Kneipp'sche Therapieverfahren Neurodermitis

Dr. med. Christian Hentschel, Allergologe, Psychotherapeut, Allgemeinmediziner und Experte für Naturheilverfahren in Düsseldorf über Kneipp'sche Therapieverfahren und wie sie bei Neurodermitis helfen können!

Kneipp'sche Therapieverfahren bei Neurodermitis: Wie können sie helfen?

Bei „Kneipp“ denken viele zuerst ans Wassertreten! Hinter den Kneipp'schen Therapieverfahren steckt jedoch mehr als nur das. Insbesondere bei Neurodermitis bieten die Kneipp'schen Therapieverfahren zahlreiche Möglichkeiten, die Symptome zu lindern oder den Allgemeinzustand der Haut grundsätzlich zu verbessern. Im Rahmen der Düsseldorfer Allergietage 2016 sprach MeinAllergiePortal mit Dr. med. Christian Hentschel, Allergologe, Psychotherapeut, Allgemeinmediziner und Experte für Naturheilverfahren in Düsseldorf über Kneipp'sche Therapieverfahren und wie sie bei Neurodermitis helfen können.

Herr Dr. Hentschel, was gehört zu den Kneipp’schen Therapieverfahren?

Kneipp’sche Therapieverfahren sind klassische Naturheilverfahren, die mit den naturgegebenen Wirkungen von Licht, Luft, Wasser, Ernährung und Heilpflanzen arbeiten.     

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Wie helfen Kneipp’sche Therapieverfahren bei Neurodermitis?

Sehr hilfreich für Neurodermitiker sind z.B. regelmäßige Saunagänge, die zum Bereich „Wasser“ gehören. Das Saunieren gehört zu den  Kneipp’schen Therapieverfahren und ist ein ausgesprochen gutes Gefäßtraining. Durch das Gefäßtraining ziehen sich die Gefäße zusammen und die übermäßige Durchblutung der atopischen Haut wird reguliert, das haben auch Studien gezeigt.

Wichtig ist dabei, dass jeder Saunagang mit einer kalten Dusche abgeschlossen wird, sonst werden die Gefäße nicht trainiert. In einer schwedischen Studie zum Zusammenhang von Sauna und Erkältungserkrankungen wurde eindeutig ermittelt, dass nicht allein der Saunagang, sondern nur das Wechselbad zwischen Wärme und Kälte den Effekt hat, die Gefäße zu trainieren. Es gibt auch immunologische Untersuchungen, die die positiven Effekte des Wechsels zwischen warm und kalt nachgewiesen haben.     

Zum „Wasser“ gehören auch die Bädertherapien. In unserer Praxis führen wir bei Neurodermitis z.B. Bädertherapien mit Nachtkerzenöl durch. Generell empfehlen sich bei Neurodermitis Ölbäder oder Solebäder.

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Ein Beispiel für kombinierte Sole- und Lichtbäder ist die Bädertherapie am Toten Meer. Das Wasser des Toten Meeres ist eher „ölig“ und enthält nicht Natriumchlorid, sondern Magnesiumchlorid. Nach dem Bad gehen die Patienten, ohne zu Duschen, direkt in die Sonne und eine Lichttherapie schließt sich an. Dabei profitieren die Patienten von einer speziellen Art von UV-Strahlen, die daher kommt, dass das Tote Meer 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegt.   

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