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Zöliakie bei Kindern: So gelingt die glutenfreie Ernährung in Kita und Schule!

Zöliakie bei Kindern: Glutenfrei in Kita und Schule!

Stuttgart, Juni 2018 – Für die meisten Kita- und Schulkinder gehören Pausenbrote oder Nudeln mit Tomatensauce zum Alltag. Von Zöliakie betroffene Kinder müssen diese und etliche weitere Lebensmittel jedoch dauerhaft meiden. Das Klebereiweiß Gluten, das sich in Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und somit auch in vielen verarbeiteten Lebensmitteln verbirgt, führt bei ihnen bereits in geringen Mengen zu Entzündungen des Dünndarms. Bauchschmerzen, Durchfall und Entwicklungsstörungen aufgrund von Nährstoffmangel und zahlreiche weitere vielfältige Symptome sind die Folge. Um eine strikte glutenfreie Ernährung auch außerhalb der elterlichen Küche sicherzustellen und dem Nachwuchs die Freude an leckerem Essen zu bewahren, empfiehlt die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V. (DZG) den Eltern alle Lehrer und Erzieher umfassend über die Bedürfnisse ihres Kindes zu informieren. Die DZG gibt Tipps für eine gelungene glutenfreie Ernährung in Kita und Schule.

• „Die Vermeidung möglicher Diätfehler bei Kindern mit Glutenunverträglichkeit hängt wesentlich von der Einstellung des pädagogischen Fachpersonals in Kita und Schule ab“, so Bianca Maurer von der DZG. „Wir empfehlen Eltern daher, lösungsorientierte Gespräche mit den Pädagogen vor Ort sowie dem Küchenpersonal zu führen.“ Die DZG stellt Eltern hierfür kostenfreie Informationsmaterialien mit den wichtigsten Fakten rund um Zöliakie und eine glutenfreie Ernährung zur Verfügung.

• Auch kleinere Kinder können für ihre Unverträglichkeit und den richtigen Umgang damit sensibilisiert werden. Es ist wichtig, ihnen leicht verständlich zu erklären, warum sie beispielsweise ihr glutenfreies Pausenbrot nicht auf dem Schulhof mit anderen Kindern tauschen können oder den Geburtstagskuchen des Klassenkameraden nicht essen dürfen. „Betroffene Kinder sollten Schritt für Schritt die Lebensmittel kennen lernen, die Gluten enthalten und daher für sie nicht in Frage kommen. Gleichzeitig müssen jedoch leckere Alternativen zur Verfügung stehen“, empfiehlt Maurer. „Die DZG verfügt über kindgerechte Aufklärungsmaterialien, die Eltern hierbei unterstützen können. Außerdem bieten wir Seminare für Kindergarten- und für Schulkinder an, bei welchen die Teilnehmer spielerisch und altersgerecht Wichtiges zu ihrer Erkrankung und der glutenfreien Ernährung lernen.“

• Besteht in der Kita oder Schule nicht die Möglichkeit einer zuverlässigen glutenfreien Verpflegung, können Eltern glutenfreie Gerichte vorkochen und ihren Kindern mit auf den Weg geben. Damit sich die betroffenen Kinder nicht ausgegrenzt fühlen, ist es ratsam in der Kita oder Kantine den Wochenspeiseplan zu erfragen und das glutenfreie Essen soweit wie möglich an den Plan anzupassen. So ist Abwechslung im Speiseplan garantiert.

• Selbst kleinste Mengen Gluten, die an Holzbesteck, Schneidebrettchen oder benutztem Geschirr haften bleiben, können bei Zöliakiebetroffenen Beschwerden verursachen. Damit gesondertes Geschirr in der Kita oder Schule nicht verwechselt wird, sollte dieses beispielsweise in einer Signalfarbe markiert werden.

• Eltern können den Pädagogen eine glutenfreie Snackbox mit süßen und salzigen Leckereien zur Verfügung stellen, an der sich das Kind bei besonderen Veranstaltungen bedienen darf. Dies hilft dem Kind, sich nicht benachteiligt zu fühlen, wenn andere Kinder beispielsweise bei Geburtstagen glutenhaltigen Kuchen essen.

• Die DZG lädt am 11. Juli 2018 herzlich zu einem Informationsabend zum Thema „Glutenfrei in Kita und Schule“ ein. Die Veranstaltung findet von 18:00 bis 21:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Geschäftsstelle in Stuttgart statt. Der Eintritt ist frei. Interessierte können sich unter folgendem Link anmelden: https://www.dzg-online.de/files/anmeldeformular_beschreibb_infoabend-kita___schule_11.07.2018.pdf

Über die DZG:

Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V. (DZG) ist eine Solidargemeinschaft für Zöliakiebetroffene mit Hauptsitz in Stuttgart. 1974 gegründet, zählt der Verein inzwischen rund 42.000 Mitglieder. Ziel der Organisation ist es, Betroffenen das Leben mit Zöliakie zu erleichtern und das öffentliche Bewusstsein für Zöliakie zu stärken.

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