Sonnenschutz Vitamin D

Sonnenschutz und Vitamin D: Tipps für Klein und Groß Quelle: Fotolia / yanlev

Sonnenschutz und Vitamin D: Tipps für Klein und Groß

Die Haut von Säuglingen reagiert auf UV-Strahlung besonders empfindlich. Daher ist für sie die direkte Sonne tabu. Doch auch im Schatten brauchen die Kleinen schützende Kleidung und für unbedeckte Hautpartien ein babygerechtes Sonnenschutzmittel. Zur Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels empfehlen Ärzte in den ersten ein bis zwei Lebensjahren ein Vitaminpräparat. 

Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen maßgeblich das Risiko, im Laufe des Lebens an Hautkrebs zu erkranken. Besonders empfindlich ist die Haut von Babys im ersten Lebensjahr. Sie ist feuchtigkeitsarm, dünn und verfügt noch über keinerlei Eigenschutzmechanismen, sodass die UV-Strahlen tiefer eindringen können als bei älteren Kindern und Erwachsenen. Kinderärzte und Dermatologen sind sich daher einig, dass Säuglinge bis Ende des ersten Lebensjahres der direkten Sonne nicht ausgesetzt werden dürfen. Schützende Kleidung, ein Hütchen und eine Sonnenbrille dürfen bei keinem Spaziergang fehlen. Unbedeckte Hautpartien wie Gesicht, Ohren und Hände benötigen außerdem ein Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30. „Die volle Schutzwirkung wird aber nur dann erreicht, wenn das Sonnenschutzmittel in ausreichender Menge aufgetragen wird“, bemerkt der Münchner Dermatologe Professor Dr. Dietrich Abeck. „Anders als bei anderen Kosmetika gilt hier: besser zu dick als zu dünn.“ Am sichersten ist eine Kombination aus physikalischen und chemischen UV-Filtern, die jeder für sich nur in geringer Konzentration eingesetzt werden und zusammen eine zuverlässige Schutzwirkung entfalten. Babygerechte Sonnenschutzmittel spenden Feuchtigkeit, ziehen schnell ein und sind wasserfest, damit sie nicht in die Augen laufen. Außerdem verzichten sie gänzlich auf Farbstoffe, Konservierungsmittel, allergieverdächtige Duftstoffe und als kritisch eingestufte UV-Filter wie Octocrylene. Produkte mit dem DHA-Siegel erfüllen diese Anforderungen.

Führt kompletter Sonnenschutz zu Vitamin-D-Mangel?

Vitamin D ist ein Hormon, das der Körper hauptsächlich selbst herstellt – und zwar mithilfe natürlicher UV-Strahlung. Es spielt unter anderem eine wichtige Rolle bei der Knochenbildung. Ein gewisses Maß an Sonne auf der unbedeckten Haut ist also für einen ausgeglichenen Vitamin-D-Haushalt wichtig. Für Babys gilt dieses Gebot allerdings nicht – zu groß ist die Gefahr langfristiger Hautschäden. Die allgemeine Empfehlung1 lautet daher: Säuglinge und Kleinkinder bis etwa zwei Jahren sollten zur Deckung des Vitamin-D-Bedarfs ein entsprechendes Vitaminpräparat, am besten in Tablettenform erhalten. „Ältere Kinder können ihren Vitamin D-Bedarf im Sommer aktiv über die Haut decken", erklärt Abeck. Wie für Erwachsene gilt auch für Kinder die Empfehlung des Bundesamts für Strahlenschutz1: Gesicht und Arme sollen dreimal pro Woche bei hoher Sonnenintensität kurz ungeschützt der Sonne ausgesetzt werden – und zwar für die Hälfte der Zeit, in der die Haut noch gerade ohne Schäden davonkommt. „Für Kinder bis zu zehn Jahren ist eine Expositionszeit von drei Minuten optimal, denn sie garantiert den Schutz vor Sonnenbrand und ist gleichzeitig lang genug für eine ausreichende Vitamin D-Bildung“, erklärt Abeck. Bei Teenagern und Erwachsenen ist der Hauttyp entscheidend. So sollten zum Beispiel Blonde und Brünette mit heller Haut (Hauttyp II2) maximal sechs bis sieben Minuten ungeschützt in der Sonne bleiben. „In jedem Lebensalter gilt es, Sonnenbrände zu vermeiden, um Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung zu verhindern“, mahnt Abeck.

Umfangreiche Informationen zum Thema „Haut und Sonne“, zum UV-Index, Hauttypen, Sonnenschutzmitteln und zum richtigen Umgang mit der Sonne stellt die Deutsche Haut- und Allergiehilfe auf der Internetseite www.dha-sonnenschutz.de bereit.


Quellen:

1. Konsentierte Empfehlung zu UV-Strahlung und Vitamin D, Bundesamt für Strahlenschutz 

2. Eine Beschreibung der verschiedenen Hauttypen und der maximal empfohlenen Sonnen-Expositionszeit ist u.a. hier zu finden.

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