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Advertorial
Prof. Markus Rose zum Thema: Präbiotika Probiotika Synbiotika Allergien

Prof. Markus Rose zum Thema: Präbiotika, Probiotika, Synbiotika: Schützen sie vor Allergien?

Präbiotika, Probiotika, Synbiotika: Schützen sie vor Allergien?

Ergeben sich daraus Möglichkeiten der Allergieprävention?

Durchaus, denn das Fazit aus all diesen Erkenntnissen lautet: Wer sich möglichst viel an der frischen Luft in der Natur aufhält, Hygiene und Genussmittel auf ein sinnvolles Maß beschränkt, sich ausgewogen ernährt, und sich viel bewegt, tut viel für seine Gesundheit und beugt Allergien vor. Hier stehen Rohkost (Obst- und Gemüse), Sauermilchprodukte und der Kontakt mit bakteriellem Endotoxin im Fokus – Menschen, die sich in „Indoorspielhallen“ oder Fitness-Studios aufhalten, sind kranker als Kontrollgruppen, die sich im Wald und auf Wiesen bewegen. Unsere Darmflora kann zusätzlich mit „funktioneller Nahrung“, z.B. Probiotika, gepflegt werden.

Wenn es um das Mikrobiom geht, hört man häufig die Begriffe „Präbiotika“, „Probiotika“ und „Synbiotika“ - welchen Zusammenhang gibt es hier?

Präbiotika sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist komplexe Kohlenhydrate. Sie bewirken bei Einbringung in einen Wirtsorganismus, zum Beispiel beim Menschen, für diesen Wirt gesundheitsfördernde Effekte. Sie dienen sozusagen als “Futter” für probiotische Mikroorganismen, wie zum Beispiel Bifidobakterien oder Lactobazillen.

Probiotika sind lebende Mikroorganismen oder deren Bestandteile. Probiotika können bei Einbringung in einen Wirtsorganismus gesundheitsfördernde Wirkungen haben, indem sie zum Beispiel das Immunsystem unterstützen, Entzündung hemmen oder die Entstehung und Ausbreitung von Allergien mindern.

Synbiotika oder Symbiotika sind Präparate zur Nahrungsergänzung, die präbiotische und probiotische Bestandteile kombinieren.

Was könnten Präbiotika und Probiotika im Zusammenhang mit atopischen Erkrankungen, also Allergien, leisten?

Seit über 30 Jahren werden wissenschaftliche Untersuchungen zur probiotische Vorbeugung und Behandlung allergischer Erkrankungen wie Neurodermitis, Heuschnupfen oder allergisches Asthma durchgeführt. Die Ergebnisse sind recht unterschiedlich. Je nach eingesetztem Präbiotikum und/oder Probiotikum, der Dauer des Einsatzes, der untersuchten Patientengruppe oder dem Umfeld kam man zu den unterschiedlichsten Ergebnissen, von „keiner Wirkung“ bis zu „eindrucksvollen Verbesserungen“. Eine große aktuelle Metaanalyse auf Basis von 19 Studien mit fast 8.000 Schwangeren ergab, dass eine Probiotika-Einnahme im letzten Teil der Schwangerschaft und während der Stillzeit das Risiko für Neurodermitis (atopische Dermatitis) bei Kindern in den ersten fünf Lebensjahren vermindern kann. Wir wissen außerdem, dass Probiotika auch therapeutisch nützlich sein können, so bei Virusinfektionen des Magen-Darm-Traktes, chronischen Darmentzündungen oder atopischen Ekzemen.

Wie können Präbiotika und Probiotika jetzt schon zur Allergieprävention eingesetzt werden?

Generelle Aussagen sind in Anbetracht der großen Vielfalt an präbiotischen und probiotischen Nahrungsergänzungen schwierig. Man kann jedoch sagen, dass probiotische Nahrungsergänzung, wie sie im Konsumentenbereich - zum Beispiel Joghurts aus dem Kühlregal - angeboten wird, kaum die Mengen an milchsäurebildenden Bakterien in den Körper einbringen kann, die für nachweisbare gesundheitsförderliche Effekte nötig wären.

Dies gilt aber nicht für die speziellen präbiotischen und probiotischen Präparate. In wissenschaftlichen Studien ließen sich durch Nahrungsergänzung mittels präbiotischer und/oder probiotischer Präparate teilweise vorbeugende Effekte hinsichtlich allergischer Erkrankungen nachweisen. Ebenso konnten die Studien nachweisen, dass es durch präbiotische und/oder probiotische Präparate bei den Betroffenen auch zu Verbesserungen kam. Sie hatten weniger Heuschnupfen, weniger Hautjucken, weniger Entzündungen und eine bessere Lungenfunktion.

Die Welt Allergie Organisation (WAO) fasst ihre diesbezügliche Position dementsprechend zusammen: „Es gibt bislang keinen definitiven Beweis, dass Probiotika bei Schwangeren grundsätzlich ein Allergierisiko mindern. Unter Abwägung aller Aspekte besteht aber dennoch ein Netto-Nutzen, sodass probiotische Nahrungsergänzung bei Schwangeren, Stillenden und Säuglingen mit hohem Allergie-Risiko empfohlen werden kann“.

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