Eis essen glutenfrei

Eis essen: so geht’s auch glutenfrei! Quelle: DZG

Eis essen: so geht‘s auch glutenfrei

Eis essen ist Erfrischung und Genuss in Einem und gehört im Sommer einfach dazu. Menschen mit Zöliakie, die sich streng glutenfrei ernähren müssen, sind jedoch häufig unsicher, ob offene Eissorten im Eiscafé oder der Eisdiele für sie geeignet sind oder sie sich sicherheitshalber für das verpackte Eis entscheiden sollten. Denn das Klebereiweiß Gluten, das in Getreide wie Weizen, Dinkel, Roggen und Gerste enthalten ist, verursacht bei Zöliakiebetroffenen Entzündungen im Dünndarm. Die einzige Therapie ist eine vollkommen glutenfreie Ernährung. Doch wie lässt sich glutenfreies Eis erkennen? Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V. (DZG) gibt Tipps für den glutenfreien Eisgenuss und informiert über Eisdielen mit glutenfreiem Sortiment, in denen Zöliakiebetroffene unbeschwert genießen können.

Tipps für den sicheren, glutenfreien Eisgenuss

Der einfachste und sicherste Weg zum glutenfreien Eis ist, sich direkt bei der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft danach zu erkundigen. Denn sie führt – als Service für Betroffene – eine Liste über Eisdielen mit glutenfreiem Sortiment in Deutschland. Wer wissen will, wo es in seiner Region oder am Urlaubsort glutenfreies Eis gibt, kann sich an die kostenfreie Telefon-Hotline der DZG unter 0711/ 45 99 81-0 wenden. Weitere Informationen zu den DZG-Beratungsangeboten gibt es auch auf www.dzg-online.de.

 

dzg julia veigelJulia Veigel, Diätassistentin bei der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e.V.. Quelle: DZGDoch auch für diejenigen, die sich auf eigene Faust in die Eisdiele wagen, gibt es gute Nachrichten: Eiscafés und Eisdielen unterliegen der Kennzeichnungspflicht für lose Ware. „Das bedeutet, jedes Café muss eine Übersicht über die enthaltenen Allergene in jedem seiner Produkte zur Verfügung stellen können. Das gilt auch für Gluten“, erklärt Julia Veigel, Diätassistentin bei der DZG. Diese Informationen können zum Beispiel in der Karte stehen und andernfalls angefragt werden. „Denn auch, wenn Eis auf den ersten Blick glutenfrei wirkt, weil es hauptsächlich Milch, Zucker und Früchte, Aromen oder Nüsse enthält, können glutenhaltige Verdickungsmittel, Emulgatoren oder Stabilisatoren zu den Zutaten gehören,“ weiß die Expertin.

Ohnehin rät Julia Veigel dazu, das Gespräch mit dem Personal zu suchen, denn auch, wenn glutenfreie Eissorten im Angebot sind, besteht ein Kontaminationsrisiko bei loser Ware: „Wenn das Personal nicht entsprechend geschult ist, dann kann es passieren, dass glutenfreies Eis mit Gluten in Berührung kommt, zum Beispiel durch herunterfallende Krümel der glutenhaltigen Waffeln, auf die Zöliakiebetroffene in jedem Fall verzichten müssen.“ Auch über die Maschinen bei der Herstellung oder Portionierwerkzeug im Eiscafé können Spuren von Gluten auf das glutenfreie Eis übertragen werden. „Werden glutenfreie Eissorten angeboten, sollten Betroffene erfragen, wie der Verkäufer Verunreinigungen mit Gluten vermeidet: ob es separate Portionierer gibt, einen besonderen Schutz vor Waffelkrümeln und ob das Eis in separaten Maschinen hergestellt wurde. So merken Kunden schnell, wie erfahren und versiert das Café im Umgang mit glutenfreien Produkten ist. Wirkt das Personal unsicher oder hat keine entsprechenden Vorkehrungen getroffen, dann empfiehlt es sich, der eigenen Gesundheit zuliebe, auf das lose Eis zu verzichten.“ Denn selbst kleinste Mengen Gluten können bei Betroffenen Beschwerden auslösen. Eine zuverlässige Alternative ist dann einzeln verpacktes Eis, dessen Zutaten die Betroffenen direkt auf der Verpackung nachlesen können.

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