Düsseldorfer Allergietage 2015 Patiententag

Prof. Dr. med. Bernhard Homey, Direktor der Hautklinik am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) und Sprecher des UniversitätsAllergieZentrum (UAZ)

Düsseldorfer Allergietage: Was sollten Patienten über Allergien wissen?

„Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass wir neue Erkenntnisse zu Allergien und allergischen Erkrankungen nicht nur zu den Ärzten tragen, sondern dass wir auch bei den Patienten Unsicherheiten und offene Fragen zum Thema Allergien aufklären!“ betonte Prof. Dr. med. Bernhard Homey, Direktor der Hautklinik am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) und Sprecher des UniversitätsAllergieZentrum (UAZ) zur Eröffnung des Patiententages der 4. Düsseldorfer Allergietage. Im Mittelpunkt standen die Themen Hausstaubmilben Allergie, Nesselsucht, allergische Bindehautentzündung und Nahrungsmittelallergien und –unverträglichkeiten. In einer ausführlichen Frage-Antwort Session unter dem Motto „Allergiker fragen – Experten antworten“ machten die Patienten ausgiebig Gebrauch von der Möglichkeit, sich direkt zu informieren. Mitveranstalter war die Düsseldorf Congress Sport & Event GmbH und Medienpartner war MeinAllergiePortal.

Hausstaubmilben: Beste Lebensbedingungen bei Wärme und hoher Luftfeuchtigkeitdr nicole klossowski universitaetsklinikum duesseldorfDr. Nicole Kloßowski, Universitätsklinikum Düsseldorf

2 g Hautschuppen verliert ein Mensch täglich! Davon profitieren die Hausstaubmilben, die sich vorzugsweise von Hautschuppen ernähren. „Die Hausstaubmilbe findet aber auch andere Nahrungsmittel appetitlich“ so Dr. Nicole Kloßowski, Universitätsklinikum Düsseldorf, “auch Hautschuppen von Tieren, Schimmelpilze und Pollen schmecken Hausstaubmilben gut und sind im Hausstaub reichlich vorhanden!“. Darüber hinaus bevorzugen Hausstaubmilben ein feucht-warmes Klima. Temperaturen zwischen 20 und 30 °C und eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 60 Prozent sind für die Hausstaubmilben ideal – das Bett ist deshalb der bevorzugte Aufenthaltsort der winzigen Mitbewohner.

Für Hausstaubmilben-Allergiker sind der Kot der Milben, aber auch Bestandteile der Milbe selbst ein Problem. Insbesondere im Herbst können sie unter verstärkten Symptomen leiden, denn dann beginnt die Heizperiode, die Milben sterben aufgrund der trockenen Raumluft vermehrt ab und in der Raumluft steigt die Allergenkonzentration.  Wichtig zu wissen: Aufgrund allergener  Muskelbestandteile der Hausstaubmilben, kann es zu einer Kreuzallergie auf Meeresfrüchte kommen, dem Milben-Schalentier-Syndrom.

Was tun bei Hausstaubmilbenallergie?

Die Meidung des Allergens ist auch bei der Hausstaubmilbenallergie eine wichtige Maßnahme. Ungemütlich wird es für die Hausstaubmilben, wenn die Raumtemperaturen unter 20° C und die Luftfeuchtigkeit möglichst niedrig ist. Zimmerpflanzen, die die Luftfeuchtigkeit erhöhen, sollten deshalb tabu sein und das regelmäßige Stoßlüften sollte zur Routine werden. Staubfänger wie Vorhänge, offene Regale, Kissen, Decken und Stoffpolster sollten gemieden werden und für die Bettwäsche empfehlen sich Encasings , spezielle Milbenbezüge. Auch durch entsprechende Reinigungsmaßnahmen lassen sich die Hausstaubmilben reduzieren. Mehrmals in der Woche sollten glatte Böden feucht gewischt werden. Teppiche sollten mit einem Staubsauger gereinigt werden, der einen speziellen Filter hat.

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