Düsseldorfer Allergietage 2014

Düsseldorfer Allergietage 2014

Düsseldorfer Allergietage 2014: Allergien nehmen zu – neue Therapieoptionen!

Bei strahlendem Sonnenschein und damit unter besten "Pollenflugbedingungen" fanden am 29. und 30. März die Düsseldorfer Allergietage 2014 statt, die vom UniversitätsAllergieZentrum der UKD Düsseldorf ausgerichtet wurden. Die Veranstaltung, die bereits zum 3. Mal in Folge stattfand, richtete sich sowohl an Ärzte als auch an Patienten. Interessierte Mediziner konnten sich im Rahmen des Ärztetages über die neuesten Entwicklungen in der Allergologie informieren. "Der Patiententag 'Allergiker IN FORM' stellt bewusst die Patientenaufklärung in den Mittelpunkt" so Prof. Dr. Bernhard Homey, Sprecher des UniversitätsAllergieZentrums Düsseldorf. Geboten wurde ein spannendes Programm mit interessanten Vorträgen zu Allergien und Unverträglichkeiten und eine intensiv genutzte Experten-Fragerunde für Patienten.

Allergien nehmen weltweit zu!

Das "White Book on Allergy (WAO)" geht in seiner Ausgabe aus dem Jahr 2012 davon aus, dass weltweit zwischen 10 und 30 Prozent der  Erwachsenen und bis zu 40 Prozent der Kinder an Allergischer Rhinitis leiden. Schätzungen der Word Health Organisation (WHO) gehen in die gleiche Richtung. Hier rechnet man mit ca. 400 Mio. von Allergien betroffenen Patienten weltweit.

"Auf Europäischer Ebene gehen Untersuchungen aus dem Jahr 2011 davon aus, dass ca. 20 bis 25 Prozent der Erwachsenen an Allergien leiden – zwischen 1989 und 2006 kam es zu einer stetigen Zunahme von allergischen Erkrankungen" betonte Dr. Pascal Werminghaus, HNO-Klinik am Universitätsklinikum Düsseldorf.

Warum kommt es zunehmend zu allergischen Erkrankungen?

expertenrunde bei den duesseldorfer allergietagenExperten stellen sich Patienten-fragen auf den Düsseldorfer Allergietagen 2014Es gibt mehrere Faktoren, von denen man annimmt, dass sie die Entwicklungen von Allergien begünstigen. Unter anderem hat man beobachtet, dass Einzelkinder im Vergleich zu Geschwisterkindern, aber auch die Erstgeborenen im Vergleich zu jüngeren Geschwistern, wesentlich häufiger an Allergien leiden. Auch scheint das Leben in der Stadt generell mit einem höheren Allergierisiko einherzugehen, als das Leben in ländlicher Umgebung. Auslöser könnte die Industrialisierung und der damit einhergehende "westliche" Lebensstil sein.

Eine weitere Erklärungsmöglichkeit für die Zunahme von Allergien liefert die Hygiene Hypothese, die davon ausgeht, dass der westliche Lebensstil mit seinem ausgeprägten Fokus auf ein hohes Maß an Hygiene, Allergien begünstigen kann. Man vermutet, dass das Immunsystem, quasi als Ersatz für Keime, auf eigentlich harmlose Allergene reagiert. Gestützt wird die Hygiene Hypothese von der Tatsache, dass man einen generellen Anstieg nicht übertragbarer Erkrankungen beobachtet, die, wie die Allergien auch, auf einer gestörten Funktion des Immunsystems beruhen.

Neben diesen Umweltfaktoren gibt es weitere Faktoren, die beim Anstieg der Allergien eine Rolle spielen könnten, dazu gehören Luftverschmutzung, Tabakrauch, der Klimawandel und die genetische Disposition.

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