Test Glutensensitivität Weizensensitivität

Prof. Dr. med. Martin Storr, Gastroenterologe am Gesundheitszentrum Starnberger See (MVZ) zum verblindeten Kapseltest mit Gluten zur Diagnose von Glutensensitivität bzw. Weizensensitivität!

Test auf Glutensensitivität/ Weizensensitivität: Wie geht das?

Was genau sagt der „verblindete Kapseltest mit Gluten“ aus?

Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Beschwerden kommen wieder, dann gilt es zu überprüfen, ob dies in einem Zusammenhang mit der Einnahme der glutenhaltigen Kapseln steht, oder die Beschwerden kommen nicht wieder und dann ist eine Glutensensitivität eher nicht gegeben.  

Angenommen, der „verblindete Kapseltest mit Gluten“ ist positiv und die Diagnose gestellt, ist dies eine lebenslange Diagnose?

Zurzeit weiß man nicht so genau, ob es möglich ist, dass eine Glutensensitivität bzw. Weizensensitivität wieder verschwindet. Aktuell geht man von einem dauerhaften Status aus, aber es müssen ja nicht dauerhaft Beschwerden auftreten. Auch andere Faktoren können eine Rolle spielen, z.B. Stresssituationen, andere Nahrungsbestandteile, das aktuelle Körpergewicht etc.. Ich muss allerdings sagen, dass die Beschwerden bei vielen meiner Patienten dauerhaft zu sein scheinen. Ich kenne bislang keinen Fall, bei dem die Beschwerden nach dem Verzehr stark glutenhaltiger Speisen plötzlich nicht mehr auftreten.

Und bei welchen Patienten ist es sinnvoll, einen „verblindete Kapseltest mit Gluten“ durchzuführen?

Ein „verblindeter Kapseltest mit Gluten“ ist bei jenen Patienten sinnvoll, die über vier bis sechs Wochen ein qualifiziertes Ernährungs- und Symptomtagebuch geführt haben, so wie es die medizinische Behandlungsleitlinie vorschlägt, und bei denen sich daraufhin herauskristallisiert, dass die Beschwerden tatsächlich auf getreidehaltige Produkte zurückzuführen sind.

Zuvor sollte man bei einem solchen Patienten allerdings prinzipiell sämtliche anderen gastrointestinalen Erkrankungen ausgeschlossen haben, deren Symptomlage ähnlich ist. Dazu gehören z.B. eine Laktoseintoleranz, eine Fruktosemalabsorption, die Sorbitintoleranz, die Zöliakie etc...

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