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Prof. Thomas Bieber zu schwerer Neurodermitis bei Erwachsenen und vielversprechenden Therapieoptionen durch Biologicals!

Schwere Neurodermitis bei Erwachsenen? Häufig unerkannt und unbehandelt!

Viele wissen nicht, dass Neurodermitis auch eine Erkrankung der Erwachsenen ist. Auch aus Sicht der Mediziner lag der Fokus bei Neurodermitis stets auf den Kindern. Mittlerweile hat sich jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Neurodermitis bei Erwachsenen weitaus häufiger ist als bisher realisiert. Auch gibt es unter den Erwachsenen Neurodermitikern Patienten, die ausgesprochen schwer betroffen sind. Was bedeutet Neurodermitis für erwachsene Patienten und stehen aktuell Therapien zur Verfügung? MeinAllergiePortal sprach mit Prof. Thomas Bieber, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie an der Universitätsklinik in Bonn über Neurodermitis bei Erwachsenen, „schlummernde Neurodermitis“ und vielversprechende Therapieoptionen durch Biologicals.

Herr Prof. Bieber, ist die Neurodermitis eine Kinderkrankheit oder auch eine Erkrankung der Erwachsenen?

Früher galt die Neurodermitis als typische Kinderkrankheit und die epidemiologischen Zahlen schienen dies ja auch zu bestätigen. Die Neurodermitis ist wahrscheinlich die häufigste Erkrankung im Kindesalter, ca. 20 Prozent der Neugeborenen erkranken daran, wenn auch nur vorübergehend. Möglicherweise tragen weit mehr ein Risiko, eine Neurodermitis zu entwickeln. Dagegen sind nur 5 Prozent der Erwachsenen von Neurodermitis betroffen, d.h. ein erheblicher Anteil der Kinder mit Neurodermitis verliert die Krankheit, aber dies vermutlich nur „vermeintlich“.

Was genau meinen Sie damit, dass die Kinder mit Neurodermitis die Erkrankung nur „vermeintlich“ verlieren?

Mit „vermeintlich“ ist gemeint, dass man den Aspekt des „Verlierens“ der Neurodermitis in der Vergangenheit völlig falsch eingeschätzt hat. Man ging davon aus, dass die Erkrankung verschwunden ist, wenn sich keine Neurodermitis-Symptome mehr zeigen. Klassischerweise verschwindet die Neurodermitis oft vor der Pubertät, ein Phänomen, das noch nicht erklärt werden kann, denn an der genetischen Veranlagung hat sich ja nichts geändert.  

Mittlerweile gibt es aber gute Belege aus der Epidemiologie, bzw. aus amerikanische Studien an großen Kohorten, die dafür sprechen, dass die Neurodermitis nur „vermeintlich“ verloren geht, tatsächlich aber nur „schlummert“. Unter bestimmten Bedingungen, die noch nicht abschließend erforscht sind, kann die Neurodermitis dann bei Erwachsenen wieder aufleben. Das bedeutet, die Bereitschaft für Neurodermitis ist immer da und kann bei Erwachsenen jederzeit aktiviert werden.

Wie häufig kommt es vor, dass Menschen, die als Kind Neurodermitis hatten, plötzlich als Erwachsene wieder Neurodermitis bekommen?

Wir sehen es relativ häufig, dass bei ehemaligen Neurodermitikern, die jahrelang beschwerdefrei waren, plötzlich erneut Neurodermitis-Symptome auftreten.  

In unserer Studie an 600 Neurodermitis-Patienten haben sich die folgenden Altersgruppen herauskristallisiert:

1.    Very early onset, d.h. im Säuglingsalter, vor dem 2. Lebensjahr

2.    Early onset, d.h. im Kindesalter

3.    Juvenile onset, d.h. im Alter zwischen 6 und 12 Jahren

4.    Adolescent onset, d.h. in der Pubertät

5.    Adult onset oder late onset, d.h. im Alter zwischen 20 und 40 Jahren

6.    Senile, very late onset, d.h. im Alter von 65plus.

Bei manchen der Patienten, die die Krankheit sehr spät bekommen, scheint es so zu sein, dass zuvor noch nie eine Neurodermitis aufgetreten ist. Andere Patienten erinnern sich, als Kind Neurodermitis gehabt zu haben, oder die Eltern berichten davon.

Aber: Bei den erwachsenen Neurodermitis-Patienten, insbesondere bei denjenigen, die im späten Lebensalter, mit 65 Jahren und älter, plötzlich an Neurodermitis erkranken, kann die Frage der Vorerkrankung oft nicht eindeutig geklärt werden. Die Patienten selbst können sich an Geschehnisse vor dem 5. bis 6. Lebensjahr nicht erinnern und die Eltern leben nicht mehr. Bei diesen Patienten weiß man nicht genau, ob die Neurodermitis tatsächlich im Erwachsenenalter erstmals auftritt, oder ob sie lediglich reaktiviert wurde – eine „Blackbox“, die wir zurzeit noch nicht auflösen können.

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