Keine Allergie-News verpassen!

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Sie wollen stets zu Allergien und Intoleranzen informiert werden? Abonnieren Sie kostenlos unseren MeinAllergiePortal-Newsletter!

 

x

Sorbitintoleranz Diagnose Therapie

Dr. Ulrike Eigner zum Thema: Sorbitintoleranz: Diagnose und Therapie!

Sorbitintoleranz: Diagnose und Therapie!

Wer befürchtet, an einer Sorbitintoleranz zu leiden, sollte dies abklären lassen. Aber wie wird die Diagnose Sorbitintoleranz gestellt? Und wie sieht die Therapie aus, wenn man Sorbit nicht verträgt? Darüber sprach MeinAllergiePortal mit Dr. Ulrike Eigner, Diplom-Ökotrophologin, Praxis für Ernährungsberatung und –therapie in Haßfurt/Sylbach.

Frau Dr. Eigner, wie wird die Diagnose Sorbitintoleranz gestellt?

Die Diagnose Sorbitunverträglichkeit kann in einer internistischen Praxis mittels Sorbit-Wasserstoffatemtest, dem sogenannten „H2-Atemtest“ diagnostiziert werden. Die Praxis muss hierfür über ein H2-Atemtestgerät, einen Gastrolizer, verfügen. Wichtig ist, dass Betroffene mit Verdacht auf eine Sorbitintoleranz nüchtern in die Praxis kommen. Dann wird mit dem H2-Atemtestgerät zunächst der Nüchternwert bestimmt. Anschließend trinkt der Patient zügig die Sorbitlösung. Bei Erwachsenen sollte mit 5 oder 10 g Sorbit, gelöst in 200 ml Wasser, getestet werden. Danach wird über einen Zeitraum von etwa zwei Stunden alle 15 bis 20 Minuten der Wasserstoffgehalt der Ausatemluft bestimmt.

Wichtig ist, parallel zu den Messungen auch ein Beschwerdeprotokoll zu führen, auch über den Messzeitraum hinaus. Der Grund: Es kann auch erst nach mehreren Stunden, bis zum zweiten Tag nach dem Test, zu Beschwerden kommen. Diese sollten beobachtet und dokumentiert werden.

Was muss im Verlauf des H2-Atemtests passieren, damit die Diagnose Sorbitintoleranz gestellt wird?

Bei sorbitintoleranten Personen kommt es im Verlauf des Tests zu einem Anstieg der H2-Konzentration. Ab einem Anstieg von 20 ppm gegenüber dem Nüchternwert wird von einer Sorbitunverträglichkeit ausgegangen. Auch auftretende Beschwerden sprechen für eine Sorbitunverträglichkeit.

Aber: Nicht bei allen Menschen, die von einer Sorbitunverträglichkeit betroffen sind, kommt es zu einem Wasserstoffanstieg. 2 bis 10 Prozent der Sorbitintoleranten sind sogenannte Non-Producer. Das sind Personen, deren Dickdarmbakterien kein H2-Gas synthetisieren, das heißt, produzieren. Bei den Non-Producern ist das Beschwerdeprotokoll die einzige Grundlage, eine Diagnose zu stellen.

Und: Idealerweise sollte dem Sorbit-H2-Atemtest ein Glukose-H2-Atemtest voraus gehen. Dieser sollte mindestens zwei Tage vor dem Sorbit-H2-Atemtest mit 50 g Glukose, gelöst in 300 ml Wasser durchgeführt werden. So ist es möglich, sicher zu stellen, dass keine Fehlbesiedelung des Dünndarms vorliegt, die fälschlicherweise als Sorbitunverträglichkeit diagnostiziert wird.

Da das Beschwerdeprotokoll das wichtigste Instrument für die Diagnosestellung ist, kann auch vom Patienten selbst von zuhause aus ein Sorbittest durchgeführt werden.

Wie führt man einen Test auf Sorbitintoleranz zuhause durch?

Auch zuhause sollte zuerst der Glukosetest durchgeführt werden. Dazu muss man 50 g Traubenzucker gelöst in 300 ml Wasser trinken und dann ein Beschwerdeprotokoll führen. Die Beschwerden kommen in der Regel recht rasch.

Falls Beschwerden wie Bachsschmerzen auftauchen, liegt eine Fehlbesiedelung des Dünndarms vor. Dann sollte man sich unverzüglich zu einem versierten Internisten begeben. In der Regel ist es notwendig, den Test dort als Glukose-H2-Atemtest durchzuführen. Eine Fehlbesiedelung ist dringend mit Antibiotika zu behandeln. Gleichzeitig sollten Probiotika eingenommen werden, die Laktobazillen und Bifidus-Bakterien enthalten. Inulin und Oligofruktose sollte auf keinen Fall enthalten sein.

Nun zum Test auf Sorbitintoleranz:

Hierfür werden 5 bis 10 g Sorbit, zum Beispiel käuflich in Apotheken oder Drogeriemärkten, in 200 ml Wasser gelöst und nüchtern getrunken. Nun wird über mehrere Stunden ein Beschwerdeprotokoll geführt. Nach etwa zwei Stunden kann ein bekömmliches Frühstück verzehrt werden. Das Beschwerdeprotokoll gibt Aufschluss darüber, ob eine Sorbitunverträglichkeit vorliegt oder nicht. Treten die typischen oben beschriebenen Beschwerden auf, so kann von einer Sorbit-Malabsorption ausgegangen werden.

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen gemäß DSGVO.