Hygiene-Hypothese

Die Hygiene-Hypothese geht davon aus, dass das menschliche Immunsystem in zivilisierten Ländern nicht mehr genug „gefordert“ wird. Die zunehmend sauberen und keimfreien Lebensbedingungen bieten insbesondere dem kindlichen Immunsystem, das noch in der Entwicklung ist, nicht mehr genug Anreiz durch Bakterien, Viren oder Parasiten. Deshalb kommt es immer häufiger vor, dass das Immunsystem in Ermangelung tatsächlicher Feinde eine allergische Reaktion auf eigentlich harmlose Substanzen wie Blütenpollen, Hausstaub, Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln etc. entwickelt.

Belegt wird die Hygiene-Hypothese u. a. durch die Bauernhof-Kinder-Studien. Hier konnte nachgewiesen werden, dass die Anzahl von Bakterien und Pilzen im Staub von Bauernhöfen höher ist, als in städtischen Regionen. Gleichzeitig ist das Risiko an Asthma zu erkranken für Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, wesentlich geringer als für Stadtkinder.

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