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Zöliakie Dünndarmbiopsie

Dr. Stephanie Baas zum Thema: Zöliakie - Was passiert bei einer Dünndarmbiopsie?

Zöliakie: Was passiert bei einer Dünndarmbiopsie?

Gibt es bei einer Dünndarmbiopsie auch Risiken?

Eine Duodenalbiopsie mit Probenentnahme ist ein Eingriff und bei jedem Eingriff kann es zu Komplikationen kommen.

Manchmal kommt es zu Infektionen oder zu kleinen Nachblutungen, die aber meistens im Rahmen der Untersuchung medikamentös unterspritzt und damit zum Stillstand gebracht werden.

Im schlimmsten Fall kann es bei einer Dünndarmbiopsie zu einer Perforation der Darmwand kommen, zum Beispiel, weil ein so nicht sichtbarer Defekt vorhanden war. Ein solches Loch in der Darmwand müsste dann operativ geschlossen werden.

Insgesamt ist die Magenspiegelung, auch mit Biopsie, eine sehr risikoarme Untersuchung. Auch bei sehr kleinen Kindern kann man eine Dünndarmbiopsie schon gut durchführen. Dabei sollte der behandelnde Arzt auf solche Untersuchungen spezialisiert sein und ein entsprechendes Kinderendoskop zur Verfügung haben.

Was passiert mit den bei der Dünndarmbiopsie entnommenen Proben und wer wertet sie aus?

Die bei der Dünndarmbiopsie entnommenen Proben werden einem Pathologen übergeben, der sie aufbereitet, eingebettet, eingefärbt, schneidet und die Untersuchung vornimmt. Der Pathologe beurteilt die Schleimhautproben im Hinblick auf Veränderungen.

Dabei ist es wichtig, dass der Pathologe die richtige Schnittführung beachtet, damit die Form der Zotten längs entlang der einzelnen Zotten vollumfänglich abgebildet werden.

Die Untersuchungsergebnisse werden dann an den behandelnden Arzt übermittelt.

Welche Ergebnisse sind bei einer Dünndarmbiopsie möglich und welche Konsequenzen haben sie?

Es gibt viele mögliche Ergebnisse bei einer Dudenalbiopsie. Die Schleimhaut des Darmes kann völlig unauffällig sein. Man kann aber auch abgeflachte Darmzotten in unterschiedlichen Marsh-Stadien vorfinden. Dann könnte das Untersuchungsergebnis des Pathologen lauten: „In Kombination mit der Serologie und den Symptomen wäre der Befund vereinbar mit einer Zöliakie mit dem Marsh-Stadium x“.

 

Marsh-Kriterien
Marsh 0                            Durch glutenfreie Nahrung regenerierte Darmschleimhaut
Marsh I                             Infiltratives Stadium
Marsh II                            Hyperplastisches Stadium
Marsh III a – c                  Destruktives Stadium
Marsh IV                          Vernarbung der Schleimhaut
Quelle: Dr. Stephanie Baas, DZG, www.dzg-online.de

 

Letztendlich ist es auch möglich, dass man eine Erkrankung findet, die mit Zöliakie nichts zu tun hat, zum Beispiel einen Morbus Crohn oder einen Morbus Whipple. Aber auch die anderen Organe wie Speiseröhre und Magen werden bei der Magenspiegelung genau betrachtet und biopsiert, so dass man auch hier bestehende Veränderungen feststellen kann.

Auf Basis des Untersuchungsergebnisses stellt der behandelnde Arzt dann die Diagnose. Dafür führt er die Informationen aus Symptomen, Genetik, Serologie, Biopsie etc. zu einem Gesamtbild zusammen.  

Liegt tatsächlich eine Zöliakie vor, wäre eine glutenfreie Ernährung die zwingende Konsequenz.

Frau Dr. Baas, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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