Lipidtransferproteine (LTP)

Lipidtransferproteine (LTP) gehören zu den stressassoziierten Proteinen der Pflanzen. Man nimmt an, dass die Pflanze die Lipidtransferproteine zur Abwehr von Schädlingen, Erregern etc. produziert.

LTP bereiten vornehmlich in den Mittelmeerländern Probleme, denn dort sensibilisieren sich die Betroffenen, unabhängig von einer Sensibilisierung auf Pollenallergene, direkt auf Lipidtransferproteine (LTP), wahrscheinliche durch reife Pfirsiche.

Menschen mit einer Sensibilisierung auf Lipidtransferproteine können auch auf die LTP in Weintrauben, Wein, Pfirsichen, Äpfeln, Salat, Kohl, Beeren, Nüssen und Hülsenfrüchten etc. mit allergischen Symptomen reagieren.

Die Lipidtransferproteine sind stabil gegenüber Hitze und Säure und können daher auch systemische Reaktionen auslösen.

Ähnlich wie die Profiline gehören die Lipidtransferproteine zu den Panallergenen und sind in sämtlichen Obst- und Gemüsesorten sowie in Nüssen und Hülsenfrüchten enthalten. Dadurch erschweren sie die Diagnostik von Nahrungsmittelallergien, vor allem in den Mittelmeerländern.

Wenn ein Patient auf LTP sensibilisiert ist, kann ein Pricktest oder IgE-Test auf viele Nahrungsmittelallergene positiv ausfallen. Deshalb ist es in diesen Fällen sinnvoll, die Sensibilisierung auf spezifische Majorallergene, d.h. gewisse Hauptallergene, zu überprüfen.

Lesen Sie auch:

Nicht-pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien: Profiline und LTP

Komponentendiagnostik: Exaktere Diagnose von Sensibilisierungen

Pollenallergie: Welche Rolle spielen Profiline und Polcalcine?

SIT: Subkutane oder Sublinguale Immuntherapie bei Heuschnupfen?

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden.