Düsseldorfer Allergietage 2015

Prof. Dr. med. Bernhard Homey, Sprecher des UniversitätsAllergieZentrums, Düsseldorf

Düsseldorfer Allergietage: Neues aus der Forschung und Praxistipps!

Zum 4. Mal fanden vom 18. bis 19. April 2015 die Düsseldorfer Allergietage statt. Die Vorträge und interaktive Workshops zu aktuellen Themen der Allergologie stießen auf großes Interesse. „Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr sowohl die Teilnehmerzahl als auch die Zahl der Aussteller deutlich steigern konnten“ erklärte Prof. Dr. med. Bernhard Homey, Sprecher des UniversitätsAllergieZentrums, Düsseldorf und Mitveranstalter bei der Begrüßung der ca. 360 Teilnehmer. Die Veranstaltung richtete sich an Ärzte und medizinisches Fachpersonal aus dem Bereich Allergologie. Mitveranstalter war die Düsseldorf Congress Sport & Event GmbH und Medienpartner MeinAllergiePortal.

pd johannes huss marp abbvie deutschlandPräzisere Diagnose und effizientere Therapie durch die molekulare Allergiediagnostik

Die molekulare Allergiediagnostik ist eine verfeinerte Diagnostik, die das Sensibilisierungsprofil des Patienten präziser ermitteln kann. Insbesondere dann, wenn die klassische Allergiediagnostik multiple Sensibilisierungen anzeigt, kann die molekulare Allergiediagnostik Klarheit schaffen. „Jeder Patient hat ein individuelles Sensibilisierungsprofil“ führte PD Dr. med. Johannes Huss-Marp, AbbVie Deutschland aus, „die Frage ist, handelt es sich um echte Sensibilisierungen oder spielen auch Kreuzallergene, Profiline oder Polcalcine eine Rolle.“ Mit der molekularen Allergiediagnostik lässt sich die klinische Relevanz von Sensibilisierungen besser abgrenzen. Sie ermöglicht eine bessere Risikoabschätzung und somit eine bessere Entscheidungsgrundlage für einen optimalen Therapieaufbau, insbesondere in Hinblick auf die Hyposensibilisierung bzw. spezifische Immuntherapie.

pd dr jean pierre allam klinik und poliklinik fuer dermatologie und allergologie universitaetsklinikum bonnSpezifische Immuntherapie: Was ändert sich durch die neue Leitlinie?

Zu den Auswirkungen der neuen Leitlinie zur (allergen-) spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen auf die ärztliche Praxis nahm PD Dr. Jean-Pierre Allam, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Bonn Stellung.

Eine der Änderungen: Zwischen der subkutanen Immuntherapie (SCIT) und der sublingualen Immuntherapie (SLIT) wird in der neuen Leitlinie nicht mehr grundsätzlich unterschieden. Die Therapieformen werden unter spezifische Immuntherapie (SIT) gleichberechtigt zusammengefasst.

Darüber hinaus empfiehlt die neue SIT-Leitlinie einen frühen Therapiebeginn und revidiert die Kontraindikation für die Autoimmunerkrankungen Hashimoto-Thyreoiditis, Rheumatoide Arthritis, Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn und Diabetes Mellitus Typ I.

Eine maßgebliche Hilfestellung bietet die neue SIT-Leitlinie den Praktikern bei der produktspezifischen Bewertung und Auswahl der zur SIT zur Verfügung stehenden Präparate. Aufgrund einer Präparate-Liste, die Teil der Leitlinie ist, kann genau das auf dem Markt befindliche Präparat ausgesucht werden, das für die jeweilige Indikation die beste Evidenz hat. Die Liste ist dynamisch, d.h. den durch die Studienlage bedingten Veränderungen wird durch eine ständige Aktualisierung der Liste Rechnung getragen.

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