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Prof. Susanne Lau zur Frage, wie Pro- und Präbiotika bei einer IgE-vermittelten Kuhmilchallergie helfen können!

IgE-vermittelte Kuhmilchallergie, Darmflora: Helfen Pro-/Präbiotika?

Welche Rolle spielt die Darmflora bei der IgE-vermittelten Kuhmilchallergie?

Der Darm hat eine enorme Oberfläche, die nach der Geburt mit Bakterien besiedelt wird. Für die Reifung des Immunsystems und eine funktionierende Verdauung ist dies unerlässlich.

Die Darmflora, bzw. das Mikrobiom oder die Mikrobiota des Darmes – das sind alles synonyme Begriffe - hat bestimmte Aufgaben. Sie soll die Verdauung unterstützen, bestimmte Vitamine produzieren, zum Beispiel Vitamin K, und bei der Erziehung des Immunsystems helfen. Je nachdem, welche Bakterien in der Darmflora vorhanden sind und in welcher Menge, werden diese Aufgaben mehr oder minder gut bewältigt. Das bedeutet, das Immunsystem wird unterschiedlich beeinflusst, abhängig von der Zusammensetzung der Darmbakterien. Die Keime im Darm haben einen direkten Einfluss auf die Art der immunologischen Reaktion.

In der Regel haben Allergiker, wie zum Beispiel Kuhmilchallergiker, und Neurodermitiker eine etwas andere Bakterienverteilung im Darm als gesunde Kinder. Die Neurodermitis ist häufig mit der Kuhmilchallergie assoziiert, oder anders ausgedrückt, ein Kind mit Neurodermitis hat ein wesentlich höheres Risiko, eine Nahrungsmittelallergie zu entwickeln als ein Kind ohne Neurodermitis.

Heißt das, man kann das Immunsystem durch eine ausgewogene Darmflora stärken, zum Beispiel bei einer Kuhmilchallergie?

Es gibt Hinweise, dass bei Kindern mit einer Kuhmilchallergie auch im Zusammenhang mit einer atopischen Dermatitis, die Verteilung der Bakterien der Darmflora meist anders aussieht, als bei gesunden Kindern. Bei ihnen findet man in der Darmflora zum Beispiel ein bestimmtes Bakterium namens Bifidobakterium breve deutlich seltener, selbst wenn sie gestillt wurden.

Bei den meisten Kindern mit einer Kuhmilchallergie kommt es mit ein bis zwei Jahren zu einer spontanen Remission – die Kuhmilchallergie verschwindet dann. Es gibt gute, placebo-kontrollierte Studien, die zeigen, dass sich die Darmflora bei Kindern mit Kuhmilchallergie günstig ändert, wenn die Kinder Spezialnahrungen mit Prä- und Probiotika erhalten. Diese Spezialnahrungen basieren zum Beispiel auf Aminosäuremischungen (AA), denen das Probiotikum Bifidobakterium breve zugesetzt wurde, sowie gewisse Präbiotika, wie Fructooligosachcharide (scFOS/lc FOS). Die Präbiotika dienen den Probiotika als Nahrung und begünstigen so das Anwachsen dieser Bakterien.

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Was kann man tun, um die Darmflora eines Kindes mit Kuhmilchallergie positiv zu beeinflussen?

Synbiotika, also Prä- und Probiotika zusammen, werden bei Kindern mit Kuhmilchallergie gerne eingesetzt, weil man so nicht allein die Bakterien, sondern auch gleich das Substrat zuführen kann. Fructooligosachcharide, die auch in der Muttermilch vorhanden sind, sind ein solches Substrat. Es wäre möglich, dass diese Kombination bei der Kuhmilchallergie dabei helfen kann, eine frühere Remission zu begünstigen, allerdings warten wir noch auf Resultate aus Interventionsstudien.

Wahrscheinlich hat bereits die Ernährung der Mutter einen Einfluss auf die Darmflora des Kindes. Die mütterliche Ernährung bestimmt die Darmflora der Mutter, die wiederum einen Einfluss auf den kindlichen Darm hat. Wenn die Mutter „gute“ Fettsäuren bevorzugt und nicht übergewichtig ist, ist dies auch günstig für die Darmflora des Kindes. Eine solche Ernährung wirkt eher präventiv gegen entzündliche Erkrankungen, denn man kann schon sagen, dass diese Erkrankungen parallel zu der extrem hochkalorischen Ernährungsweise in der Bevölkerung zugenommen haben. Dies gilt für Allergien, aber auch für andere entzündlichen Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Eine 100prozentige Garantie gibt es jedoch nicht, dass es trotz gesunder Ernährung mit oder ohne Prä- oder Probiotika nicht zu einer Fehlregulation des Immunsystems kommt. Es spielen bei diesen Erkrankungen eben viele Umweltfaktoren eine Rolle, aber auch genetische Faktoren.

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