Keine Allergie-News verpassen!

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Sie wollen stets zu Allergien und Intoleranzen informiert werden? Abonnieren Sie kostenlos unseren MeinAllergiePortal-Newsletter!

 

x

lenas_glutenfrei Zöliakie

Lena Benker über ihren Blog lenas_glutenfrei und wie durch die Diagnose Zöliakie ihr Essverhalten besser wurde!

lenas_glutenfrei - besser Essen durch Zöliakie!

Während die Diagnose “Zöliakie” für Viele gleichbedeutend mit “Verzicht” auf liebgewonnene Speisen ist, sehen andere das genau umgekehrt. Ihnen wird durch die Zöliakie klar, dass die moderne Ernährungsweise, die oft aus viel zu viel Gebäck, Teigwaren und Fertiggerichten besteht, im Grunde nicht gesund ist. Auch für Lena war die Diagnose Zöliakie der Anstoß dazu, besser zu Essen, selbst zu Kochen und zu Backen und ihre Erfahrungen auch noch zu teilen. Mit MeinAllergiePortal sprach sie über ihren Blog Lenas glutenfrei.de.

Lena, wer bist Du und seit wann gibt es Deinen Blog lenas_glutenfrei?

Ich bin 28 Jahre alt und lebe in Wien. Meinen Blog gibt es ungefähr seit zwei Jahren, ganz genau weiß ich das tatsächlich gar nicht mehr. Seit ich mich glutenfrei ernähre, teile ich meine Koch- und Backideen auf meinem Instagram Kanal. Weil mich immer mehr Menschen nach meinen Rezepten gefragt haben, habe ich beschlossen eine Website aufzusetzen und dort meine Rezepte zu teilen.

Wie kam es zu Deiner Diagnose Zöliakie?

Zur Diagnose Zöliakie kam ich durch meine Mutter. Bei ihr kam eine Ärztin nach relativ langer Leidenszeit auf eine Glutenunverträglichkeit, eine Darmspiegelung und ein Bluttest bestätigten dies dann recht eindeutig. Ich selbst hatte eigentlich keine eindeutigen Symptome, die auf eine Zöliakie hingewiesen hätten. Es gab immer wieder Phasen in meinem Leben, in denen ich mit Bauchschmerzen und Unwohlsein zu kämpfen hatte. Ich weiß noch sehr genau, dass ich fast erleichtert war, als ich die Diagnose Zöliakie vor fünf Jahren erhielt. Nachdem sich meine Mutter schon ein paar Wochen mit der glutenfreien Ernährung beschäftigt hatte, war der Einstieg für mich natürlich viel leichter.

 

Was bedeutete die Diagnose Zöliakie für Dich?

Mein Zugang zum Essen hat sich durch die Diagnose auf jeden Fall ins Positive gewandelt. Dass man sich so viel mit Zutaten und Nahrungsmitteln auseinandersetzen muss, hat dafür gesorgt, dass ich mich viel gesünder und bewusster ernähre. Manchmal bin ich auch unglaublich froh darüber, dass ich viele Dinge, wie Fertiggerichte oder süße Backwaren, gar nicht mehr essen kann. Natürlich gibt es auch Momente, in denen ich die Diagnose verfluche, beispielsweise beim Essen gehen kommt man als Zöliakie betroffene Person doch oft in ungute Situationen oder stößt auf Missverständnis. Aber im Großen und Ganzen bin ich unglaublich froh, wohin mich mein Weg geführt hat.

Worauf legst Du Wert bei Deinen glutenfreien Rezepten?

Meine Rezepte sollen vor allem zeigen, dass eine glutenfreie Ernährung nicht Verzicht bedeutet und man sich auch glutenfrei lecker, einfach und gesund ernähren kann. Bei meinen Rezepten versuche ich immer auf gesunde Alternativen zurückzugreifen und auf Vollkornprodukte zu setzen. Weil ich selbst nicht der geduldigste Mensch bin, ist es mir sehr wichtig, dass meine Rezepte nicht aufwendig sind und man nicht zich verschiedene Arbeitsschritte absolvieren muss, um ein leckeres Endergebnis zu erhalten.

Du machst einen glutenfreien Sauerteig, was ist dabei das Besondere?

Für mich ist glutenfreier Sauerteig vor allem deshalb so besonders, weil er so vielfältig ist. Zum Sauerteig ansetzen stehen mir eine Vielzahl an glutenfreien Mehlsorten zur Verfügung: Reisvollkorn-, Quinoa-, Teff-, Buchweizen- oder Braunhirsemehl. Egal welches Mehl man jetzt nimmt, das Ergebnis schmeckt wie ein Brot, das man so eben beim Bäcker ums Eck gekauft hat. Mit dem kleinen Unterschied, dass man es selbst hergestellt hat. Mich macht es unglaublich glücklich zu sehen, was mit glutenfreien Mehlen möglich ist. Sauerteig ist noch dazu sehr viel bekömmlicher als Hefe und auch nachhaltiger, denn einmal angesetzt, hält so ein Sauerteig Jahre lang. Tatsächlich ist glutenfreies Sauerteigbrot in der Herstellung einfacher als eine glutenhaltige Variante. Ich habe mich darüber neulich mit einer Freundin unterhalten. Sie hat nach meiner Methode einen Sauerteig mit Roggen angesetzt, also glutenhaltig, und sich beschwert, wie mühsam das Teigkneten beim Brotbacken ist. Und das ist der große Unterschied: Glutenfreie Teige müssen nicht groß geknetet werden, weil es keine Glutenstruktur im Teig gibt, die man beim Kneten aktivieren muss. Einmal kurz Durchkneten reicht beim glutenfreien Brotbacken vollkommen aus. Hat man einen Knethaken an seiner Küchenmaschine oder am Rührgerät spart man sich das sogar komplett.

Worauf achtest Du besonders auf deinem Blog und deinem Instagram Account lenas_glutenfrei?

Bei meinem Blog achte ich vor allem darauf, dass die Rezepte einfach, lecker und nahrhaft sind. Ich beschäftige mich viel mit gesunder Ernährung und der Wirkung von Nahrung auf unseren Körper. Dabei stehe ich noch relativ am Anfang, dennoch ist mir wichtig diese Seite mit einzubringen. Mein Anspruch an meinen Blog ist es beides zu vereinen: Gesunde Rezepte, die lecker schmecken.

Welchen Tipp kannst Du anderen Betroffenen geben?

Mein wichtigster Tipp ist es immer das Positive in so einer Diagnose zu sehen. Egal, welche Allergie oder Unverträglichkeit, diesen Tipp habe ich von so vielen Gleichgesinnten gehört: Konzentriere Dich nicht auf das, was du nicht mehr essen darfst, sondern darauf, was du noch essen kannst. Und das ist in den meisten Fällen sehr viel mehr als man zu Beginn denkt. Natürlich gibt es Dinge, die man ab sofort nicht mehr essen darf, aber es eröffnet einen ganz neuen Zugang zur Wahrnehmung und Wertschätzung von Lebensmitteln. Tatsächlich gibt es gerade bei glutenfreien Mehlen eine unglaubliche Auswahl an Sorten, ich bin mir sicher, da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Deine Rezepte sehen immer sehr lecker aus! Was ist Dein Lieblingsrezept?

Schwierige Frage. Bei meinen Brotrezepten ist es auf jeden Fall mein Rezept für ein glutenfreies Sauerteigbrot. Das Brot backe ich wirklich fast jede Woche nach und liebe es nach wie vor. Für mich ist es einfach das beste glutenfreie Brot, das ich je gegessen habe. Und weil’s bei mir auch immer etwas Süßes geben muss, habe ich noch ein zweites Lieblingsrezept: Meine glutenfreien Zimtschnecken. Daran habe ich wirklich ewig lange herum probiert, bis ich endlich ein super leckeres, veganes Rezept in der Hand hatte. Apropos, die backe ich mir auf jeden Fall bald mal wieder!

Vielen Dank, liebe Lena, für dieses Interview!