Methacholintest

Der Methacholintest ist ein weit verbreiteter, etablierter pharmakoligischer Provokationstest. Der Methacholintest wird zur Messung der bronchialen Hyperreaktivität, d.h. Reizempfindlichkeit, eingesetzt, z.B. bei Asthma.

Der Test erfolgt durch das Inhalieren von Methacholin, einer Substanz, die, je nach Dosierung, eine Verengung der Bronchien auslösen kann. Dabei reagieren Menschen, die z.B. unter Asthma leiden, unter Umständen bereits auf eine sehr niedrige Dosis. Bei entsprechend hoher Dosierung können jedoch auch gesunde Menschen mit einer Bronchialverengung auf Methacholin reagieren.

Man geht beim Methacholintest in 5 Stufen vor. Ziel ist es, zu ermitteln, ab welcher Methacholindosierung es zur Verengung der Bronchien kommt. Dazu beginnt man den Methacholintest mit einer Dosis von unter 100 µg Methacholin und dosiert dann schrittweise auf. Vor, während und nach dem Methacholintest werden Lungenfunktionstests durchgeführt.

Löst bereits die niedrigste Dosis eine Verengungsreaktion der Bronchien aus, liegt eine hochgradige Empfindlichkeit vor. Bei einer Dosis von 2,9 mg reagieren häufig auch gesunde Menschen.  

Der Vorteil des Methacholintests ist seine hohe Sensitivität, der Nachteil seine geringe Spezifität, denn ab einer bestimmten Dosis reagieren auch gesunde Menschen mit einer Verengung der Bronchien. Eine Reaktion auf Methacholin bedeutet also nicht zwangsläufig, dass man ein schweres Asthma hat.

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