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Prof. Detlef Schuppan beim DGIM 2018; Entzündungen durch Weizen – was ist neu?

Entzündungen durch Weizen – was ist neu?

IgE-negative Nahrungsmittelallergie: Die Diagnose mit der konfokalen Endomikroskopie

Dabei erfolgte die Diagnose über eine konfokale Endomikroskopie, das heißt über eine direkte Allergen-Provokation mit Weizen, Milch, Soja und Hefe am oberen Dünndrm. Vorausgegangen war eine drei bis fünftägige hypoallergene Diät, die klassische „Kartoffel-(mit oder ohne Reis) Olivenöl-Salz“-Diät. „Bei 2/3 dieser Patienten zeigten sich bei direkter Allergenprovokation an der Darmschleimhaut allergische Reaktionen gegen eines oder mehrere der vier Allergene, innerhalb von fünf Minuten nach Allergenkontakt, meist abdominelle Symptome“ berichtete Prof. Schuppan.

Bei rund 50 Prozent der Patienten, die nur bei der konfokalen Endomikroskopie allergische Reaktionen zeigten, war der Auslöser Weizen. Bemerkenswert war hierbei, dass die klinischen Symptome oft erst Stunden nach der Allergenkonfrontation auftraten. In einer Folgekohorte3) mit 150 Patienten konnten die Ergebnisse bestätigt werden. Zudem bestand bei 81,8 Prozent der positiv getesteten Patienten eine Familienanamnese einer Atopie, im Vergleich zu 20 Prozent bei der Kontrollgruppe.

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Konsequenzen für die Praxis

Mit der konfokalen Endomikroskopie ist es gelungen, nachzuweisen, dass IgE-negative Nahrungsmittelallergien häufiger als angenommen auftreten. Unter Ausschlussdiät bessern sich die Symptome der Patienten deutlich. Allerdings steht diese Diagnostik im klinischen Alltag zurzeit nicht zur Verfügung - neue Bluttests sind in Entwicklung.

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ATI-Sensitivität: Auswirkungen auf chronische Erkrankungen

Die ATI-Sensitivität, oft fälschlicherweise als „Glutensensitivität“ bezeichnet, ist eine entzündliche weizenbedingten Erkrankung. Sie gehört zur Gruppe der „Nicht-Zöliakie/nicht Allergie-Weizensensitivitäten“ und ist eine Ausschlussdiagnose. Im Gegensatz zur Zöliakie kommt es bei der ATI-Sensitivität zu keiner evidenten Schädigung der Darmschleimhaut. „Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass ATI die Symptome bestimmter Erkrankungen verstärken können“ erklärte Prof. Schuppan.

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