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Zöliakie Dünndarmbiopsie

Dr. Stephanie Baas zum Thema: Zöliakie - Was passiert bei einer Dünndarmbiopsie?

Zöliakie: Was passiert bei einer Dünndarmbiopsie?

Warum ist es wichtig, dass die Duodenalbiopsie bei Kindern dann durchgeführt wird, wenn der Verdacht auf Zöliakie erstmals im Raum steht?

Ich empfehle, insbesondere wenn bei Kindern der Verdacht auf eine Zöliakie besteht, eine Dünndarmbiopsie auf jeden Fall vor der Umstellung auf glutenfreie Kost vorzunehmen, weil man in vielen Fällen nur dann mit Sicherheit sagen kann, ob eine Zöliakie vorliegt oder nicht.

Außerdem erspart man es dem Kind, vielleicht nach jahrelanger glutenfeier Zeit, durch eine glutenhaltige Kost erneut an Beschwerden zu leiden. Auch für die Eltern ist es oftmals psychologisch schwierig, wenn sie nach Jahren der glutenfreien Ernährung, in denen auf jeden Krümel geachtet werden soll, ihrem Kind plötzlich wieder normale Nudeln oder Brot geben sollen. Dieses bewußte „Schaden“, um die Diagnose dann zu bestätigen, fällt einfach schwer.

Sie hatten erwähnt, dass es bei manchen Patienten nach Wiedereinführung der glutenhaltigen Kost relativ schnell zu Beschwerden kommen kann. Wäre das kein sicherer Hinweis auf eine Zöliakie?

Das reicht nicht unbedingt aus, denn bei manchen Patienten kommt es zwar zu Bauchbeschwerden, aber die Schleimhaut ist noch nicht verändert. Umgekehrt gibt es auch Patienten, bei denen es sehr lange dauert, bis sie Symptome entwickeln, obwohl ihre Darmschleimhaut schon deutliche Veränderungen zeigt.

Gibt es denn Gründe, die gegen eine Dünndarmbiopsie sprechen?

Es gibt immer Patienten, bei denen man aufgrund anderer Erkrankungen, zum Beispiel Herzerkrankungen, auf eine Dünndarmspiegelung verzichten muss. Auch bei Schwangeren führt man eine Dünndarmbiopsie ungern durch, auch wegen der Sedierung.

Ist eine Dünndarmbiopsie schmerzhaft?

Es ist schon sehr unangenehm, wenn dem Patienten in wachem Zustand ein Endoskop über den Mund eingeführt wird, weil dadurch der Würgereflex sehr stark aktiviert wird.

Deshalb werden die meisten Patienten bei dieser Untersuchung sediert, was nicht nur den Würgereflex unterbindet, sondern auch die Erinnerung an die Untersuchung. Dabei handelt es sich nicht um eine Narkose, sondern eher um eine Beruhigung des Zentralnervensystems. Die Patienten schlafen dann für die kurze Zeit der Untersuchung und werden dann sofort wieder wach. Allerdings sollten die Patienten am Tag einer solchen Untersuchung nicht mehr Auto fahren.

Wenn die Patienten dies wünschen oder wenn sie zwingend im Anschluss an die Untersuchung Auto fahren müssen, kann die Dünndarmspiegelung auch ohne Sedierung durchgeführt werden.

Wann kann man nach einer Duodenalbiopsie wieder essen?

Essen kann man im Anschluss an die Duodenalbiopsie prinzipiell jederzeit. Möglicherweise hat man dann zunächst ein etwas raues Gefühl im Hals, aber schmerzhaft ist das nicht.

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