr gut aus, auch weil der Therapieerfolg nicht durch starke Nebenwirkungen geschmälert wird, ähnlich wie beim zugelassenen Wirkstoff. Daten zu Risiken und Nebenwirkungen sind aber derzeit noch nicht ausreichend verfügbar.

Welche Nebenwirkungen gibt es beim zugelassenen Wirkstoff?

Beim zugelassenen Wirkstoff sind die Nebenwirkungen in den aktuellen Studien sehr gering. Wir konnten beobachten, dass bei ca. 10 Prozent der Patienten eine unspezifische Konjunktivitis auftritt, das heißt eine Bindehautentzündung. Für den Patienten kann dies lästig sein, ist aber behandelbar. Weitere mögliche, aber selten auftretende Nebenwirkungen, sind zum Beispiel oraler Herpes, Eosinophilie und Kopfschmerzen. Ansonsten kam es in den Studien bei dem ersten bisher zugelassenen Antikörper kaum zu Nebenwirkungen, er ist sehr gut verträglich. Langfristige Daten liegen noch nicht vor, aber es gibt zurzeit keine Hinweise auf etwaige schwerere Nebenwirkungen.

Advertorial

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen gemäß DSGVO.