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Tierhaarallergie

Dr. Petra Zieglmayer, Chief Scientific Officer, QB, Allergieambulatorium Wien West

Tierhaarallergie: Risikofaktoren, Allergenität der Tiere und Behandlung

Laut dem „Global Atlas of Allergy“ des EAACI sind zwischen 10 und 15 Prozent der Bevölkerung in den wohlhabenden Ländern auf Tierhaarallergene sensibilisiert, d.h. sie können klinische Symptome entwickeln. Darüber hinaus gehören Tierhaarallergien zu den häufigsten Ursachen für Asthma. Doch Haustiere sind beliebt und viele Menschen, die sich ein Haustier wünschen, sind verunsichert und wissen nicht ob und welches Tier für sie in Frage kommt. MeinAllergiePortal sprach mit Dr. Petra Zieglmayer, Chief Scientific Officer, QB, Allergieambulatorium Wien West darüber, welche Risikofaktoren bei der Entstehung einer Tierhaarallergie ausschlaggebend sind, welche Tiere eine besonders hohe Allergenität haben und wie die Behandlung einer Allergie auf Tierhaare aussehen kann.

Frau Dr. Zieglmayer, welche Tierhaare können Allergien auslösen?

Grundsätzlich können alle Tiere und nicht nur die felltragenden Tiere Allergien auslösen, insofern ist der Begriff "Tierhaarallergie" irreführend. Man kann gegen alle Tiere, die im Haushalt leben, Allergien entwickeln, auch gegen Vögel und Reptilien.

Allerdings ist das Risiko höher, auf felltragende Tieren eine Allergie zu entwickeln, denn Tierhalter kommen, bedingt durch den engen Kontakt, verstärkt mit den allergenen Proteinen dieser Tiere in Berührung.

Warum besteht bei den felltragenden Tieren ein erhöhtes Allergierisiko? 

Bei den felltragenden Tieren werden relativ viele unterschiedliche Partikel, d.h. nicht nur die Haare, sondern auch die Hautschuppen, mit der Luft verwirbelt und können so eingeatmet werden. Die Proteinmenge mit dem die Tierhalter der felltragenden Tiere in Berührung kommen, ist daher viel höher, als bei gefiederten Tieren oder Reptilien. Hinzu kommt, dass Reptilien per se keine Schmusetiere sind.

Wo genau stecken denn die Allergene, die eine Tierhaarallergie auslösen können?

Bei den felltragenden Tieren stecken die Allergene primär in den Hautschüppchen und auf den Haaren. Man findet sie aber auch auf der Hautoberfläche, die durch Speichel und andere Sekrete kontaminiert ist. Wenn sich z.B. eine Katze das Fell abschleckt, findet man die Speichelproteine auf dem Fell. Aber auch Harnproteine, d.h. alle Arten von Ausscheidungen und Sekreten, können bei der Entstehung von Allergien eine Rolle spielen.

Bei den Reptilien wiederum stecken die Allergene vor allem in den Hautschüppchen und den Sekreten bzw. in der Einstreu des Käfigs. Es versteht sich von selbst, dass der Halter z.B. einer Schildkröte mit deutlich weniger Proteinen in Berührung kommt als bei einem Hund, einer Katze oder einem anderen klassischen Schmusetier.

Auch Vögel haben damit ein weniger großes allergenes Potenzial als die felltragenden Tiere und gehören deshalb nicht so häufig zu den Allergieauslösern. Die Allergene der Vögel stecken vor allem in den Federn und in der Einstreu.


Welche Tiere unter den Fellträgern lösen denn am häufigsten Allergien aus?

Unter den felltragenden Tieren sind es die Katzen, die am häufigsten Allergien auslösen.

Weiß man, warum Katzen die häufigsten Auslöser von Tierhaarallergien sind?

Da muss ich etwas weiter ausholen. Zurzeit wird intensiv daran geforscht, welche Faktoren dazu führen, eine Tierhaarallergie zu entwickeln, bzw. welche Faktoren vor dem Entstehen einer Tierhaarallergie schützen. Dazu gibt es zwei Hypothesen:

Zum einen die Farm life-Hypothese, die besagt, dass eine Exposition gegenüber bakteriellen Lipopolysacchariden eine Prägung des Immunsystms auslöst, die weg von der Th2-Reaktivität und hin zur Th1-Reaktivität und damit zur allergologischen Toleranzentwicklung geht. Deshalb haben die Kinder, die auf dem Land leben und dort eher mit "Dreck" in Berührung kommen, seltener Allergien als die Kinder aus der Stadt.

Die zweite Hypothese bezieht sich auf den Expositionsdruck, d.h. je intensiver man Tierallergenen ausgesetzt ist, desto eher entwickelt das Immunsystem eine Toleranz. Das wiederum bedeutet, die Kinder, die im Stall aufwachsen, sind mit viel größeren Mengen an Allergenen konfrontiert als Kinder, die z.B. nur einmal in der Woche reiten gehen. Bei Kühen und Hunden konnte man anhand vieler Studien nachweisen, dass ein hoher Expositionsdruck zu einer Allergentoleranz führt.

Die Ausnahme bei dieser Hypothese bilden allerdings die Katzen, wobei die Datenlage sehr heterogen ist. Im Falle der Katzen kann es zu dem Phänomen kommen, dass Kinder eine Katzenhaarallergie entwickeln, obwohl sie mit vielen Katzen aufwachsen. In diesen Fällen funktioniert die Toleranzentwicklungshypothese bei hohem Expositionsdruck nicht.

Woran liegt es, dass die Toleranzentwicklungshypothese bei hohem Expositionsdruck im Falle der Katze nicht immer funktioniert? 

Man vermutet, dass es unter anderem daran liegt, daß es sich bei einigen Allergenen der Katze um Allergene handelt, die per se über eine biologische Aktivität verfügen. Ähnlich verhält es sich bei der Hausstaubmilbe und den Schimmelpilzen, denn auch hier führt ein hoher Expositionsdruck nicht immer zur Toleranzentwicklung. Umgekehrt scheint es so zu sein, dass man umso eher eine Allergie entwickelt, desto mehr man exponiert ist. Allerdings ist die Datenlage auch hier wiederum uneinheitlich.

Es kann aber durchaus sein, dass diese biologisch aktiven Allergene der Katze pro-inflammatorisch wirksam sind, d.h. dass sie Entzündungsreaktionen auslösen, die dann wiederum der Allergieentwicklung förderlich sind. Eine vermehrte Exposition gegenüber diesen Allergenen führt deshalb in diesem Fall nicht zu einer Toleranzentwicklung, sondern zur Allergieentstehung.

Das Immunsystem reagiert aber in diesen Fällen nicht nur auf die Proteinstruktur der Katze, sondern auch auf die Enzyme, die eine biologische Aktivität im Körper auslösen und damit einen Mechanismus im Körper aktivieren, der wiederum die Allergieentstehung begünstigen kann.


Gibt es Personengruppen, die ganz besonders häufig von Tierhaarallergien betroffen sind?

Die genetische Disposition spielt in Bezug auf das Risiko, eine Tierhaarallergie zu entwickeln, eine große Rolle. Das sind oft Kinder aus Atopiker- oderAllergikerfamilien. Atopiker werden mit einer genetisch bedingten Neigung zur Allergie geboren und haben einen oft stark erhöhten Gesamt IgE-Spiegel.. Unter einer intermittierenden Exposition, d.h. bei nur gelegentlichem Kontakt mit dem Allergen, entwickeln diese Menschen eher eine Allergie.

Ein weiteres Risiko für das Entstehen einer Tierhaarallergie sind bestehende Allergien, denn Tierhaarallergien sind sekundäre Allergien. Eine Tierhaarallergie entwickelt man nicht als erste Allergie, sondern immer in Folge einer primären Allergie. Gerade Kinder entwickeln häufig zunächst eine Nahrungsmittelallergie oder eine Hausstaubmilbenallergie. Dabei ist die Hausstaubmilbenallergie die dominanteste Allergie. Zu diesen primären Allergien kommt die Tierhaarallergie als sekundäre Allergie noch hinzu.

Bei den Nahrungsmittelallergien muss man aber immer zunächst die Frage stellen, ob es sich tatsächlich um eine allergisch bedingte Nahrungsmittelunverträglichkeit handelt. Bei den allerwenigsten Kindern liegt eine IgE-vermittelte Reaktion vor, d.h. ein echte Allergie, vor. Aber selbst wenn die Kinder eine echte Nahrungsmittelallergie haben, folgt darauf nicht unmittelbar die Tierhaarallergie. Kinder mit einer echten Nahrungsmittelallergie entwickeln oft im Kleinkindalter zusätzlich Hausstaubmilbenallergie oder, ab dem Kindergartenalter, eine Pollenallergie und dann erst kommt die Tierhaarallergie sekundär hinzu. Kinder mit einer echten Nahrungsmittelallergie sind deshalb nicht a priori gefährdet, eine Tierhaarallergie zu entwickeln, auch wenn im Haushalt eine Katze lebt.

Gibt es Berufe, bei denen das Risiko, eine Tierhaarallergie zu entwickeln, erhöht ist?

Wenn keine atopische Diathese besteht, d.h. wenn keine Allergieneigung besteht, ist das Risiko eine Tierhaarallergie zu entwickeln, nur weil man z.B. in einem Zoogeschäft arbeitet, nicht erhöht.

Besteht hingegen eine genetische Disposition, birgt die Exposition ein gewisses Risiko. Hier gilt auch wieder, dass das Risiko durch den Kontakt mit Katzen deutlich höher ist als bei anderen Tieren. Ein Mensch, der bis ins Erwachsenenalter keinerlei Allergien hatte, wird aber kaum durch die Tätigkeit im Zoogeschäft eine Tierhaarallergie entwickeln. Eine Tierhaarallergie entsteht nicht plötzlich im Erwachsenenalter, ohne vorherige Krankengeschichte.

An welchen Symptomen erkennt man eine Tierhaarallergie, bzw. wie unterscheiden sich die Symptome nach Tierart?

Die Symptome einer Tierhaarallergie sind die typischen Symptome einer inhalativen Allergie, d.h. einer Typ-I-Allergie. Die Symptome äußern sich durch Naselaufen, Augenjucken, Husten etc. bis hin zum Asthma. Asthma ist das gravierendste Symptom das im Zusammenhang mit einer Tierhaarallergie möglich ist. Mit anaphylaktischen Reaktionen ist bei einer Inhalationsallergie nicht zu rechnen. 

Jede Tierart hat eine hohe Zahl von Allergenen, die alle eine sehr kleine Partikelgröße haben können. Z.B. ist die Größe eines Hautschüppchens zunächst einmal im sichtbaren Bereich. Mit dem Trocknen zerbröselt es jedoch in ganz kleine Partikel und diese können wiederum tief inhaliert werden, d.h. sie dringen relativ weit in die Atemwege ein und lösen so Beschwerden aus.

Alle genannten Symptome können bei allen Arten von Tierhaarallergien auftreten. Die Tierart, gegen die man allergisch ist, spielt für die Symptome keine Rolle.


Bei der Tierhaarallergie gibt es aber Unterschiede in Bezug auf die Allergenität der Tierarten…

Ja, es gibt je nach Tierart Allergene, die relativ intensive IgE-vermittelte Reaktionen auslösen, das wären die felltragenden Tierarten, z.B. der Hund. Dann gibt es diejenigen, die per se auch biologisch aktiv sind, wie die Katzenallergene und die deshalb die Entstehung der Tierhaarallergie fördern. Bei den Allergenen anderer Tierarten, wie gesagt bei den Vögeln oder Reptilien, ist die Allergenität geringer.

Wie erfolgt die Behandlung bei Tierhaarallergien?

Je nach Klinik, d.h. je nach Symptomen, wird die Tierhaarallergie symptomatisch behandelt. Für das Asthma gibt es z.B. hochwirksame Glucokortikoide, die heute eine so gute Galenik haben, dass sie auch in geringen Konzentrationen bei gutem Sicherheitsprofil entzündungshemmend wirken können. Unter Galenik versteht man die pharmazeutische Technologie, die es erlaubt, die Wirkstoffe so herzustellen, dass sie auch den Wirkort erreichen und dort eingreifen können, wo sich z.B. in diesem Fall beim Asthma, der Entzündungsherd befindet. Ein inhalatives Asthmaspray bringt die Wirkstoffe also direkt zum "Ort des Geschehens". Auch eine Allergieimpfung ist zur Behandlung der Tierhaarallergie möglich. Allerdings gibt es hierzu nicht so viele Studien und die besten Daten gibt es noch zur Allergie gegen Katzenhaare.

Allergenvermeidung ist auch hier die grundsätzliche Empfehlung, z.B. ist es sinnvoll, die Tiere regelmäßig zu bürsten, um die Haare und die Hautschüppchen gut zu entfernen. Es hat sich sogar gezeigt, dass man die Allergenbelastung nennenswert reduzieren kann, wenn man die Tiere alle zwei Wochen badet. Außerdem sollte man Tiere nicht in Schlafräumen halten, denn man hält sich ja die längste Zeit des Tages dort auf.

Was ist bei der Allergieimpfung gegen eine Tierhaarallergie bzw. Katzenhaarallergie zu beachten?

Grundsätzlich gibt es auch für die Allergieimpfung bei der Tierhaarallergie zwei mögliche Therapieansätze, die zurzeit heiß diskutiert werden, die subkutane spezifische Immuntherapie (SCIT) und die sublinguale spezifische Immuntherapie (SLIT). Während die SCIT mit Hilfe von Spritzen durchgeführt wird, erfolgt die SLIT durch das Einbringen von Tröpfchen unter die Zunge.

Die Befürworter der Oralen Immuntherapie konnten in Studien zeigen, dass bei der Katzenhaarallergie mit der Tröpfchenkur durchaus Effekte zu erzielen sind. Viele Pulmologen argumentieren zudem, dass entsprechend hoch dosierte und per Spritzenkur verabreichte Extrakte bei Asthmatikern Asthmaanfälle auslösen können. Deswegen bevorzugen Pulmologen oft die niedriger dosierte Tröpfchenkur.

Immunologisch betrachtet muss man jedoch davon ausgehen, dass eine möglichst hohe Dosis des Therapeutikums auch eine ausgeprägte Toleranzreaktion hervorruft. Diese hohe Dosis ist bei der Tröpfchenkur aber nur schwer zu erreichen, weil hier eine viel höhere Extraktkonzentration als bei der Spritzenkur nötig ist. Dementsprechend sind die Erfolgsaussichten in Bezug auf die Asthmabehandlung auch geringer als bei der SCIT.

Für die Allergieimpfung gilt die folgende Formel: Je höher dosiert das Immuntherapeutikum ist, das dem Patienten verabreicht wird, umso größer ist die Chance, eine Toleranzentwicklung zu erreichen. Um mit einem oralen Präparat die gleiche immunologische Reaktion zu erzielen wie mit einem subkutanen Präparat, benötigt man mindestens die zehnfache Allergenmenge. Das liegt daran, dass man in der Mundschleimhaut bei weitem nicht die gleiche Anzahl an immunkompetenten Zellen hat, wie im Gewebe. Ein Spritzenpräparat zeigt deshalb bei gleicher Allergenmenge eine bessere Wirksamkeit in Bezug auf die Immunreaktion. Versucht man hingegen bei der Tröpfchenkur eine hohe Allergenkonzentration im Extrakt zu nutzen, kommt es häufig zu Nebenwirkungen. Man muss deshalb bei der oralen Immuntherapie immer abwägen zwischen optimaler Toleranzentwicklung und möglichst geringen Nebenwirkungen. Zurzeit werden viele experimentelle Ansätze verfolgt, die aber bisher noch keinen durchschlagenden Erfolg brachten.


Zurück zum Beispiel Katzenhaarallergie: Durch die Allergieimpfung kommt es für denjenigen, der ein Katze als Haustier hat und auch die Allergieimpfung durchführt, zu einer recht hohen Dosis an Katzenallergenen…

Bei der Allergieimpfung von Katzenallergikern, die eine Katze zu Hause haben stellt sich immer die Frage, ob die Allergenmenge in der Summe tatsächlich eine Immuntoleranz bewirkt. Zum einen steht die These im Raum, dass sich der Patient durch die Katze, mit der er lebt, selbst desensibilisiert, und de facto ist das auch oft der Fall, aber in objektive Daten lässt sich diese Konstellation nicht fassen.

Es ist ausgesprochen schwierig, die Allergenkonzentration in einem "Katzenhaushalt" zu ermitteln. In San Antonio gibt es eine Forschungsgruppe, die auch Provokationskammern betreibt und versucht hat, die Allergenkonzentration in Katzenhaushalten zu messen und dieses Allergenklima dann in ihren Provokationskammern zu reproduzieren, was aber nicht gelang.

Aber der Tierbesitzer kann seine Katze auch während der Allergieimpfung behalten?

Man empfiehlt Katzenallergikern noch immer, die Katze wegzugeben, aber eigentlich kommt man davon immer mehr weg, weil es im Falle der Katze einfach nichts bringt, außer psychischen Belastungen für die Katzenhalter. Das Problem bei der Katze ist, dass es mindestens ein Jahr dauert, bis man überhaupt eine nennenswerte Reduktion der Allergenbelastung in der Wohnung feststellen kann. Gleichzeitig ist der Katzenallergiker im öffentlichen Bereich aber weiterhin überall mit Katzenallergenen konfrontiert, denn die Katze ist das meistgehaltene Haustier. Egal ob in öffentlichen Gebäuden, vor allem in Schulen, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Kino, die Allergenbelastung mit Katzenallergenen ist so hoch, dass eine Allergenkarenz, d.h. eine völlige Meidung des Allergens, gar nicht möglich ist.

Um eine katzenallergenfreie Umgebung zu erreichen, müsste man ein Haus neu bauen, denn bei einem Umzug könnte man ja auch an eine Wohnung geraten, in der zuvor eine Katze gelebt hat. Auch für Lehrer ist es völlig unmöglich, Katzenallergene zu meiden, irgendein Schüler lebt immer in einem Katzenhaushalt. Da eine Meidung von Katzenallergenen unmöglich ist, ist eine Allergieimpfung sehr sinnvoll.

Kann man sich denn, wenn man z.B. eine Katzenallergie hat, ein Meerschweinchen anschaffen, oder muss man dann damit rechnen, dass man dann auch darauf eine Allergie entwickelt?

Die felltragenden Tiere haben relativ viele kreuzreaktive Allergene, die sich bei allen Fellträgern finden. Wenn ein Patient eine klinisch manifeste Katzenallergie hat, d.h. er zeigt eine Sensibilisierung auf kreuzreaktive Katzenallergene im Allergietest und hat auch Symptome, besteht das Risiko, dass er auch auf andere felltragende Tiere, z.B. auf Hunde oder Meerschweinchen, eine Allergie entwickelt. Verantwortlich dafür sind primär die Serumalbumine und die Lipocaline, die alle felltragenden Tiere haben.

Anders sieht es aus, wenn der Allergietest zwar eine positive Sensibilisierung z.B. auf Katze, zeigt, der Betreffende jedoch nie klinische Symptome entwickelt hat. In diesem Fall besteht eine Toleranz gegen das Allergen.

Frau Dr. Zieglmayer, herzlichen Dank für dieses Gespräch!