Encasings Allergie Haussatubmilben

ÖKO-TEST-Redakteur Jürgen Steinert zu Encasings bei Hausstaubmilbenallergie!

Hausstaubmilbenallergie: Was ist bei milbendichten Encasings zu beachten?

„Das Allergen meiden“ diese grundsätzliche Empfehlung für alle Allergiker gilt auch für Menschen, die auf Hausstaubmilben allergisch reagieren. Milbendichte Bezüge für Matratze, Bettdecke und Kopfkissen, Encasings genannt, sollen dabei helfen, denn leider ist das Bett ein bei Hausstaubmilben besonders beliebter Aufenthaltsort. Wirken die Encasings bei Hausstaubmilbenallergie? Wie erkennt man qualitativ hochwertige Encasings? Was sollte man bei der Pflege beachten? Was muss man beim Einkauf beachten? Darüber sprach MeinAllergiePortal mit ÖKO-TEST-Redakteur Jürgen Steinert.

Herr Steinert, welche Eigenschaften sollten Encasings haben, damit sie die gewünschte Wirkung entfalten?

Encasings sollen so dicht gewebt sein, dass die allergenen Stoffe im Milbenkot nicht durchgehen. Erst wenn Encasings einen bestimmten Anteil der getrockneten und zu kleinen Teilchen zerfallenen Milbenköttel zurückhalten, sinkt die Belastung der Raumluft mit Milbenallergenen so weit, dass sich die allergischen Symptome verringern. Gleichzeitig sollten Encasings aber auch noch ausreichend durchlässig für Luft und Wasserdampf sein.

Welchen Stellenwert hat das Material bei Encasings?

Encasings sind häufig aus Polyester oder Polyester und Polyamid gewebt, seltener aus Baumwolle.

Wie erreichen Encasings ihren Effekt, nur über die „Webdichte“ des Materials oder auch über eine bestimmte „Ausrüstung“ mit Chemikalien?

Die Dichtigkeit gegen Milbenallergene wird vor allem durch die Webart erreicht. Zwar kommt es vor, dass Encasings beispielsweise mit Insektiziden ausgerüstet sind. Derartige Ausrüstungen sind jedoch völlig unnötig, da nicht die Milben an sich das Problem sind, sondern die im Milbenkot steckenden Allergene.

Blocken Encasings die Milbenpartikel aus Matratzen und Betten zu 100 Prozent oder lassen sie eine gewisse Menge noch durch und wieviel ist akzeptabel?

100-prozentigen Schutz gibt es nicht, ist allerdings auch nicht erforderlich. Es reicht aus, wenn die Allergenkonzentration in der Raumluft unter einen bestimmten Schwellenwert sinkt. ÖKO-TEST hat dazu 2011 in einem Test Encasings gefordert, dass ein Encasing 40 Prozent der Partikel zurückhalten muss. Dabei wurde die Abscheidewirkung gegen besonders kleine Partikel (0,3 µm) gemessen.

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