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Jenni Marieni glutenfreien Reisen

Jenni Marieni, die Mutmacherin auf glutenfreien Reisen im Interview mit MeinAllergiePortal!

Jenni Marieni, die Mutmacherin aus Wien

Jenni Marieni aus Wien hat einen Plan. Sie will neuen „Zölis” Mut machen; Mut, nicht auf das Reisen zu verzichten trotz der Diagnose Zöliakie. Viele Betroffene sind nach der Diagnose frustriert und wissen nicht, wie das Leben mit der Zöliakie aussehen soll. Auf ihrem Blog „glutenreise.at” und auf ihrem Instagram-Account „jenni.marieni” teilt sie deshalb Einblicke in ihr Leben und gibt hilfreiche Tipps. MeinAllergiePortal sprach mit ihr über ihren Blog, ihre Rolle als Mutmacherin und ihre weiteren Ziele in der Zukunft.

Jenni, wer bist Du und seit wann gibt es Deinen Blog glutenreise.at?

Mein Name ist Jenni Marieni. Ich bin Anfang 30 und lebe im wunderschönen Wien. Anfang 2017 wurde die Zöliakie bei mir diagnostiziert. Kurze Zeit später habe ich meinen Blog gegründet.

Wie hast du Dich nach der Zöliakie-Diagnose gefühlt?

Ich kann mich noch ziemlich genau erinnern. Einige Wochen nach meiner Magenspiegelung mit Dünndarmbiopsie hatte ich den Termin zur Befundbesprechung und die Aussage war: „Frau Marieni, Sie haben Zöliakie!“

Ich war damals nicht überrascht. Meine Blutuntersuchung war eindeutig, mit zehnfach erhöhten Werten. Die Magenspiegelung diente lediglich zur Bestätigung. Trotzdem war ich hoffnungslos uninformiert. Einer meiner ersten Gedanken am Weg nach Hause: „Dann esse ich eben kein Brot mehr.“ Damals war mir das Ausmaß der Diagnose noch nicht mal ansatzweise bewusst.

Erst ein paar Tage später habe ich gelernt, was das Leben mit Zöliakie bedeutet und dass es nicht reicht, einfach das Brot wegzulassen. Als ich durch unzählige Foren und Blogartikel stöberte und Beileidsbekundungen von Freunden und Bekannten bekommen hatte, wurde mir schlagartig bewusst: Die Diagnose Zöliakie wird mein Leben verändern!

Für einen Moment habe ich damals Panik bekommen. Ich wollte diese Diagnose nicht. Ich hatte keine Zöliakie-Symptome, sondern eine sogenannte stille Zöliakie. Mir ging es nie schlecht und dann habe ich plötzlich eine so einschneidende Autoimmunerkrankung?

Die ersten 6 Monate nach der Diagnose waren ein Auf und Ab der Gefühle. Insgeheim habe ich oft gehofft, dass meine Diagnose ein Fehler war. Ich hatte keine Symptome. Bei der ersten Kontrolluntersuchung meiner Blutwerte hatte ich noch die leise Hoffnung, dass sich alles als großes Missverständnis herausstellen würde. War aber nicht so. Der Arzt hat mir damals die Diagnose nochmal bestätigt. Dann habe ich es endgültig akzeptiert und am nächsten Tag mit meinem Blog gestartet.

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Welches Ziel hattest Du bei der Gründung Deines Blogs glutenreise.at?

Ursprünglich habe ich meinen Blog als glutenfreien Reiseblog gestartet. Ich wollte meine Erfahrungen als „Zöli“ auf Reisen teilen und andere Betroffene ermutigen, die Welt zu entdecken – trotz und mit Zöliakie. Das ist bald 3 Jahre her.

Und, hast Du Dein Ziel für glutenreise.at erreicht?

Seit der Gründung habe ich auf glutenreise.at über 100 Reiseberichte, Tipps für die glutenfreie Packliste und meine wichtigsten Ressourcen für das Reisen mit Zöliakie geschrieben. Inzwischen ist aus meinem Blog ein Mutmachblog entstanden. Ich reise immer noch gerne, merke aber immer mehr, dass es nicht mehr so ein großer Teil in meinem Leben ist. Mir ist es wichtiger, mit meinem Blog anderen „Zölis“ Mut zu machen – besonders direkt nach der Diagnose – und einen Teil zur Aufklärung über das Leben mit der Autoimmunerkrankung Zöliakie beizutragen.

Das „Mutmachen” steht jetzt also im Vordergrund bei glutenreise.at?

Als ausgesprochene Optimistin schreibe ich gerne über die positiven Seiten des Lebens mit Zöliakie, gebe Tipps für neudiagnostizierte Betroffene und versuche, häufig gestellte Fragen nach der Diagnose möglichst einfach zu erklären, zum Beispiel zum sicheren glutenfreien Einkaufen. Alles aus Sicht einer Betroffenen. Mein Motto ist: Von „Zölis“ für „Zölis“.

Auch meine Liebe zu Wien sowie glutenfreie Entdeckungen rund um Wien sind Thema bei mir. Momentan entdecke ich immer mehr, wie schön die eigene Region ist. Das Gute liegt tatsächlich oft so nahe!

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